FUNKTIONALE SICHERHEIT (SIL) - mit intensiven Übungen

Befähigte Person zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen (Fachkunde) HAZOP/PAAG, Risikograph, Risikomatrix, LOPA
– Begrenzt auf max. 6 Teilnehmer –

Veranstaltungstyp: Seminar

SIL Funktionale Sicherheit hdt.de©Micha-Fotolia.com
2-tägiges Intensivseminar zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen - in kleinem Kreis (max. 6... mehr
Informationen "FUNKTIONALE SICHERHEIT (SIL) - mit intensiven Übungen"
2-tägiges Intensivseminar zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen - in kleinem Kreis (max. 6 Teilnehmer) zur Erarbeitung praktischer Vorgehensweisen mit intensivem Übungsanteil für HAZOP/PAAG, Risikograph, Risikomatrix, LOPA

Zielsetzung

Funktionale Sicherheit basiert auf risikobasierten Methoden und Daten und ist von großer Bedeutung für die Umsetzung risikobasierter Anforderungen aus dem EU-Regelwerk, insbesondere der SEVESO III RL.

 

Der Teilnehmer soll verstehen,

  • eine Risikomatrix mit im Unternehmen akzeptierten Risiko-Toleranzkriterien und Eintrittshäufigkeiten aufzustellen,
  • eine HAZOP-Studie durchzuführen,
  • Szenarien mit besonderer Gefährdung über die Risikomatrix zu ermitteln
  • für diese mit einer LOPA-Studie den erforderlichen Risiko-Minderungsfaktor (Z,B. 10-1 für SIL 1, 10-2 für SIL 2, 10-3 für SIL 3 ) für die SIL-Anforderung zu ermitteln,
  • die so gewonnenen SIL-Anforderung mit derjenigen auf dem Wege über den Risikographen nach VDI VDE 2180 zu vergleichen
  • Festlegung von Schutzeinrichtungen anhand der gewonnen Erkenntnisse
  • Planung der möglichen Ausführung der Schutzeinrichtung mit Komponentenauswahl
  • rechnerischer Nachweis der Anforderungen von Herstellerangaben zu Bauteilen zu durchzuführen


Inhalt

Teil I. Voraussetzungen: Methoden zur Risiko-Erfassung und Maßnahmenauswahl
(Dipl.-Ing. Univ. Rainer Semmler)

  • HAZOP/PAAG- Studien als Gefährdungsbeurteilung: Erfassen von Gesamtanlagen und Prozessen (Betreiben, Instandhaltung, Prüfungen; Sicherheitsmanagement)
  • Regelwerk: BetrSichV 2015, GefStoffV 2015, OHSAS 18001,ISO 14001:2015, Seveso III u.a .mit Fokus auf Risikomanagement
  • Risiko-Toleranzkriterien und Risikomatrix nach IEC 61511, Risikograph nach VDI VDE 2180
  • LOPA: Eintrittshäufigkeit von auslösenden Ereignissen (Initiating Event (IE)) Unabhängigkeit von Schutzebenen (Independent Layer of Protection (IPL)), Häufigkeiten von Versagen bei Anforderung(PFD)
  • Schritt 1 zu SIL : Sicherheitsanforderungen an Sicherheitsintegrität,

Teil II. Anwendungen der Funktionalen Sicherheit
(Dipl.-Ing. Hans Dieter Schwender, TÜV SÜD Industrie Service GmbH, Kaiserslautern)

