Optische Technologien im Fahrzeug

Veranstaltungstyp: Seminar

Sensoren Antennen Aktoren hdt.de
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Informationen "Optische Technologien im Fahrzeug"
Sie lernen den typischen Entwicklungsprozesse von optischen Systemen in der Automobilindustrie kennen. Das Wissen über die optischen Systeme dient dazu, effizient mit Kunden, Lieferanten und den anderen Bereichen im Unternehmen zusammenzuarbeiten.
Zielsetzung

Die Teilnehmer bekommen einen Überblick über typische Entwicklungsprozesse von optischen Systemen (Schwerpunkt Kamera-Systeme und Beleuchtung) in der Automobilindustrie. Sie erlernen Optik-Grundlagen, um optische Systeme zu spezifizieren, um effizient mit Kunden, Lieferanten und den anderen Bereichen im Unternehmen zusammenzuarbeiten.  Dabei wird auf die Rolle der Entwickler innerhalb des Unternehmens in der Zusammenarbeit mit Produktion, Produktionsplanung, Qualität, Einkauf und in den SE-Teams eingegangen.

Inhalt
  • Überblick Entwicklung in der Automobilindustrie
    • Entwicklungsbereiche (HW, SW, Mechanik, Optik)
    • Entwicklungsprozesse (Lastenheft, A-Muster, ...)
    • Qualität nach ISO/TS 16949 (FMDA, PPAP, Spezifikationsprüfung, 8d, ...)
  • Überblick Optik-Anwendungen
    • Kamera-basiert
    • Sensorik
    • Innenraumbeleuchtung
    • Scheinwerfer
  • Vertiefte Optik-Grundlagen
    • Lichtentstehung und -detektion
    • Brechung, Dispersion, Beugung
    • Transmission und Absorption (Lambert-Beer)
    • Abbildung
    • Fresnel-Formeln und Polarisation
  • Spezifikation von optischen Komponenten (u.a. auch ISO 10110, ISO 12233, EMVA 1288)
Zum Thema

Optische Systeme in Fahrzeugen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Bereits heute gibt es viele bekannte Produkte mit optischen Komponenten im Fahrzeug, von einfachen Tasten-Beleuchtungen über komplexe Scheinwerfer oder optischer Sensorik bis hin zu modernen Innenraum-Beleuchtungen oder Kamera-Systemen.

Dennoch: während die Entwicklung rein elektronischer, mechanischer oder mechatronischer Produkte in der Automobilindustrie seit vielen Jahrzehnten etablierten Prozessen folgt, ist dies für Produkte mit optischen Komponenten nicht im gleichen Maße der Fall. Dies spiegelt sich auch in der Anzahl und Verbreitung der in Optik ausgebildeten Mitarbeiter wider und zwar nicht nur in der Entwicklung, sondern gerade auch in anderen Bereichen wie Produktion, Qualität und Einkauf, sowohl bei Zulieferern als auch bei den OEMs.

 

Dabei sind Optik-Produkte schwierig zu spezifizieren und zu charakterisieren. Die Definition eines sauberen Pflichten- und Lastenheftes stellt für Kunde und Lieferant eine große Herausforderung dar. Es fehlen automobilgerechte Optik-Normen, der Zusammenhang zwischen Optik-KPI und Anwendung ist häufig nicht herzustellen und die Messmethoden sowie die Toleranzgrenzen müssen für jedes einzelne Kriterium neu verhandelt werden. Die technologische Entwicklung im Bereich Lichtquellen und Sensoren schreitet schnell voran und jede neue Technologie-Generation bringt ihre eigenen Erfordernisse mit.

 

Um Mitarbeitern den Einstieg in die Welt der optischen Produkte zu erleichtern, bietet diese Veranstaltung daher eine grundlegende Einführung in die automobile Optikentwicklung. Dabei wird ein Überblick über die normalen Entwicklungsprozesse unter Berücksichtigung der Qualitätsnorm  ISO/TS 16949 gegeben. Den Schwerpunkt bilden jedoch die relevanten Optikgrundlagen sowie die Möglichkeiten optische Komponenten und Produkte zu spezifizieren. 

Teilnehmerkreis

Hauptzielgruppe sind Mitarbeiter im Bereich Entwicklung optischer Produkte (Konstrukteure, Physiker, auch HW uns SW) in der Automobilindustrie. Die Veranstaltung richtet sich aber auch an Mitarbeiter der Qualitätssicherung, Produktionsplaner und Einkäufer, welche in den Bereich optischer Produkte neu einsteigen.

Hinweise Zum Referenten: Studium und Promotion in Physik, Schwerpunkt Optik 7... mehr
Hinweise

Zum Referenten:

  • Studium und Promotion in Physik, Schwerpunkt Optik
  • 7 Jahre Optik-Entwicklung in der der Automobilindustrie (Regensensoren, Kamerasysteme)
  • seit 2013 Professor für Physik an der Hochschule Düsseldorf mit Schwerpunkt Optik (und Erneuerbare Energien)
  • Mitglied im VDI-Normungsgremium Fertigungsgerechtes Optikdesign
  • Mitglied der IEEE Working Group P2020 Standard for Automotive System Image Quality
  • Mitglied der SPIE (Society of Photo-Optical Instrumentation Engineers)
  • Ausbildung zum Laserschutzbeauftragten
Leiter
Prof. Dr. rer. nat. Alexander Braun
Fachbereich Elektro- & Informationstechnik EI, Hochschule Düsseldorf
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