Seminare zu Planung, Recht und Finanzierung von Windenergieanlagen

mertens_windenergie_gruendungen_und_tuerme_AP

Was zeichnet einen „geeigneten Windfarmstandort“ aus und vor allem, was unterscheidet ihn von einem „ungeeigneten“? Kurz zusammengefasst kann die Antwort lauten: die Möglichkeit eine genehmigungsfähige Planung umzusetzen, die wirtschaftlich darstellbar ist - denn die „schönste“ Windfarmplanung ist letztendlich „wertlos“ ohne die Chance auf eine wirtschaftliche Umsetzung. 

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Was zeichnet einen „geeigneten Windfarmstandort“ aus und vor allem, was unterscheidet ihn von einem „ungeeigneten“? Kurz zusammengefasst kann die Antwort lauten: die Möglichkeit eine genehmigungsfähige Planung umzusetzen, die wirtschaftlich darstellbar ist - denn die „schönste“ Windfarmplanung ist letztendlich „wertlos“ ohne die Chance auf eine wirtschaftliche Umsetzung. 

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Planung Recht Finanzierung hdt.de Wind­farm­pla­nung und Pro­jekt­prü­fung
Sie erhalten einen Überblick in die Struktur, den Ablauf und die aktuelle Praxis der Entwicklung von Windenergieprojekten - von der Standortsuche über das Genehmigungsverfahren bis zum Vorliegen aller Genehmigungen und Projektverträge.
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Erfahren Sie, wie Sie die wirtschaftliche Situation Ihres Windparks dauerhaft verbessern. Lernen Sie, welche Versicherungen und Verträge für den Betrieb von Windparks notwendig sind und wie Sie mit Schäden und Haftungsfragen umgehen.
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Fundiertes Know-how, um umsatzsteuerlich relevante Fälle im Anlagenbau bei Auftragsabwicklung mit und ohne Sub-Unternehmer, über Konsortien oder Arbeitsgemeinschaften, mit oder ohne direkte Baustellenzulieferung zu erkennen und richtig...
Technik hdt.de Last- und Leis­tungs­op­ti­mier­te Re­ge­lung von Wind­ener­gie­an­la­gen
Praxisrelevantes Grundlagenwissen zur Regelung von modernen Windenergieanlagen. Schwerpunkt: allgemeine Betriebsführung und die übergeordneten, dynamischen Regelkreise mit den Stellgliedern Generatormoment und Pitchwinkel.

Dr. Ingo Ewald, Büro für Erneuerbare Energien (www.die-ee.de) erläutert für das Haus der Technik:

Die grundsätzlichen Themen und Fragen, die bei jeder Windfarmplanung zu betrachten bzw. beantworten sind, sind im Allgemeinen stets die Gleichen und bilden das strukturelle Gerüst des Seminars Windfarmplanung und Projektprüfung beim Haus der Technik.

Um die Realisierungschancen für ein Windenergieprojekt direkt zu Beginn des Planungsprozesses abschätzen zu können, ohne bereits viel Zeit in eine aufwendige Detailanalyse investieren zu müssen, ist i.d.R. eine Überblicksbetrachtung der wesentlichen Aspekte hilfreich und vor allem ausreichend. Aufbauend auf einer ersten Beurteilung sind dann, nach der Entscheidung die Planung tatsächlich anzugehen, die einzelnen Gesichtspunkte weiter zu detaillieren und vertieft zu analysieren. Im Laufe des Planungsprozesses wird es aufgrund der Vielzahl der zu berücksichtigenden Einzelaspekte i.d.R. immer wieder zu Änderungen der Planungsentwürfe kommen. Gerade dies ist die Herausforderung des Planers, denn es gilt unter Beachtung der sich verändernden Bedingungen, Anforderungen und auftauchenden Hemmnisse stets eine planerisch sinnvolle und vor allem insgesamt umsetzbare und zweckmäßige Planungsalternative zu entwickeln.

