Prüfungen von Ex-Anlagen - Pflichten, Inhalte, Befähigung

Explosionsschutz für Betreiber von Maschinen, Geräten und Anlagen

Veranstaltungstyp: Seminar

Explosionsschutz hdt.de
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Informationen "Prüfungen von Ex-Anlagen - Pflichten, Inhalte, Befähigung"
Prüfungen in Ex-Anlagen, Prüfobjekte, Prüfinhalte, Prüfarten, Prüfanlässe und Prüffristen werden konkret und praxisgerecht behandelt. Die Prüfungen von Geräten werden für alle relevanten Zündschutzarten umsetzungsnah diskutiert.

Zielsetzung

Das Seminar vermittelt die Basis zur konkreten Festlegung von Prüfungen in bzw. von Anlagen in explosionsgeschützten Bereichen (Ex-Anlagen), wie es in der Betriebssicherheitsverordnung verlangt wird. Die Teilnehmer erwerben das Wissen, wie Prüfinhalte, Prüfarten, Prüfanlässe und Prüffristen sowie Prüfer einerseits rechtlich und technisch korrekt, andererseits organisatorisch und wirtschaftlich optimal festgelegt werden. 

Inhalt

Die Betriebssicherheitsverordnung, aber auch die Gefahrstoffverordnung, schreiben Prüfungen von und in Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen („Ex-Anlagen“) vor. In den aktuellen Fassungen, seit dem Jahr 2015, ist das Thema Prüfungen beträchtlich vertieft und erweitert worden. Außerdem werden Vorgaben an die Qualifikation der Prüfer gemacht. Die Anforderungen sind sehr allgemein formuliert. Das Seminar liefert die Basis für die vom Gesetzgeber geforderten notwendigen Konkretisierungen durch den Betreiber der Ex-Anlagen.

Das Seminar startet mit einer Übersicht zu den rechtlichen Anforderungen an die Prüfungen von Ex-Anlagen, die im Wesentlichen in der Betriebsicherheitsverordnung enthalten sind. Dabei sind auch die allgemeinen An-forderungen an Arbeitsmittel unter dem Blickwinkel der Explosionsgefähr-dung einbezogen, um zu einer abgeschlossenen Behandlung der Prüfung von Ex-Anlagen zu kommen.

Prüfungen sind im Explosionsschutzdokument konkret zu dokumentieren, darauf wird kurz eingegangen. Dabei sind Prüfarten, Prüfanlässe, Prüffristen für die wiederkehrenden Prüfungen spezifisch für jedes Prüfobjekt schriftlich vorzugeben. Zweckmäßigerweise wird das alles in Prüfplänen erfasst. Das wird umfassend und praxisnah behandelt. Ebenso sind die Anforderungen an die Prüfer festzulegen. Die verschiedenen Möglichkeiten im Rahmen der Vorgaben der Betriebssicherheitsverordnung dazu, was unter wirtschaftlichen Aspekten von großem Interesse ist, werden erläutert.

Von größter Bedeutung ist die Prüfung von explosionsgeschützten Geräten. Der Explosionsschutz wird durch verschiedene Zündschutzarten gewährleistet, die wiederkehrend oder z. B. nach Instandsetzung (Reparatur) auf Integrität zu prüfen sind. Daher behandelt das Seminar sequentiell die Zündschutzarten, die in der Praxis am meisten zu finden sind: Druckfeste Kapselung, Überdruckkapselung, Flüssigkeitskapselung, Erhöhte Sicher-heit, Vergusskapselung, Schwadenhemmende Kapselung, Eigensicherheit, Zündschutzart n, Konstruktive Sicherheit und Zündquellenüberwachung bei brennbaren Gasen und Dämpfen, sowie die Zündschutzarten, die bei Ex-Schutz bezüglich Staub eingesetzt werden.

Der Umfang der Diskussion richtet sich nach der Bedeutung der jeweiligen Zündschutzart. In allen Fällen werden das Prinzip und die für die Prüfpraxis bedeutsamen Merkmale diskutiert. Damit ist die Basis für die nachfolgenden umsetzungsnahen Ausführungen zu den Prüfinhalten und Prüfarten bei wiederkehrenden Prüfungen, Wartung, Reparatur sowie Änderungen gegeben. Anwendungsbeispiele veranschaulichen die Ausführungen.

