Werkstoffe - Normen - Seminare

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Umwandlung der nationalen DIN-Normen in die regionalen EN- oder weltweit gültigen ISO-Normen

Normung ist gemäß DIN 820 Teil 1 die planmäßige, durch die interessierten Kreise gemein-schaftlich durchgeführte Vereinheitlichung von materiellen und immateriellen Gegenständen zum Nutzen der Allgemeinheit. Die Normung darf nicht zu einem wirtschaftlichen Sondervorteil einzelner führen.
Sie fördert die Rationalisierung und die Sicherung der Qualität in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Verwaltung. Sie dient der Sicherheit von Menschen und Sachen sowie der Qualitätsverbesserung in allen Lebensbereichen.

  Umwandlung der nationalen DIN-Normen in die regionalen EN- oder weltweit gültigen ISO-Normen Normung ist gemäß DIN 820 Teil 1 die planmäßige, durch die interessierten... mehr erfahren »
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Umwandlung der nationalen DIN-Normen in die regionalen EN- oder weltweit gültigen ISO-Normen

Normung ist gemäß DIN 820 Teil 1 die planmäßige, durch die interessierten Kreise gemein-schaftlich durchgeführte Vereinheitlichung von materiellen und immateriellen Gegenständen zum Nutzen der Allgemeinheit. Die Normung darf nicht zu einem wirtschaftlichen Sondervorteil einzelner führen.
Sie fördert die Rationalisierung und die Sicherung der Qualität in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Verwaltung. Sie dient der Sicherheit von Menschen und Sachen sowie der Qualitätsverbesserung in allen Lebensbereichen.

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Zertifizierungs- und Zulassungsverfahren sowie Produktnormung in USA und Kanada Zer­ti­fi­zie­rungs- und Zu­las­sungs­ver­fah­ren so­wie Pro­dukt­nor­mung in USA und Ka­na­da
Vermittlung der rechtlichen Rahmenbedingungen für den rechtskonformen Marktzugang zum nordamerikanischen Markt. Erläuterung der Marktüberwachungsbehörden und akkreditierte Prüf- und Überwachungsstellen.
Normen hdt.de Ame­ri­ka­ni­schen Nor­men und Werk­stoff­be­zeich­nun­gen im Ver­gleich zu eu­ro­päi­schen Werk­stof­fen
Regelwerke der ASTM (American Soc. for Testing and Materials), ANSI (American National Standards Inst.), SAE (Society of Automotive Eng.), AISI (American Iron and Steel Inst.), SAE AMS (Soc. of Automotive Eng. - Aerospace Material Specifications).

Die Normung wird auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene durchgeführt. Bei den nationalen Normen handelt es sich um DIN-Normen, die in der Bundesrepublik Deutschland durch das Deutsche Institut für Normung mit Hauptsitz in Berlin herausgegeben werden.

Die bisherigen regionalen Normen (EU) galten im Gebiet der EG, hatten aber in nur wenigen Fällen, z. B. EU 20 oder EU 163, Bedeutung.

Für die internationalen Normen (ISO) ist die International Organisation for Standardization zuständig. Das Zentralsekretariat hat seinen Sitz in Genf. Zur Zeit sind über 150 Länder in der ISO vertreten. Übersetzungen des Namens Internationale Organisation für Normung ergeben verschiedene Abkürzungen, abhängig von der Sprache, zum Beispiel: IOS (International Organization for Standardization) auf Englisch oder OIN (Organisation internationale de normalisation) auf Französisch. Deshalb wählte man die einheitliche Kurzbezeichnung ISO, die vom griechischen Wort „isos“ abstammt, das „gleich“ bedeutet. Somit ist die Kurzbezeichnung in jedem Land und jeder Sprache einheitlich.

Zukünftig werden von den Ländern (CEN-Mitglieder) die europäischen Normen (EN) erarbeitet, die verbindlich in die nationalen Normen innerhalb der EG und auf freiwilliger Basis innerhalb der EFTA übernommen werden. Es wird angestrebt, möglichst viele ISO-Normen, die ja weltweit gültig sind, in die EN-Normen zu übernehmen.

Aufgrund der Tatsache, dass zukünftig die europäischen Normen die nationalen Normen ersetzen, wird kurz die Erstellung der EN-Normen von den dafür zuständigen Gremien be-schrieben.

Bisher war die regionale Normung für Eisen und Stahl auf die europäische Wirtschaftsge-meinschaft beschränkt und die Normungsarbeit bei der EG-Kommission angesiedelt. Seit 1986 trat insofern eine Änderung ein, daß jetzt die Normung für Eisen- und Stahlerzeugnisse dem europäischen Komitee für Normung (CEN) als Unterorganisation mit der Bezeichnung “Europäisches Komitee für Eisen- und Stahlnormung (ECISS)“ angeschlossen ist.

Diese Organisation umfasst nicht nur die EG, sondern auch die EFTA-Länder. Der Len-kungsausschuss für die Normungsarbeit ist der Koordinierungsausschuss COCOR (Commi-sion de Coordination), unter dem z. Z. 25 technische Kommitees tätig sind.

