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Seminar

FMEA – Effiziente System- und Risikoanalyse

In sieben Schritten Risiken und Chancen für Produkte und Prozesse sorgfältig bewerten

FMEA – Effiziente System- und Risikoanalyse
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Sie lernen zunächst die Grundlagen und Rahmenbedingungen der FMEA-Methode kennen. Welche... mehr

FMEA – Effiziente System- und Risikoanalyse

Sie lernen zunächst die Grundlagen und Rahmenbedingungen der FMEA-Methode kennen.

  • Welche Gründe sprechen für den Einsatz der FMEA (regulatorische Anforderungen verschiedener Branchen wie z. B. Automotive, Medizintechnik und rechtliche Aspekte wie z. B. Produkthaftung, Kostenersparnis durch Fehlervermeidung, Know-How-Sicherung, Wissensmanagement) und wie bettet man sie in das QM-System (Chancen und Risiken nach ISO 9001) organisatorisch ein?
  • Worin unterscheiden sich eine Produkt- und eine Prozess-FMEA?
  • Welche Rahmenbedingungen (Teamzusammensetzung, Dokumente, Vorbereitungsarbeiten, Moderation, Software-Einsatz, erfolgskritische Faktoren) führen zu einer erfolgreichen Umsetzung?

Das Seminar zeigt Ihnen, wie Sie durch ein pragmatisches und praxisorientiertes Vorgehen eine FMEA in sechs Schritten durchführen (Risikofilter und Fokuswahl, Strukturanalyse, Funktionsanalyse, Fehleranalyse, Maßnahmenanalyse und -bewertung, Optimierung).

In Gruppenarbeit erstellen Sie eine Produkt- und eine Prozess-FMEA, präsentieren Ihr Ergebnis und diskutieren die Schwierigkeiten und offenen Fragen bei der FMEA-Erstellung (u. a. Risikobewertung, Genauigkeit und Aussagekraft einer RPZ, Alternativen zur RPZ, Risikomatrizen, Aufgabenprioritäten, Tiefgang der Analyse, Nachhaltigkeit von Maßnahmen, Abgrenzung Produkt- zu Prozess-FMEA, FMEA-Moderation).

Zum Abschluss erfahren Sie, wie Sie die Methode weiterentwickeln können (z. B. Risikomatrix vs. RPZ) und welche Wechselwirkungen und -beziehungen zu anderen Methoden (z. B. Fehlerbaumanalyse, Poka Yoke, SWOT, 8D, Six Sigma) bestehen.

Der Ausblick auf aktuelle Entwicklungen und die Möglichkeit, teilnehmereigene Fragestellungen zu diskutieren, runden das Programm ab.

Zum Thema

Fundierte Risikoanalysen gehören seit jeher zu den Sorgfaltspflichten, die ein produzierendes Unternehmen erfüllen muss. Dies gilt ganz besonders für die Entwicklung und Produktion sicherheitsrelevanter Produkte und Systeme. Systematisches Risikomanagement ist in einschlägigen Regelwerken wie IEC 61508, ISO 26262, IATF 16949, AIAG, VDA, ISO 14971 u.v.a. explizit gefordert. ISO 9001:2015 fordert darüber hinaus einen durchgängigen „risikobasierten Ansatz“ zur Identifikation von Risiken und Chancen im gesamten Unternehmen. Ein weiterer Impuls kommt vom neuen "FMEA-Handbuch", das 2019 von AIAG und VDA herausgegeben wurde.

Die weitverbreitete FMEA (Fehlermöglichkeits- und einflussanalyse) ist die ideale Methode, dieser Forderung auf höchst effiziente Weise nachzukommen. Äußerst wichtig dabei ist der richtige Umgang mit diesem Werkzeug, damit der Einsatz der FMEA einen echten Mehrwert erzeugt. Das Seminar vermittelt die Kompetenz zur gezielten und regelkonformen Anwendung der FMEA.