Die Herangehensweise an die Standortsuche in Deutschland hat sich dabei in den letzten Jahren deutlich verändert, denn die überwiegend technischen Kriterien, wie Windgeschwindigkeit, Netzverknüpfung und Immissionsschutz sind zunehmend durch bauplanungsrechtliche Vorgaben in den Hintergrund gedrängt worden. Die Entscheidung für einen Standort alleine aufgrund der Eignung unter technisch-planerischen Gesichtspunkten ist nahezu unmöglich geworden. Dahingegen sind bauplanungsrechtlich vorgegebene Standorte aus technischen Gesichtspunkten nicht immer als ideal zu bezeichnen - häufig sind politisch motivierte Argumente bei der Entscheidung gleich hoch oder sogar höher gewichtet worden als fachliche Kriterien.

Nichtsdestotrotz behandelt das Seminar Windfarmplanung und Projektprüfung die technisch-planerischen Aspekten, denn diese sind nach wie vor fachliche Grundlagen jeder Standortwahl, liegen i.d.R. zumindest auch in Grundzügen den bauplanungsrechtlichen Festlegungen der relevanten Bauleitplanung zu Grunde und sie sind insbesondere im internationalen Umfeld weiterhin die bestimmende Richtschnur.

Doch was zeichnet einen „geeigneten Windfarmstandort“ aus und vor allem, was unterscheidet ihn von einem „ungeeigneten“?

Kurz zusammengefasst kann die Antwort lauten: die Möglichkeit eine genehmigungsfähige Planung umzusetzen, die wirtschaftlich darstellbar ist - denn die „schönste“ Windfarmplanung ist letztendlich „wertlos“ ohne die Chance auf eine wirtschaftliche Umsetzung. Daher darf während des gesamten Planungsprozesses, trotz aller auftauchenden planerisch-technischen und rechtlichen Hindernisse, die Frage der Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verloren werden.

Zweiter wesentlicher Aspekt, der sich durch den gesamten Planungsprozess zieht, ist der insbesondere im Verhältnis zu Behörden und politischen Gremien zu beachtende Unterschied zwischen „Theorie und Praxis“.

Die Beurteilung eines Windfarmstandortes auf seine grundsätzliche Eignung ergibt sich i.d.R. aus der Betrachtung einer Vielzahl von sich zum Teil widersprechender Kriterien bzw. Anforderungen. Im Laufe des Planungsprozesses ist daher eine alle Gesichtspunkte ausreichend berücksichtigende, genehmigungsfähige und wirtschaftlich darstellbare Planungsvariante zu entwickeln und umzusetzen. Aufgrund von sich im Laufe der i.d.R. 2 bis 3 Jahre dauernden Planungs- und Genehmigungsphase für eine Windfarm ändernder äußerer Bedingungen und Vorgaben, kann es dabei auch immer wieder erforderlich sein, das Windfarmdesign entsprechend zu modifizieren und anzupassen.

Die wesentlichen Aspekte der Windfarmplanung lassen sich dabei in Form von mehreren Fragen wie folgt zusammenfassen:

  • Windressourcen – welche Windverhältnisse herrschen am Standort?
  • Planerisch-technische Kriterien – welche grundsätzlichen Fragen sind zu klären?Bauplanungsrechtliche Kriterien – ist der Standort für eine Windfarm rechtlich grundsätzlich zulässig?
    • Anlagentyp – welche Windenergieanlage (WEA) passt zum Standort (Windregime, Leistungskurve, Standsicherheit etc.)?
    • Umgebung – sind ausreichende Abstände einzuhalten (zu Siedlungen, technischer Infrastruktur aus Gründen des Immissionsschutzes, Naturschutzbelangen etc.)?
    • Netzverknüpfung – wo und wie kann der erzeugte Windstrom ins Netz eingespeist werden?
    • Wegeinfrastruktur – wie ist der Standort mit Schwerlasttransporten erreichbar?
  • Privatrechtliche Kriterien – wem gehören die Flurstücke und sind sie für den Bau der Windfarm verfügbar (zu machen)?
  • Überschlägige Wirtschaftlichkeitsbetrachtung – lohnt sich am konkreten Standort eine Windfarm wirklich?

Die Antworten auf die i.d.R. für alle Windenergieprojekte stets gleichen maßgeblichen Fragen sind im Planungsprozess projekt- und (bundes-)länderspezifisch jeweils neu zu suchen und zu finden.