Ex-Anlagen bestehen meistens nicht nur aus Geräten, sondern beinhalten auch explosionsschutzrelevante andere Arbeitsmittel und auch Gebäudeteile. Dabei ist die Zündquelle Elektrostatik von größtem Interesse. In drei auf das Seminar verteilte Beiträge werden die wichtigsten Prüfungen mit Hilfe von Experimenten erläutert. Schließlich wird auch auf die Prüfung von Schutzsystemen und Sicherheitsvorrichtungen eingegangen.

Zum Thema

Für Ex-Anlagen - das können explosionsgeschützte Geräte, Schutzsysteme, Sicherheitsvorrichtungen, Verbindungselemente und Gebäudeteile sein - sind in der Betriebssicherheitsverordnung Prüfungen verschiedenster Art vorgeschrieben. Dazu gehören vor allem regelmäßig wiederkehrende Prüfungen. Der Betreiber hat die häufig als schwierig erkannte Aufgabe, die Inhalte der Prüfungen und die Prüffristen konkret, detailliert und individuell z. B. für jedes explosionsgeschützte Gerät oder ex-relevante Gebäudeteil festzulegen und zu dokumentieren. Darüber hinaus hat er die Qualifikation an die Prüfer – das müssen nicht in jedem Fall sogenannte Zur Prüfung befähigte Personen sein – festzulegen. Die Seminarinhalte sind genau auf die Lösung dieser Aufgabe zugeschnitten: praxisnah, präzise und so kurz wie möglich. 

Teilnehmerkreis
  • Fach- und Führungskräfte aus produzierenden Unternehmen, Entwickler und Hersteller von elektrischen und elektronischen Geräten, Komponenten, Betriebsmitteln und Anlagen
  • Planer, Betriebsleiter, Technische Leiter, Betriebs- und Projektingenieure, Konstrukteure, Werkstattleiter, Sicherheitsingenieure, Zur Prüfung befähigte Personen, Sachverständige, Gutachter, Explosionsschutzbeauftragte

Leiter
Dr.-Ing. Bruno Bieker
Bieker & Bieker Elektronik, Drolshagen
Referent
Dr. rer. nat. Adeline Bieker
Bieker & Bieker Elektronik, Drolshagen
Programm Tag 1, 09:00 bis 17:30 Uhr Übersicht zu den rechtlichen Anforderungen an die... mehr
Programm

Tag 1, 09:00 bis 17:30 Uhr


Übersicht zu den rechtlichen Anforderungen an die Prüfung von Ex-Anlagen

Explosionsschutzdokument und Prüfungen

Prüfarten, Prüffristen und Prüfpläne

Anforderungen an die Prüfer / die zur Prüfung befähigten Personen

Druckfeste Kapselung, Merkmale und Prüfungen

Überdruckkapselung, Merkmale und Prüfungen

Prüfung von Oberflächenwiderständen (mit Experimenten)  

Stadtführung und gemeinsames Abendessen
Knüpfen Sie neue Kontakte, tauschen Sie Wissen aus und lassen Sie den Seminartag zusammen mit anderen Seminarteilnehmern in gemütlicher Atmosphäre ausklingen 

Tag 2, 08:30 bis 16:45 Uhr


Flüssigkeitskapselung, Merkmale und Prüfungen

Erhöhte Sicherheit, Merkmale und Prüfungen

Vergusskapselung, Merkmale und Prüfungen

Schwadenhemmende Kapselung, Merkmale und Prüfungen

Eigensicherheit und eigensichere Systeme, Merkmale und Prüfungen

Prüfung von Durchgangswiderständen und Ableitwiderständen (mit Experimenten)

Zündschutzart „n“, Merkmale und Prüfungen

Konstruktive Sicherheit, Merkmale und Prüfungen

Zündquellenüberwachung, Merkmale und Prüfungen

Prüfung von isolierenden Beschichtungen (mit Experimenten)

Zündschutzarten zu Stäuben und Flusen, Merkmale und Prüfung

Prüfung von Schutzsystemen und Sicherheitsvorrichtungen  
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  • Konkretisierung der Prüfungsinhalte
  • Festlegung von Prüffristen in der Praxis
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Dipl.-Phys. Helmut Reff

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