Toleranzdesign im Maschinen- und Automobilbau

Veranstaltungstyp: Seminar

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Sie werden befähigt Toleranzgrundsätze zu nutzen, Tolerierungsangaben zu interpretieren sowie... mehr
Informationen "Toleranzdesign im Maschinen- und Automobilbau"
Sie werden befähigt Toleranzgrundsätze zu nutzen, Tolerierungsangaben zu interpretieren sowie richtige Toleranzen (nach DIN,ISO) zu wählen und Baugruppen abzustimmen.
Zielsetzung

Vermittlung der notwendigen Grundlagen und Fertigkeiten, so dass die Teilnehmer befähigt werden, Toleranzgrundsätze zu nutzen, Tolerierungsangaben zu interpretieren sowie richtige Toleranzen (nach DIN,ISO) zu wählen und Baugruppen abzustimmen. 

Inhalt

1. Entstehung von Maß- sowie Form- und Lageabweichungen

2. Geometrische Produktspezifizierung nach ISO 14659 und aktueller Maß- und
Toleranz-Normung

3. Begrifflichkeiten und Definitionen
Längenmaß, Passmaß bzw. Passungen nach ISO 286, Maßtoleranzzone, Geometrie-
Toleranzzone, Toleranzlage, Minimum-Bedingung

4. Dimensionelle Tolerierung nach neuer ISO 14405

5. Zeichnungskonventionen
Maßeintragung, Default ist Zweipunktmaß, toleriertes Element, Geometrie-
abweichungen, theoretisch-exaktes Maß (TED), Bezüge und Bezugsstellen,
Zeichnungsvereinfachung nach DIN 30-10

6. Bezüge und Bezugssysteme nach ISO 5459
Notwendigkeit von Bezügen, 3-2-1-Regel, Referenz-Punkte-System, Lehrdorn/Lehrring,
Messmaschinen-Algorithmen

7. Form- und Lagetoleranzen nach ISO 1101
Formtoleranzen, Profiltoleranzen, Lagetoleranzen, Lauftoleranzen, neue 2D- und 3D-
CAD-Spezifikationen

8. Positionstolerierung nach ISO 5458
Plus-Minus-Toleranzen nach ISO 14405, Positionstoleranzen

9. Allgemeintoleranzen
Spanende Bearbeitung bzw. Ur- und Umformverfahren, Maße und Form und Lage nach
ISO 2768, Toleranzregel nach DIN 30630

10. Tolerierungsprinzipien
Maximum/Minimum-Zustand bzw. Grenze, Paarungsmaß, Taylorscher Prüfgrundsatz,
virtuelles Gegenstück

11. Tolerierungsgrundsätze
Unabhängigkeitsprinzip (ISO 8015),Hüllbedingung, Hüllprinzip (DIN 7167bzw. ISO
14405), Maximum- bzw. Minimum-Material-Prinzip, Wechselwirkungsprinzip nach neuer
ISO 2692

12. Toleranzverknüpfungen durch Maßketten
Arithmetische und statistische Bestimmung von Schließmaß und –toleranz,
Berücksichtigung von Passungen und F+L-Toleranzen

13. Prozessfähigkeit und Toleranzfeldnutzung
Prozessstreubreite, Prozessfähigkeitsindizes, Überprüfung auf Prozessfähigkeit

14. Wahl sinnvoller Form- und Lagetoleranzen
Vorgehensleitfaden, herstellbare Größenordnungen, Kosten und Funktion

15. Technische Oberflächen nach ISO 1302


Diskussion von Tolerierungsbeispielen, beispielhafte Eintragungen und Interpretationen

Anm: Fortsetzung des Seminars mit Teil 2: Statistische Tolerierung, das Seminar kann aber auch alleine besucht werden.
 

Zum Thema

Toleranzen sind für viele Konstrukteure ein ungeliebtes aber notwendiges Übel. In der Herstellung von Bauteilen und der Montage zu Baugruppen spielen jedoch Toleranzen eine maßgebliche Rolle, weil sie die Funktionalität und die Kosten beeinflussen. Auch das gestiegene Qualitätsbewußtsein rückt die Toleranzen in den Mittelpunkt, weil hierüber die Montagesicherheit, Spiel/Verschleiß, Zuverlässigkeit, Lebensdauer und somit das Unternehmensimage verbunden sind.

Die Kenntnisse über Längenbemaßung, Tolerierungsgrundsätze, F+L-Toleranzen Maßkettenberechnungen und messtechnische Nachweise über die Koordinatenmesstechnik sind hingegen oft nicht tief genug gefestigt, um eine funktionsgerechte und wirtschaftliche Bauteilbeschreibung gewährleisten zu können Mit einer zweckgerechten Tolerierung, u. zw. in der Größe, Art und Bezug, können erfahrungsgemäß bis zu 10 % an Fertigungs- und Montagekosten eingespart werden.

In den QM-Regelwerken (z.B. ISO 9000) wird über die Produktspezfizierung der Längenbemaßung und den F+L`s eine große Bedeutung bei bemessen. Viele Unternehmen haben mittlerweile GD&T- Stabsbereiche eingeführt, weil sie erkannt haben, dass die meisten Anlauf-, Herstell- und Montageprobleme ihre Ursache in einer falschen Tolerierung haben. Intention der Veranstaltung ist es daher allen interessierten Fachverantwortlichen die notwendigen Grundlagen zu vermitteln.
 

Teilnehmerkreis

Technische Zeichner, Techniker, Konstrukteure aus dem Maschinen-, Automobil-- und Gerätebau 

Methode

Manuskript, Referat, Diskussion, beispielhafte Anwendungen, Softwareeinsatz 

Leiter
Prof. em. Dr. Bernd Klein
Beratender Ingenieur, Calden
Maßgeschneiderte Lösungen

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  • H110102138
Ihre Vorteile
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  • praxisnah handeln
  • uptodate sein 
Kontakt
Dipl.- Ing.- Päd. Heike Cramer-Jekosch

Dipl.- Ing.- Päd. Heike Cramer-Jekosch berät Sie gerne.

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