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Messunsicherheit in Mess- und Prüfprozessen

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Messunsicherheit in Mess- und Prüfprozessen

Sie lernen die Definitionen, Begriffe und Normen der DIN EN ISO 9001:2015 und ISO/TS 16949 sowie deren gesetzlichen und vertraglichen Forderungen an die Messunsicherheit und Konformität kennen. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Methoden zur Bestimmung der Messunsicherheit nach GUM (DIN V ENV 13005) sowie die Analyse und der Nachweis der Eignung von Messmittel, Messsystemen und Messprozessen. Ein Leitfaden zum praktisches Vorgehen bei der Berechnung der Unsicherheit runden das Thema ab. 

Zum Thema

Eine Messung hat das Ziel, einen Schätzwert für den wahren Wert der betreffenden Messgröße zu bestimmen. Dieser Schätzwert, ein einzelner Messwert, kann Bestand-teil des Messergebnisses sein. Um dem wahren Wert möglichst nahe zu kommen, wird der Messwert jedoch in der Regel aus einer Reihe von Einzelmessungen mittels statistischer Auswertungsverfahren berechnet, z.B. als arithmetischer Mittelwert. Für jede Messung müssen das Messverfahren und das Auswertungsverfahren eindeutig definiert und die Genauigkeit bekannt sein. Entsprechend aktuell gültiger Normen und Richtlinien ist die Angabe eines Messergebnisses nur dann vollständig, wenn neben dem Messwert auch die Messunsicherheit angegeben ist. Sie gibt als statistische Größe die mögliche Abweichung des Messwertes vom wahren Wert der Messgröße an.
Im industriellen Bereich nimmt die Forderung nach Angaben des vollständigen Messergebnisses unter Nennung der zugehörigen Messunsicherheit zu. Allerdings herrscht heute immer noch eine große Unsicherheit, wie und mit welchem Aufwand die Messunsicherheit in der Praxis untersucht und bestimmt wird.

 

USP

  • Eignung von Messsystemen
  • Messunsicherheiten nach GUM
  • Praktische Übungen und Fallbeispiele

 

Programm
 
Tag 1, 09:00 - 17:30 Uhr
 
1. Definitionen, Begriffe und Normen zur Messunsicherheit
(Forderungen der DIN EN ISO 9001:2015; Bedeutung in der Praxis)
 
2. Methoden zur Bestimmung der Messunsicherheit
(Grundlagen des ISO/IEC Guide 98-3 (GUM); Bestimmung der „Unsicherheit beim Messen“)
 
3. Überwachung und Kalibrierung der Mess- und Prüfmittel
(Forderungen an Prüf- und Kalibrierlaboratorien; Dokumentation in Prüf- und Kalibrierscheinen)
 
4. Messsystem- und Messprozessanalyse
(Modellierung und Auswertung; Analyse und Bewertung; Bewertung der Streuquellen)
 
5. Messunsicherheit und Fortpflanzung des Fehlers
(Regeln; Unabhängige und abhängige Größen; Fehlerfortpflanzungsgesetz von Gauß)
 
6. Aufstellen des Messunsicherheitsbudgets
(Bestimmung der Unsicherheitskomponenten; Ermittlungsmethoden A und B; Statistische Verteilungen; Technologischen Einflüsse)
 
Ab 18:30 Uhr: Stadtführung und gemeinsames Abendessen


Tag 2, 08:30 bis 16:00 Uhr
 
7. Messunsicherheit und Konformität
(Forderungen der ISO/TS 16949 und VDA Band 5; Branchenspezifische Forderungen)
 
8. Qualitätsforderung und Konformitätsnachweis
(Eignungskennwerte und Forderung der DIN EN ISO 14253; Messunsicherheit an den Toleranzgrenzen)
 
9. Eignungsnachweise von Messmittel, Messsystemen und Messprozessen
(Eignung nach DIN EN ISO 9001:2015; Analyse der Messsystemeignung (MSA); Nachweis der Eignung in dynamischen Prozessen)
 
10. Ursachenanalyse und Maßnahmen
(Maßnahmen bei nicht bestandenem Eignungsnachweis; Umfang und Aufwand; Vorgehen und Einsatz von Werkzeugen)
 
11. Praktische Übungen und Fallbeispiele
 (Qualitätsforderungen an Produkte und Herstellungsprozesse; Toleranzen richtig festlegen und Produktivität steigern; Kleinste prüfbare Toleranz; Qualität und Konformitätsnachweis)

 

Zielsetzung

In Form von Vorträgen erlernen Sie die Theorie und trainieren in Übungen und Kleingruppen an praktischen Beispielen die Anwendung der Methoden und Werkzeuge. 
Bringen Sie eigene Beispiele mit. Diese werden innerhalb des Seminars aufgegriffen.
Die Arbeitsergebnisse werden in Fotoprotokollen dokumentiert und Ihnen nach dem Seminar zur Verfügung gestellt.

 

Teilnehmerkreis

Verantwortliche und Mitarbeiter aus den Bereichen Management, Qualitätssicherung, Entwicklung, Konstruktion, Fertigungsplanung und Arbeitsvorbereitung. Auditoren und QM-Beauftragte. Mitarbeiter von Prüf- und Kalibrierlaboren, Ingenieurbüros und beratenden Unternehmen.

 

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Referenten

Prof. Dr.-Ing. Benno Kotterba

Beratung-Training-Projektbegleitung, Karlsruhe

Prof. Dr.-Ing. Benno Kotterba leitet das Institut für Assistenzsysteme und Qualifizierung (iAQ e.V.), Karlsruhe. Er ist Mitverfasser des DGQ-Bandes 13-61 „Prüfmittelmanagement - Planen, Organisieren und Verbessern von Prüfprozessen“. Seit Jahren trainiert er Personen und Teams in Methoden und Anwendungen von Qualitäts-, Prozess- und Projektmanagement.

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