Grundlagen der stochastischen Zuverlässigkeitstechnik

Seminar und Workshop

Veranstaltungstyp: Seminar

SIL Funktionale Sicherheit hdt.de© YouraPechkin – istockphoto.com
Sie lernen die Begriffswelt der stochastischen Zuverlässigkeitstechnik kennen und werden in die... mehr
Informationen "Grundlagen der stochastischen Zuverlässigkeitstechnik"
Sie lernen die Begriffswelt der stochastischen Zuverlässigkeitstechnik kennen und werden in die Lage zu versetzt, selbstständig weitergehende Arbeiten auf dem Gebiet der stochastischen Zuverlässigkeitstechnik durchzuführen.
Inhalt

1.Tag: Seminar zu den theoretischen Grundlagen (Frontalunterricht)

 

2.Tag: Theoretische Grundlagen (Frontalunterricht)

am Nachmittag Workshop zu Markov-Modellen, stochastischen Petrinetzen und Monte-Carlo Analyse (Übungen am PC)

 

Es kann auch sinnvoll sein, nur an einem Tag teilzunehmen (z.B. wenn das theoretische Wissen bereits vorhanden ist oder nur die Begriffswelt der Zuverlässigkeitstechnik von Interesse ist).

Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an.

 

Folgende Themen werden behandelt: 

  • Betrachtungen zu den Begriffen "Zufall" und "Wahrscheinlichkeit"
  • Mathematische Grundlagen zur Wahrscheinlichkeitsrechnung
  • Exponential-Verteilung und Weibull-Verteilung
  • Begriffe und beschreibende Größen der Zuverlässigkeitstechnik
  • Ausfallverhalten elektronischer und mechanischer Komponenten
  • Stichprobenprüfung (dieses Thema wird nur sehr knapp und rudimentär behandelt)
  • Bewertung des Systemverhaltens auf Basis der Komponenten-Daten
  • Herleitung von Berechnungsformeln zur Zuverlässigkeitstechnik, insbesondere der Formeln zur PFD/PFH-Berechnung nach EN 61508 Teil 6
  • Erneuerungstheorie (nur Erneuerungsdichtefunktion des gewöhnlichen Erneuerungsprozesses)
  • Numerische Methoden (Markov-Modelle, stochastische Petrinetze, Monte Carlo Simulation)

Zum Thema

Technische Systeme können in ihrer Funktion versagen. Ein solches Versagen kann eine systematische Fehlerursache haben oder aufgrund eines zufälligen Bauteilausfalls auftreten. Im Rahmen dieses Seminars werden ausschließlich Ausfälle behandelt, die aufgrund zufälliger Fehler stattfinden. Hierbei wird ausgehend von der Frage "Was ist Zufall?" die Begriffswelt der stochastischen Zuverlässigkeitstechnik dargestellt. Wo immer möglich, werden Begriffe anhand anschaulicher Beispiele und Allegorien erklärt. Mathematische Formeln und Begriffsdefinitionen werden bei Bedarf ausführlich hergeleitet. An einigen Stellen sind mathematische Kenntnisse auf Abiturniveau erforderlich, um die Herleitungen vollständig nachvollziehen zu können. Da die mathematischen Zusammenhänge und Ergebnisse darüber hinaus auch anschaulich interpretiert und erklärt werden, sind die Seminarinhalte jedoch auch zu verstehen, ohne die mathematische Herleitung bis ins Detail nachzuvollziehen.

 

Sowohl vom inhaltlichen Umfang als auch von der Art der Darstellung her unterscheidet sich dieses Seminar von anderen Veranstaltungen zum Thema Zuverlässigkeitstechnik. Es wird insgesamt vergleichsweise wenig Stoff behandelt, dieser wird dafür aber ausführlicher und anschaulicher erklärt als dies bei Seminaren dieser Art üblicherweise der Fall ist. Das Seminar ist gedacht für Personen, die sich gründlich in das Thema einarbeiten wollen und neben der reinen Anwendung von Formeln zur Berechnung bestimmter Zuverlässigkeitskenngrößen auch eine anschauliche und begreifbare Vorstellung der relevanten Begriffe aus der Zuverlässigkeitstechnik anstreben. Ziel des Seminars ist es u.a., die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, ausgehend von dem Erlernten selbstständig weitergehende Arbeiten auf dem Gebiet der stochastischen Zuverlässigkeitstechnik durchführen zu können. 

Teilnehmerkreis

Mitarbeiter, die die Planung und Bewertung von sicherheitsrelevanten Funktionen durchführen und Führungskräfte, die sich mit den Anforderungen dieser Normen vertraut machen wollen. 

Hinweise Software-Werkzeuge, die im Workshop zum Einsatz kommen:  TimeNET 4.3... mehr
Hinweise

Software-Werkzeuge, die im Workshop zum Einsatz kommen: 

 

Die Teilnehmer benötigen einen Laptop, falls sie selbst die Beispiele praktisch nachvollziehen möchten.

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