Die im Rahmen jedes Planungsschrittes stets im Auge zu behaltende Rentabilität und der cash flow eines Windfarmstandortes ergibt sich im Wesentlichen aus den drei Parametern Investitionssumme (Realisierungs- und Planungskosten), laufende Einnahmen (Stromertrag / Stromverkauf) sowie laufende Ausgaben (Flächensicherung, Betriebsführung, Instandhaltungsaufwendungen etc.).

In, jeweils dem aktuellen Planungsstand entsprechenden, cash flow-Modellen (CFM) auf Basis von möglichst realistischen Schätzwerten (Base Case) kann jeder Projektentwickler bzw. Kapitalgeber individuell für sich entscheiden, ob eine Fortführung des Windenergieprojektes sinnvoll erscheint. Um die Sensitivität des Modells auf Veränderungen aber auch Fehleinschätzungen hinsichtlich der maßgeblichen Modellparameter zu prüfen, werden i.d.R. mehrere sog. Stress-Szenarien mit unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten dem Base Case gegenübergestellt.

Hauptaufgabe einer technischen Due Diligence, i.d.R. im Auftrag eines Projektentwicklers, eines Investors oder einer Bank, ist neben der Prüfung der Vollständigkeit, Richtigkeit und Angemessenheit der Projektdokumentation bzw. der durchgeführten Planungsschritte insgesamt, die Identifizierung und Bewertung von technischen Projektrisiken im Hinblick auf Realisierungschancen und Wirtschaftlichkeit der betrachteten Windfarmplanung. Dabei ist unter ‚Risiko’ in diesem Zusammenhang immer das Zusammenspiel von ‚Schadensausmaß’ und ‚Eintrittswahrscheinlichkeit’ zu verstehen.

Wie auch im Bereich der Projektentwicklung einer Windfarm, lassen sich die wesentlichen Aspekte dabei in Form von mehreren stets maßgeblichen Fragen zusammenfassen (siehe obige Ausführungen), wobei sich zusätzliche Aspekte überwiegend aus projektspezifisch abgeschlossenen Verträgen ergeben. Insbesondere im Zusammenhang mit technischen Gewährleistungs- und Garantievereinbarungen in Verbindung mit Pönalen bei deren Nichteinhaltung ist neben der sachgerechten Widerspiegelung im cash flow-Modell, besonderer Wert auf die tatsächliche Umsetzbarkeit des vertragskonformen Nachweises der Nichteinhaltung auch nach Errichtung der Windfarm zu legen.

Die Antworten auf die i.d.R. für alle Windenergieprojekte stets gleichen maßgeblichen Fragen sind im Prüfungsprozess projekt-, (bundes-)länder- und auftraggeberspezifisch jeweils neu zu suchen, zu geben und zu bewerten.

Da es keine ‚risikolosen’ Projekte gibt, bleibt abschließend festzuhalten: nur wer das Risiko kennt, das er eingeht, kann eine bewusste und angemessene Entscheidung treffen; wer unbekannte Risiken eingeht, wird langfristig keinen Erfolg haben.

Dr. Ingo Ewald, Büro für Erneuerbare Energien (www.die-ee.de) erläutert für das Haus der Technik : Die grundsätzlichen Themen und Fragen, die bei jeder Windfarmplanung zu betrachten bzw.... mehr erfahren »
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Dr. Ingo Ewald, Büro für Erneuerbare Energien (www.die-ee.de) erläutert für das Haus der Technik:

Die grundsätzlichen Themen und Fragen, die bei jeder Windfarmplanung zu betrachten bzw. beantworten sind, sind im Allgemeinen stets die Gleichen und bilden das strukturelle Gerüst des Seminars Windfarmplanung und Projektprüfung beim Haus der Technik.

