Wie werde ich Brandschutzbeauftragter?

Brandschutzbeauftragte werden immer unverzichtbarer. Gesetzlich geschützt ist die Bezeichnung aber bislang nicht. Daher stellt sich die Frage: „Wie wird man eigentlich Brandschutzbeauftragter?“ Im Folgenden geben wir darauf eine Antwort, nennen die maßgeblichen Richtlinien und erläutern die wichtigsten Zusammenhänge.

Warum sind Brandschutzbeauftragte so wichtig?

Insgesamt herrscht beim Thema Brandschutzbeauftragter eine gewisse Unsicherheit. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Bestellung von Brandschutzbeauftragten besteht nur für die wenigsten Unternehmen. Hin und wieder wird der Brandschutzbeauftragte sogar irrtümlich mit einem Brandschutzhelfer gleichsetzt.

Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Brandschutzbeauftragte für die Sicherheit in Unternehmen heutzutage eine zentrale Rolle spielen. Generell sind Brandschutzbeauftragte in Unternehmen Ansprechpersonen für sämtliche Fragen des Brandschutzes. Sie sind es auch, die darauf achten, dass die Brandschutzbestimmungen eingehalten werden.

Für wen ist die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten vorgeschrieben?

In manchen Bundesländern wird die Verpflichtung zur Bestellung von Brandschutzbeauftragten im Rahmen des Baurechts ausgesprochen. Unternehmen, die Gebäude betreiben, in denen sich sehr viele Personen aufhalten – beispielsweise Hotels – und bei denen mit erhöhten Brandgefahren gerechnet werden muss, haben grundsätzlich einen Brandschutzbeauftragten zu bestellen. 

Die Industriebaurichtlinie schreibt die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten für Betreiber eines Industriebaus mit einer Summe der Geschossflächen von insgesamt mehr als 5000 Quadratmetern vor. Die Verkaufsstättenverordnung wiederum schreibt vor, dass der Betreiber einer Verkaufsstätte einen Brandschutzbeauftragten zu bestellen hat.

Kann jedes Unternehmen einen Brandschutzbeauftragten bestellen?

Tatsächlich können grundsätzlich in jedem Betrieb Brandschutzbeauftragte bestellt werden. Der Arbeitgeber beauftragt schriftlich eine Person, die dafür allerdings speziell ausgebildet werden muss. Dabei sollten die betrieblichen Einsatzzeiten schriftlich zwischen Unternehmen und Brandschutzbeauftragten vereinbart werden.

Lohnt sich ein Brandschutzbeauftragter, wenn man nicht zur Bestellung verpflichtet ist? 

Ein Brandschutzbeauftragter lohnt sich auch für alle Unternehmen, die nicht von den vorgenannten Regelungen betroffen sind. Hierzu muss man sich nur die Brandstatistiken vor Augen führen und sich vergegenwärtigen, dass im Falle eines Feuers der Versicherungsschutz oftmals einen wirtschaftlichen Totalschaden nicht verhindern kann. Die Insolvenz ist häufig eine Folge zu langer Betriebsstillstände. Um so wichtiger zu nehmen ist somit auch der gesamte Bereich des angewandten Brandschutzes.

Feuerwehren und Brandversicherer fordern von Unternehmen ebenfalls immer öfter einen Brandschutzbeauftragten. Dessen Bestellung ist somit in jedem Fall eine wichtige betriebliche Maßnahme.

Wer sollte zum Brandschutzbeauftragten bestellt werden?

Brandschutzbeauftragter kann nicht nur werden, wer im jeweiligen Unternehmen beschäftigt ist. Genauso kann ein externer Dienstleister zum Brandschutzbeauftragten bestellt werden. Die Anforderungen hinsichtlich der Qualifikation und Ausbildung sind in beiden Fällen gleich. Wichtig ist aber, dass – egal für welche Lösung man sich entscheidet – die Zuständigkeiten exakt definiert und im Rahmen der Bestellung schriftlich festgehalten werden.

Wie ist die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten in Deutschland geregelt?

Der Begriff „Brandschutzbeauftragter“ sowie die entsprechende Ausbildung sind gesetzlich nicht eindeutig festgelegt beziehungsweise geschützt. Durchgesetzt hat sich in Deutschland die vfdb-Richtlinie 12-09/01-2009-03. Sie stammt von der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. und regelt – entsprechend dem Titel – die Bestellung, Aufgaben, Qualifikation und Ausbildung von Brandschutzbeauftragten. Wortgleich wurde sie ebenfalls als DGUV Information 205-003 und VdS 3111 veröffentlicht.