  • Sicherheitstechnische Systeme und Sicherheitslebenszyklus
  • Schritt 2 SIL Assessment: Ausfallwahrscheinlichkeit und Systemstruktur des Sicherheits-Integritätslevel (SIL) - Wenn dieses Risiko mit einer PLT- Schutzeinrichtung beherrscht werden soll, muss für diese eine der SIL-Einstufung gemäße Ausfallwahrscheinlichkeit im Anforderungsfall (PFD) rechnerisch nachgewiesen werden.
  • Schritt 3 Konfiguration der Sicherheitsketten: Planung und Realisierungs-Phase im Sicherheitslebenszyklus,
  • Schritt 4 SIL-Nachweis: Da Schutzeinrichtungen in der Regel aus mehreren Geräten, z. B. einem Sensor, einer Steuerung und einem Aktor (z. B. Stellventil)aufgebaut werden, reicht es nicht, für die einzelnen Komponenten entsprechende SIL-Zertifikate zu dokumentieren, sondern der SIL-Nachweis muss für den
  • kompletten Steuerkreis (Loop) geführt werden.

Teil III. Übungen
Anhand von Beispielen werden Problemstellungen über den gesamten Bereich von der Gefahrenanalyse bis zum rechnerischen Nachweis durchgeführt:

  • HAZOP-Beispiele in verschiedenen Gefahrenfeldern (Druck, Temperatur, Überfüllung, Innenleckage, Außenleckage,  Ex-Gemisch und Zündquelle, Brandherde und Brandweiterleitung),
  • Aufstellung verschiedener  Risikomatritzen für Unternehmen verschiedener Branchen (Erdölraffinerien, Chemie- und Pharma-Industrie, Textilindustrie, Papierindustrie)
  • Aufbauend auf HAZOP: Nutzung von Risikograph, LOPA-Verfahren und Risikomatrix zur SIL-Spezifikation für Szenarien aus den o.a. Gefahrenfeldern
  • Berechnungsbeispiele für SIL-Nachweise


Zum Thema

Die Anforderungen an die SIL-Stufe einer Schutzeinrichtung ergeben sich aus einer HAZOP/PAAG-Studie in Kombination mit a) Risikograph z.B. nach VDI VDE 2180 oder-hier bevorzugt- b) mit Risikomatrix/ Layer of Protection Analysis (LOPA).
 

Teilnehmerkreis

Personen, die die Befähigung zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen(Fachkunde)erlangen oder vertiefen möchten, Betreiber/Planer/ Sicherheitsverantwortliche und PLT-Experten von Prozess-Anlagen, Hersteller von Prozess-Technik. Branchenbezug: Chemie-/Pharma-, Raffinerien, Papier-, Textil-, Kunststoff-, Waschmittel-Industrie,

Hinweise Aufgrund der Übungen und der intensiven fachlichen Diskussion hat das Seminar eine... mehr
Hinweise

Aufgrund der Übungen und der intensiven fachlichen Diskussion hat das Seminar eine Teilnehmerbegrenzung auf max. 6 Teilnehmer. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung.

Fachliche Fragen zu Ihren Praxisbeispielen richten Sie bitte frühzeitig zur Weiterleitung an die Referenten an:

Dipl.-Ing. Brigitte Doleschel, b.doleschel@hdt.de.

Dipl.-Ing. Univ. Rainer Semmler, TÜV SÜD Chemie Service GmbH, Frankfurt mehr
Leiter
Dipl.-Ing. Hans-Dieter Schwender
TÜV SÜD Industrie Service GmbH, Kaiserslautern
Referent
Dipl.-Ing. Univ. Rainer Semmler
TÜV SÜD Chemie Service GmbH, Frankfurt
  • FUNKTIONALE SICHERHEIT (SIL) - mit intensiven Übungen Im Intensivseminar mit max. 6 Teilnehmern wird nach Grundlagenvermittlung intensiv mit Beispielen von Gefahrenanalyse zum rechnerischen Nachweis ge... Essen (Haus der Technik) Hollestr. 1 Essen 45127 DE
  • FUNKTIONALE SICHERHEIT (SIL) - mit intensiven Übungen Im Intensivseminar mit max. 6 Teilnehmern wird nach Grundlagenvermittlung intensiv mit Beispielen von Gefahrenanalyse zum rechnerischen Nachweis ge... Essen (Haus der Technik) Hollestr. 1 Essen 45127 DE
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