Um die Realisierungschancen für ein Windenergieprojekt direkt zu Beginn des Planungsprozesses abschätzen zu können, ohne bereits viel Zeit in eine aufwendige Detailanalyse investieren zu müssen, ist i.d.R. eine Überblicksbetrachtung der wesentlichen Aspekte hilfreich und vor allem ausreichend. Aufbauend auf einer ersten Beurteilung sind dann, nach der Entscheidung die Planung tatsächlich anzugehen, die einzelnen Gesichtspunkte weiter zu detaillieren und vertieft zu analysieren. Im Laufe des Planungsprozesses wird es aufgrund der Vielzahl der zu berücksichtigenden Einzelaspekte i.d.R. immer wieder zu Änderungen der Planungsentwürfe kommen. Gerade dies ist die Herausforderung des Planers, denn es gilt unter Beachtung der sich verändernden Bedingungen, Anforderungen und auftauchenden Hemmnisse stets eine planerisch sinnvolle und vor allem insgesamt umsetzbare und zweckmäßige Planungsalternative zu entwickeln.

Die Herangehensweise an die Standortsuche in Deutschland hat sich dabei in den letzten Jahren deutlich verändert, denn die überwiegend technischen Kriterien, wie Windgeschwindigkeit, Netzverknüpfung und Immissionsschutz sind zunehmend durch bauplanungsrechtliche Vorgaben in den Hintergrund gedrängt worden. Die Entscheidung für einen Standort alleine aufgrund der Eignung unter technisch-planerischen Gesichtspunkten ist nahezu unmöglich geworden. Dahingegen sind bauplanungsrechtlich vorgegebene Standorte aus technischen Gesichtspunkten nicht immer als ideal zu bezeichnen - häufig sind politisch motivierte Argumente bei der Entscheidung gleich hoch oder sogar höher gewichtet worden als fachliche Kriterien.

Nichtsdestotrotz behandelt das Seminar Windfarmplanung und Projektprüfung die technisch-planerischen Aspekten, denn diese sind nach wie vor fachliche Grundlagen jeder Standortwahl, liegen i.d.R. zumindest auch in Grundzügen den bauplanungsrechtlichen Festlegungen der relevanten Bauleitplanung zu Grunde und sie sind insbesondere im internationalen Umfeld weiterhin die bestimmende Richtschnur.

Doch was zeichnet einen „geeigneten Windfarmstandort“ aus und vor allem, was unterscheidet ihn von einem „ungeeigneten“?

Kurz zusammengefasst kann die Antwort lauten: die Möglichkeit eine genehmigungsfähige Planung umzusetzen, die wirtschaftlich darstellbar ist - denn die „schönste“ Windfarmplanung ist letztendlich „wertlos“ ohne die Chance auf eine wirtschaftliche Umsetzung. Daher darf während des gesamten Planungsprozesses, trotz aller auftauchenden planerisch-technischen und rechtlichen Hindernisse, die Frage der Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verloren werden.

Zweiter wesentlicher Aspekt, der sich durch den gesamten Planungsprozess zieht, ist der insbesondere im Verhältnis zu Behörden und politischen Gremien zu beachtende Unterschied zwischen „Theorie und Praxis“.

Die Beurteilung eines Windfarmstandortes auf seine grundsätzliche Eignung ergibt sich i.d.R. aus der Betrachtung einer Vielzahl von sich zum Teil widersprechender Kriterien bzw. Anforderungen. Im Laufe des Planungsprozesses ist daher eine alle Gesichtspunkte ausreichend berücksichtigende, genehmigungsfähige und wirtschaftlich darstellbare Planungsvariante zu entwickeln und umzusetzen. Aufgrund von sich im Laufe der i.d.R. 2 bis 3 Jahre dauernden Planungs- und Genehmigungsphase für eine Windfarm ändernder äußerer Bedingungen und Vorgaben, kann es dabei auch immer wieder erforderlich sein, das Windfarmdesign entsprechend zu modifizieren und anzupassen.

