
Industrieverpackungen effizient gestalten und Kosten senken
Steigende Material-, Lager-, Prozess- und Transportkosten machen Industrieverpackungen zu einem relevanten Hebel für Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig müssen technische Produkte und Bauteile bei Handhabung, Lagerung und Transport zuverlässig
geschützt werden. Das Seminar zeigt praxisnah, wie Unternehmen Materialeinsatz, Verpackungsgröße, Polsterung und betriebliche Abläufe systematisch bewerten und verbessern, ohne die Schutzfunktion zu gefährden.
Ausgangspunkt ist ein belastbares Anforderungsprofil, das Produkteigenschaften, Empfindlichkeiten, Transportwege, Lagerbedingungen und Handhabung berücksichtigt. Darauf aufbauend werden geeignete Verpackungsmaterialien und Schutzkonzepte verglichen. Betrachtet werden außerdem Leerraum, Variantenvielfalt, Packplatz, Materialbereitstellung, Verpackungszeit, Umrüstung, Ausschuss und ergonomische Handhabung. Dadurch werden Kostenpotenziale sichtbar, die über den reinen Packmittelpreis hinausgehen.
Ein durchgängiges Fallbeispiel unterstützt den Praxistransfer. Die Teilnehmenden erstellen einen Verpackungssteckbrief, bewerten Optimierungsansätze und priorisieren Maßnahmen nach Nutzen, Aufwand, Risiko und verfügbarer Datenlage. Eigene Verpackungsbeispiele können vorab eingereicht und ausgewählte Fälle in das Seminar aufgenommen werden. Material- und Volumenreduzierungen werden dabei zugleich als Beitrag zu Ressourceneffizienz und nachhaltigeren Verpackungslösungen eingeordnet.
Zum Thema
Industrieverpackungen schützen Produkte und Bauteile bei Handhabung, Lagerung und Transport.
Gleichzeitig beeinflussen Materialauswahl, Verpackungsgröße, Polsterung und Schutzaufbau die Packmittelkosten, den Arbeitsaufwand, den Lagerbedarf und das Transportvolumen. Wirtschaftliche Verbesserungen entstehen daher selten durch den isolierten Austausch eines Packstoffs. Entscheidend ist ein anforderungsgerechtes Gesamtkonzept, das Produktschutz, Materialeinsatz und betriebliche Abläufe gemeinsam bewertet. Dazu gehören mechanische Belastungen, Oberflächen- und Feuchtigkeitsschutz, Leerraum, Variantenvielfalt, Packprozesse und Schadensrisiken. Das Seminar vermittelt einen strukturierten Ansatz, mit dem Unternehmen bestehende Industrieverpackungen analysieren, Kosten- und Effizienzpotenziale identifizieren und Verbesserungsmaßnahmen fundiert priorisieren. Ressourceneffizienz und nachhaltigere Lösungen ergeben sich dabei als messbarer Zusatznutzen.
Zielsetzung
Das Seminar vermittelt einen systematischen Ansatz zur wirtschaftlichen Bewertung und Optimierung von Industrieverpackungen. Die Teilnehmenden entwickeln belastbare Anforderungsprofile, vergleichen Material- und Schutzkonzepte und erkennen Kostenpotenziale bei Material, Volumen und Prozessen. Maßnahmen werden nach Nutzen, Aufwand, Risiko und Datenlage priorisiert, ohne den erforderlichen Produktschutz zu gefährden.
Teilnehmerkreis
Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte produzierender Unternehmen, die Industrieverpackungen planen, auswählen, beschaffen, einsetzen oder weiterentwickeln.
Angesprochen sind insbesondere Verantwortliche aus:
- Produktion und Arbeitsvorbereitung
- Logistik und Supply Chain
- Einkauf
- Verpackungsentwicklung und Konstruktion
- Qualitätsmanagement
- Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz
Das Seminar eignet sich für Teilnehmende, die Verpackungskosten und Prozessaufwand reduzieren und zugleich einen anforderungsgerechten Produktschutz sicherstellen möchten.
Programm
Ablauf, Teilnehmendenerwartungen und durchgängiges Fallbeispiel
Funktionen, Zielkonflikte und Kosten über den Packmittelpreis hinaus
Empfindlichkeiten, Transport, Lagerung, Handhabung und Datenfragen
Mechanische Belastungen, Oberflächen- und Feuchtigkeitsschutz
Faserlösungen, Kunststoffe, Polster- und weitere Schutzmaterialien
Füllgrad, Überdimensionierung, Lagerbedarf und Transportvolumen
Packplatz, Bereitstellung, Verpackungszeit, Umrüstung und Ergonomie
Wanddicken, Flächengewichte, Schutzaufbauten und Schadensrisiken
Verpackungssteckbrief, Bewertung und Priorisierung von Maßnahmen
Referenten
Prof. Dr. Markus Schmid ist Professor für Prozesstechnik und Prozessdesign sowie Leiter des Sustainable Packaging Institute (SPI). Er promovierte im Bereich Lebensmittelverpackungstechnik und verfügt über Erfahrung am Fraunhofer IVV. Seine Ausbildung als Metzgermeister, Diplom-Ingenieur für Lebensmitteltechnologie und Betriebswirt des Handwerks verbindet wissenschaftliche Tiefe mit technischer Umsetzung und wirtschaftlicher Bewertung. In seiner nebenberuflichen freiberuflichen Tätigkeit unter Food Innovations – and beyond gestaltet er Vorträge, Seminare und wissenschaftliche Workshops für die Lebensmittel- und Verpackungsindustrie sowie weitere Branchen.
Hinweise
Interaktives eintägiges Online-Seminar mit Fallarbeit, Austausch und Transferphasen. Teilnehmende können eigene Verpackungsbeispiele und Fragestellungen vorab einreichen. Ausgewählte Fälle werden – soweit sie sich für die gemeinsame Bearbeitung eignen und keine vertraulichen Informationen enthalten – in das Seminar aufgenommen.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Do. 07.09.2028, 17:00 Uhr
Digitaler Campus
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Uwe Schröer
u.schroeer@hdt.de
+49 201 1803-388