 

HDT-Veranstaltungsempfehlung:
Seminare und Weiterbildungen für Brandschutzbeauftragte

 

Was sind die Voraussetzungen für die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten?

Voraussetzung für die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Zusätzlich wird bei Betrieben mit erhöhter Brandgefährdung für den Brandschutzbeauftragten eine besondere Qualifikation empfohlen, also etwa eine feuerwehrtechnische Ausbildung, eine Ausbildung als Werkfeuerwehrmann/-frau beziehungsweise zur Fachkraft für Arbeitssicherheit oder ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium mit Studienschwerpunkt Brandschutz.

Was sind die konkreten Aufgaben von Brandschutzbeauftragten? 

Die zentrale Aufgabe des Brandschutzbeauftragten ist es, den Unternehmer in allen Fragen des Brandschutzes zu beraten und zu unterstützen.

Zudem wirkt ein Brandschutzbeauftragter in Abhängigkeit der im Einzelfall vorgenommenen Aufgabendefinition zum Beispiel bei der Gefährdungsbeurteilung mit und erstellt Inhalte von brandschutzrelevanten Betriebsanweisungen sowie Brandschutzordnungen. Praktische Löschübungen sowie die Unterweisung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Bedienung von Löscheinrichtungen und im Verhalten bei einem Brandfall gehören ebenfalls zum Aufgabenspektrum von Brandschutzbeauftragten.

Welche Weiterqualifizierungen für Brandschtzbeauftragte bieten sich an?

Für Brandschutzbeauftragte, die sich fachlich weiterqualifizieren wollen, bietet sich die Ausbildung zum Brandschutz-Manager an. Sie befähigt die Teilnehmenden unter anderem, brandschutztechnische Gefährdungsbeurteilungen zu erstellen sowie Brandschutzkonzepte zu verstehen und umzusetzen. Die Weiterbildung wird nicht nur für Brandschutzbeauftragte empfohlen. Sie bietet sich auch für Geschäftsführer*innen, Fachkräfte für Arbeitsschutz/Arbeitssicherheit, Betriebsleiter*innen, Produktionsleiter*innen, qualifizierte Brandschutzhelfer*innen, Architekt*innen, Bauingenieur*innen und Betriebsratsmitglieder an.

Darüber hinaus ist es für Brandschutzbeauftragte entscheidend, das eigene Fachwissen durch die regelmäßige Teilnahme an einer Weiterbildung für Brandschutzbeauftragte aufzufrischen. Das HDT bietet diese Fortbildung nach vfdb-Richtlinie 12-09/01 bundesweit an verschiedenen Orten an.  

Was spricht für eine Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten beim HDT?

Die HDT-Lehrgänge werden von allen Behörden und Versicherungen sowie von der Industrie und Feuerwehr anerkannt. Durchgeführt werden die Ausbildungen zum Brandschutzbeauftragten von einem qualifizierten und langjährig berufserfahrenen Referentenstamm. 

Gemäß vfdb-Richtlinie soll die Ausbildung 64 Unterrichtseinheiten umfassen. Das HDT richtet sich nach diesen Vorgaben. 8 Unterrichtseinheiten pro Tag dürfen nicht mehr überschritten werden. Der Lehrgang muss somit zwingend mindestens 8-tägig sein.

In den HDT-Lehrgängen wird selbstverständlich auf die aktuelle Rechtslage eingegangen. Hier arbeitet das HDT auch eng mit den Feuerwehren Essen, Bochum, München, Lübeck und Berlin zusammen, um die Qualität der Ausbildung hochzuhalten. Eine Löschübung sorgt außerdem für Praxisnähe. 

Qualitätssicherung wird beim HDT groß geschrieben

Zur Qualitätssicherung der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten ist das HDT Mitglied im Verein der Brandschutzbeauftragten in Deutschland e. V. (vbbd), in der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb) und im BFSB Bundesvereinigung Fachplaner und Sachverständige für den vorbeugenden Brandschutz e. V. So konnte das HDT bei den jährlich stattfindenden „Essener Brandschutztagen“ den 1. Vorsitzenden des vbbd, Lars-Oliver Laschinsky, gewinnen. Weiterhin ist der Präsident der vfdb, Dipl.-Ing. Dirk Aschenbrenner, ständiger Gastredner in Essen.

 

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Diese Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten nach vfdb-Richtlinie 12-09/01: 2014-08 (03) und nach der DGUV Information 205:003 zertifiziert Sie nach erfolgreicher schriftlicher Prüfung zum anerkannten Brandschutzbeauftragten.
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