Die wesentlichen Aspekte der Windfarmplanung lassen sich dabei in Form von mehreren Fragen wie folgt zusammenfassen:

  • Windressourcen – welche Windverhältnisse herrschen am Standort?
  • Planerisch-technische Kriterien – welche grundsätzlichen Fragen sind zu klären?Bauplanungsrechtliche Kriterien – ist der Standort für eine Windfarm rechtlich grundsätzlich zulässig?
    • Anlagentyp – welche Windenergieanlage (WEA) passt zum Standort (Windregime, Leistungskurve, Standsicherheit etc.)?
    • Umgebung – sind ausreichende Abstände einzuhalten (zu Siedlungen, technischer Infrastruktur aus Gründen des Immissionsschutzes, Naturschutzbelangen etc.)?
    • Netzverknüpfung – wo und wie kann der erzeugte Windstrom ins Netz eingespeist werden?
    • Wegeinfrastruktur – wie ist der Standort mit Schwerlasttransporten erreichbar?
  • Privatrechtliche Kriterien – wem gehören die Flurstücke und sind sie für den Bau der Windfarm verfügbar (zu machen)?
  • Überschlägige Wirtschaftlichkeitsbetrachtung – lohnt sich am konkreten Standort eine Windfarm wirklich?

Die Antworten auf die i.d.R. für alle Windenergieprojekte stets gleichen maßgeblichen Fragen sind im Planungsprozess projekt- und (bundes-)länderspezifisch jeweils neu zu suchen und zu finden.

Die im Rahmen jedes Planungsschrittes stets im Auge zu behaltende Rentabilität und der cash flow eines Windfarmstandortes ergibt sich im Wesentlichen aus den drei Parametern Investitionssumme (Realisierungs- und Planungskosten), laufende Einnahmen (Stromertrag / Stromverkauf) sowie laufende Ausgaben (Flächensicherung, Betriebsführung, Instandhaltungsaufwendungen etc.).

In, jeweils dem aktuellen Planungsstand entsprechenden, cash flow-Modellen (CFM) auf Basis von möglichst realistischen Schätzwerten (Base Case) kann jeder Projektentwickler bzw. Kapitalgeber individuell für sich entscheiden, ob eine Fortführung des Windenergieprojektes sinnvoll erscheint. Um die Sensitivität des Modells auf Veränderungen aber auch Fehleinschätzungen hinsichtlich der maßgeblichen Modellparameter zu prüfen, werden i.d.R. mehrere sog. Stress-Szenarien mit unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten dem Base Case gegenübergestellt.

Hauptaufgabe einer technischen Due Diligence, i.d.R. im Auftrag eines Projektentwicklers, eines Investors oder einer Bank, ist neben der Prüfung der Vollständigkeit, Richtigkeit und Angemessenheit der Projektdokumentation bzw. der durchgeführten Planungsschritte insgesamt, die Identifizierung und Bewertung von technischen Projektrisiken im Hinblick auf Realisierungschancen und Wirtschaftlichkeit der betrachteten Windfarmplanung. Dabei ist unter ‚Risiko’ in diesem Zusammenhang immer das Zusammenspiel von ‚Schadensausmaß’ und ‚Eintrittswahrscheinlichkeit’ zu verstehen.

Wie auch im Bereich der Projektentwicklung einer Windfarm, lassen sich die wesentlichen Aspekte dabei in Form von mehreren stets maßgeblichen Fragen zusammenfassen (siehe obige Ausführungen), wobei sich zusätzliche Aspekte überwiegend aus projektspezifisch abgeschlossenen Verträgen ergeben. Insbesondere im Zusammenhang mit technischen Gewährleistungs- und Garantievereinbarungen in Verbindung mit Pönalen bei deren Nichteinhaltung ist neben der sachgerechten Widerspiegelung im cash flow-Modell, besonderer Wert auf die tatsächliche Umsetzbarkeit des vertragskonformen Nachweises der Nichteinhaltung auch nach Errichtung der Windfarm zu legen.

Die Antworten auf die i.d.R. für alle Windenergieprojekte stets gleichen maßgeblichen Fragen sind im Prüfungsprozess projekt-, (bundes-)länder- und auftraggeberspezifisch jeweils neu zu suchen, zu geben und zu bewerten.

Da es keine ‚risikolosen’ Projekte gibt, bleibt abschließend festzuhalten: nur wer das Risiko kennt, das er eingeht, kann eine bewusste und angemessene Entscheidung treffen; wer unbekannte Risiken eingeht, wird langfristig keinen Erfolg haben.

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