Normen über allgemeine Richtlinien
Die erste, sehr wichtige Norm aus dieser Gruppe wäre die DIN EN 10020 - Begriffsbestim-mungen für die Einteilung der Stähle -. Diese Norm definiert den Begriff Stahl und beschreibt die Einteilung der Stahlsorten nach der chemischen Zusammensetzung und zum Teil nach der Verwendung. Die Hauptunterteilung erfolgt in unlegierte und legierte Stähle, wobei die unlegierten Stähle in Grund-, Qualitäts- und Edelstähle; die legierten Stähle lediglich in Qua-litäts- und Edelstähle unterteilt werden.

In DIN EN 10079 - Begriffsbestimmungen für Stahlerzeugnisse - werden sämtliche Erzeug-nisse, beginnend mit Roherzeugnissen, also flüssiger oder fester Rohstahl, über Halbzeug bis zu den Fertigerzeugnissen, definiert.
DIN EN 10027 Teil 1, 2 und 3 - Bezeichnungssysteme für Stahl - befindet sich für Teil 3 in Arbeit. Teil 1 dieses Normenentwurfes beschreibt die allgemeinen Grundsätze für die Ver-wendung und Anwendung der Teile 2 und 3. Der Teil 2 beinhaltet ein Nummernsystem, das auf Grundlage der Stahl-Eisen-Liste, d. h. unseres Deutschen Nummernsystems, erstellt wurde.

Prüfnormen
Prüfnormen beschreiben z. B. die Entnahme von Proben, Durchführung von Prüfungen bei Zerreiß-, Kerbschlagbiegeprüfung und Biegeprüfung, Bestimmung des Reinheitsgrades, Durchführung von metallografischen Untersuchungen und sonstige mechanisch-technologische Prüfmethoden. Diese Normen dienen zur vereinheitlichten Durchführung von Endkontrollen und dienen zur Beschreibung von Eigenschaften, z. B. in Prüfbescheinigungen. Oftmals werden die internationalen Normen benutzt, wie es sich z. B. bei der Kerbschlagbiegeprobe zeigt, die schon in ihrem Namen ISO-V-Probe den Ursprung erkennen lässt.

Maß- und Toleranznormen
Die Maß- und Toleranznormen regeln für einzelne Erzeugnisformen neben deren Abmaßen und Toleranzen auch oft Gewichtstoleranzen, so dass nicht nur über die Dicke, Breite und Länge eines Erzeugnisses Regelungen vorhanden sind, sondern es auch zusätzlich gewisse Gewichtsbegrenzungen gibt.

Normen für Werkstoffsorten
Diese Normen beschreiben die technischen Lieferbedingungen einzelner Stahlsorten und stellen im Allgemeinen numerisch den größten Anteil.
In diesen Normen werden u. a. Werte für

  • die chemische Zusammensetzung für Schmelz- und Stückanalyse
  • die mechanischen Eigenschaften wie Streckgrenze, Zugfestigkeit und Dehnung
  • Kerbschlagarbeit
  • und andere mechanisch-technologische Eigenschaften 

festgelegt.

So positiv die internationale Normung angesehen werden muss, hat sie aber auch Schwä-chen. Viele Normen enthalten Widersprüche und Merkwürdigkeiten ja sogar Fallstricke. Daher ist es für Fach- und Führungskräfte aus Industrie und Handel, Ingenieure, Konstrukteure, Normenabteilungen, Verantwortliche für Werkstoffannahme und Einkauf äußerst wichtig, die neuen Normen zu kennen und ihre kontinuierliche Überarbeitung zu verfolgen.

Die folgende Abbildung zeigt als Beispiel Veränderungen innerhalb relativ kurzer Zeit bei der wichtigen Gruppe der Baustähle nach EN 10025 Teil 2.

Die Normung wird auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene durchgeführt. Bei den nationalen Normen handelt es sich um DIN-Normen, die in der Bundesrepublik Deutschland... mehr erfahren »
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Die Normung wird auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene durchgeführt. Bei den nationalen Normen handelt es sich um DIN-Normen, die in der Bundesrepublik Deutschland durch das Deutsche Institut für Normung mit Hauptsitz in Berlin herausgegeben werden.

Die bisherigen regionalen Normen (EU) galten im Gebiet der EG, hatten aber in nur wenigen Fällen, z. B. EU 20 oder EU 163, Bedeutung.

Für die internationalen Normen (ISO) ist die International Organisation for Standardization zuständig. Das Zentralsekretariat hat seinen Sitz in Genf. Zur Zeit sind über 150 Länder in der ISO vertreten. Übersetzungen des Namens Internationale Organisation für Normung ergeben verschiedene Abkürzungen, abhängig von der Sprache, zum Beispiel: IOS (International Organization for Standardization) auf Englisch oder OIN (Organisation internationale de normalisation) auf Französisch. Deshalb wählte man die einheitliche Kurzbezeichnung ISO, die vom griechischen Wort „isos“ abstammt, das „gleich“ bedeutet. Somit ist die Kurzbezeichnung in jedem Land und jeder Sprache einheitlich.