 

USP

  • Produkt- und Prozess-FMEA
  • FMEA in 7 Schritten
  • intensives Lernen in Kleingruppen

 

Programm

Tag 1, 09:00 bis 17:30 Uhr

Grundlagen und Rahmenbedingungen u.a. regulatorische Anforderungen und organisatorische Voraussetzungen

FMEA-Durchführung: Produkt-FMEA (System-FMEA, Design-FMEA)

  • Vorstellung der sieben Schritte an einem allgemeinen Beispiel
  • Erarbeitung einer Produkt-FMEA durch die Teilnehmer in Kleingruppen
  • Präsentation und kritische Durchsprache der Gruppenergebnisse
  • Probleme bei der FMEA-Durchführung (Erkenntnisse aus der Gruppenarbeit)
  • Formale Aspekte der erstellten FMEA („Auditfestigkeit“)
  • Themenspeicher, offene Fragen, Zusammenfassung und Feedback 



Tag 2, 08:30 bis 16:00 Uhr

Rückblick und Feedback 1. Tag, neue Fragen, Themenspeicher

FMEA-Durchführung: Prozess-FMEA

  • Vorstellung der sieben Schritte an einem allgemeinen Beispiel
  • Erarbeitung einer Prozess-FMEA durch die Teilnehmer in Kleingruppen
  • Präsentation und kritische Durchsprache der Gruppenergebnisse
  • Probleme bei der FMEA-Durchführung (Erkenntnisse aus der Gruppenarbeit)
  • Formale Aspekte der erstellten FMEA („Auditfestigkeit“)


Allgemeines zu Schwierigkeiten und offenen Fragen bei der FMEA-Erstellung, wie z. B.  

  • Kritische Erfolgsfaktoren bei der FMEA-Durchführung
  • Breite der Abdeckung vs. Tiefgang der Analyse
  • Abgrenzung Produkt/Prozess
  • Motivation des FMEA-Teams


Ausblick und sonstige Themen: Weiterentwicklung, andere Methoden etc.

 

Zielsetzung

  • Die Teilnehmer verfügen über grundlegende Kenntnisse und kennen den Nutzen, die Einsatzgebiete, aber auch die Grenzen der FMEA-Methode.
  • Die Teilnehmer wissen, wie eine FMEA praxisgerecht und pragmatisch durchgeführt und gleichzeitig die formale Korrektheit bewahrt wird.
  • Die Teilnehmer sind in der Lage, als Auditoren beispielsweise im Rahmen von Lieferantenaudits FMEAs kritisch zu hinterfragen und auf methodische Korrektheit zu überprüfen.

Teilnehmerkreis

Führungskräfte und Mitarbeiter aus dem Qualitätsmanagement, der Qualitätssicherung, der Produktentwicklung, der Konstruktion, der Prozessentwicklung und -qualifizierung sowie Auditoren zur Beurteilung des sachgerechten Risikomanagements

Das Seminar ist branchenübergreifend konzipiert und beispielsweise relevant für den Automobilbereich, den Fahrzeugbau, die Luftfahrtindustrie, den Maschinenbau, die Elektronikindustrie und die Medizintechnik.

Weiterführende Links zu "FMEA – Effiziente System- und Risikoanalyse"

Referenten

Prof. Dr. Manfred Hopfenmüller

Professor für Qualitätsmanagement und Statistik, Ostbayerische Technische Hochschule (OTH), Regensburg

Nach dem Studium der Physik und Promotion in Polymerphysik war Herr Dr. Hopfenmüller mehrere Jahre in der Elektroindustrie tätig, wo er sich zunächst mit Werkstofftechnik, später mit Qualitätsmanagement und QM-Methoden befasste. 1992 wurde er als Professor für Qualitätsmanagement und Statistik an die damalige FH Regensburg berufen. Neben seiner Lehrtätigkeit in technischen und betriebswirtschaftlichen Studiengängen trägt er seit 1999 als QM-Beauftragter Verantwortung für die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems der OTH. Sein wissenschaftliches Interesse gilt besonders der Integration und Verschlankung von Managementsystemen sowie der Zusammenführung und praxisgerechten Anwendung von Methoden und Tools. Seit Beginn seiner Hochschultätigkeit ist Herr Professor Hopfenmüller im Technologie- und Wissenstransfer aktiv. Als Trainer und Berater unterstützt er Unternehmen verschiedenster Branchen zu den Themen Qualitätsmanagement, QM-Werkzeuge und -Methoden, Statistik und Anwendung statistischer Tools. Wichtig ist ihm dabei der „Blick über den Tellerrand“, also das branchen- und technologieübergreifende Lernen.

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