Zukünftig werden von den Ländern (CEN-Mitglieder) die europäischen Normen (EN) erarbeitet, die verbindlich in die nationalen Normen innerhalb der EG und auf freiwilliger Basis innerhalb der EFTA übernommen werden. Es wird angestrebt, möglichst viele ISO-Normen, die ja weltweit gültig sind, in die EN-Normen zu übernehmen.

Aufgrund der Tatsache, dass zukünftig die europäischen Normen die nationalen Normen ersetzen, wird kurz die Erstellung der EN-Normen von den dafür zuständigen Gremien be-schrieben.

Bisher war die regionale Normung für Eisen und Stahl auf die europäische Wirtschaftsge-meinschaft beschränkt und die Normungsarbeit bei der EG-Kommission angesiedelt. Seit 1986 trat insofern eine Änderung ein, daß jetzt die Normung für Eisen- und Stahlerzeugnisse dem europäischen Komitee für Normung (CEN) als Unterorganisation mit der Bezeichnung “Europäisches Komitee für Eisen- und Stahlnormung (ECISS)“ angeschlossen ist.

Diese Organisation umfasst nicht nur die EG, sondern auch die EFTA-Länder. Der Len-kungsausschuss für die Normungsarbeit ist der Koordinierungsausschuss COCOR (Commi-sion de Coordination), unter dem z. Z. 25 technische Kommitees tätig sind.

Normen über allgemeine Richtlinien
Die erste, sehr wichtige Norm aus dieser Gruppe wäre die DIN EN 10020 - Begriffsbestim-mungen für die Einteilung der Stähle -. Diese Norm definiert den Begriff Stahl und beschreibt die Einteilung der Stahlsorten nach der chemischen Zusammensetzung und zum Teil nach der Verwendung. Die Hauptunterteilung erfolgt in unlegierte und legierte Stähle, wobei die unlegierten Stähle in Grund-, Qualitäts- und Edelstähle; die legierten Stähle lediglich in Qua-litäts- und Edelstähle unterteilt werden.

In DIN EN 10079 - Begriffsbestimmungen für Stahlerzeugnisse - werden sämtliche Erzeug-nisse, beginnend mit Roherzeugnissen, also flüssiger oder fester Rohstahl, über Halbzeug bis zu den Fertigerzeugnissen, definiert.
DIN EN 10027 Teil 1, 2 und 3 - Bezeichnungssysteme für Stahl - befindet sich für Teil 3 in Arbeit. Teil 1 dieses Normenentwurfes beschreibt die allgemeinen Grundsätze für die Ver-wendung und Anwendung der Teile 2 und 3. Der Teil 2 beinhaltet ein Nummernsystem, das auf Grundlage der Stahl-Eisen-Liste, d. h. unseres Deutschen Nummernsystems, erstellt wurde.

Prüfnormen
Prüfnormen beschreiben z. B. die Entnahme von Proben, Durchführung von Prüfungen bei Zerreiß-, Kerbschlagbiegeprüfung und Biegeprüfung, Bestimmung des Reinheitsgrades, Durchführung von metallografischen Untersuchungen und sonstige mechanisch-technologische Prüfmethoden. Diese Normen dienen zur vereinheitlichten Durchführung von Endkontrollen und dienen zur Beschreibung von Eigenschaften, z. B. in Prüfbescheinigungen. Oftmals werden die internationalen Normen benutzt, wie es sich z. B. bei der Kerbschlagbiegeprobe zeigt, die schon in ihrem Namen ISO-V-Probe den Ursprung erkennen lässt.

Maß- und Toleranznormen
Die Maß- und Toleranznormen regeln für einzelne Erzeugnisformen neben deren Abmaßen und Toleranzen auch oft Gewichtstoleranzen, so dass nicht nur über die Dicke, Breite und Länge eines Erzeugnisses Regelungen vorhanden sind, sondern es auch zusätzlich gewisse Gewichtsbegrenzungen gibt.

Normen für Werkstoffsorten
Diese Normen beschreiben die technischen Lieferbedingungen einzelner Stahlsorten und stellen im Allgemeinen numerisch den größten Anteil.
In diesen Normen werden u. a. Werte für

  • die chemische Zusammensetzung für Schmelz- und Stückanalyse
  • die mechanischen Eigenschaften wie Streckgrenze, Zugfestigkeit und Dehnung
  • Kerbschlagarbeit
  • und andere mechanisch-technologische Eigenschaften 

festgelegt.

So positiv die internationale Normung angesehen werden muss, hat sie aber auch Schwä-chen. Viele Normen enthalten Widersprüche und Merkwürdigkeiten ja sogar Fallstricke. Daher ist es für Fach- und Führungskräfte aus Industrie und Handel, Ingenieure, Konstrukteure, Normenabteilungen, Verantwortliche für Werkstoffannahme und Einkauf äußerst wichtig, die neuen Normen zu kennen und ihre kontinuierliche Überarbeitung zu verfolgen.

Die folgende Abbildung zeigt als Beispiel Veränderungen innerhalb relativ kurzer Zeit bei der wichtigen Gruppe der Baustähle nach EN 10025 Teil 2.

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