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Seminar

VEFK Verantwortliche Elektrofachkraft und Anlagenbetreiber Elektrotechnik

Aufbau und Praxis einer rechtssicheren Organisationsstruktur im Bereich der Elektrotechnik nach DIN VDE 0105-100 und DIN VDE 1000-10

VEFK Verantwortliche Elektrofachkraft und Anlagenbetreiber Elektrotechnik
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29.08.2023 09:00 - 30.08.2023 14:30

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Verantwortliche Elektrofachkräfte (VFEK) sowie Anlagenbetreiber werden in diesem Seminar über... mehr

VEFK Verantwortliche Elektrofachkraft und Anlagenbetreiber Elektrotechnik

Verantwortliche Elektrofachkräfte (VFEK) sowie Anlagenbetreiber werden in diesem Seminar über den Umfang der Ihnen übertragbaren Aufgaben und der damit verbundenen Kompetenzen und Verpflichtungen aufgeklärt. folgende Themen werden behandelt

  • rechtssichere Organisation
  • Kompetenzen und Verpflichtungen
  • Delegation der Aufgaben
  • Pflichtenübertragung
  • Arbeitshilfen für die praktische Umsetzung
  • rechtliche Absicherung

Zum Thema

Alle Unternehmen, die elektrotechnische Einrichtungen planen, errichten, betreiben oder instandhalten, sind gut beraten, wenn sie eine verantwortliche Elektrofachkraft bzw. einen Anlagenbetreiber Elektrotechnik bestellen.

In der betrieblichen Praxis vieler Unternehmen ist es nämlich häufig so, dass der Unternehmer bzw. die Führungskräfte selbst keine Elektrofachkräfte sind und deshalb die Fach- und Führungsverantwortung für den Elektrobereich nicht selbst übernehmen können. In diesem Fall sollte eine verantwortliche Elektrofachkraft vom Unternehmer mit der Leitung des elektrotechnischen Betriebs oder Betriebsteils betraut werden. Die Notwendigkeit, eine oder mehrere verantwortliche Elektrofachkräfte zu beauftragen um den elektrotechnischen Unternehmensbereich rechtssicher zu organisieren, wird in dem Seminar deutlich herausgearbeitet.

Zielsetzung

Im Rahmen des Seminars erfahren Sie „Bewährtes“ und „wichtige Neuerungen“ für verantwortliche Elektrofachkräfte zu Organisation, Delegation und Pflichtenübertragung in Theorie und Praxis.

Sie werden als Elektrofachkraft bzw. als verantwortliche Elektrofachkraft über den möglichen Umfang der Ihnen übertragbaren Aufgaben und der damit einhergehenden Kompetenzen und Verpflichtungen aufgeklärt.

Das Seminar erläutert die juristischen und fachpraktischen Grundlagen der Organisation des elektrotechnischen Betriebsteils und vermittelt zudem konkrete, in der betrieblichen Praxis erprobte, Arbeitshilfen für die praktische Umsetzung.

Die – auf den ersten Blick – eher „trockenen“ Seminarinhalte werden auf sehr praxisnahe Weise vermittelt und vielfach an fundierten Beispielen aus der industriellen Praxis verdeutlicht.

Teilnehmerkreis

Dieses Seminar richtet sich an

  • Elektrofachkräfte
  • verantwortliche Elektrofachkräfte
  • Anlagenbetreiber Elektrotechnik

sowohl aus kleinen und mittleren Unternehmen wie auch aus Konzernen sämtlicher Branchen, die Leitungsfunktionen im elektrotechnischen Bereich übernommen haben oder künftig übernehmen sollen. Auch für Anlagenverantwortliche, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsingenieure sowie nicht elektrotechnisch ausgebildete Führungskräfte, Unternehmer und Geschäftsführer enthält es nützliche Informationen und fundiertes Hintergrundwissen.

Programm

Seminar Tag 1, 09:00 bis 18:00 Uhr

  • VEFK Teil 1
    • Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen
      • EU-Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz, Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), DGUV-Vorschrift 1, DGUV-Vorschrift 3, DIN VDE 0105-100 und DIN VDE 1000-10, Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), diverse Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) und Bekanntmachungen für Betriebssicherheit (BekBS) etc.
      • Resultierendes zweigleisiges Arbeitsschutzsystem in Deutschland
    • Übertragung von Unternehmerpflichten
      • Aufgaben und Pflichten des Unternehmers gemäß oben genannter Regelwerke
      • Delegation von Unternehmeraufgaben
      • Führungsverantwortung im Wesentlichen bestehend aus Organisations-, Auswahl- und Aufsichtsverantwortung nebst entsprechender Dokumentation
      • Präqualifikation, Auswahl, Einsatz und Überwachung von Fremdfirmen
      • Garantenstellung des Unternehmers und der Elektrofachkräfte
      • Weisungsfreistellung der verantwortlichen Funktionsträger
      • Schriftliche Pflichtenübertragung vom Vorgesetzten auf den Mitarbeiter („Bestellung“)
      • Auslegung von interpretationsbedürftigen Regelwerken
      • Haftung, Schadensersatz, Rechtsfolgen in den verschiedenen Rechtsbereichen (Verwaltungs-, Zivil-, Ordnungswidrigkeiten- und Strafrecht)
    • Grundlagen der betrieblichen Organisation im Elektrobereich
      • Beachtung unternehmensbedingt unterschiedlicher Anforderungen (produzierende Unternehmen, dienstleistende Unternehmen, etc.)
      • Aufbau einer rechtssicheren Unternehmensorganisation mit verantwortlicher Elektrofachkraft bzw. verantwortlichen Elektrofachkräften, Elektrofachkräften und Nicht-Fachkräften
      • Organisationsmöglichkeiten im elektrotechnischen Betriebsteil: funktionale, territoriale und gemischte Organisationsform sowie Matrix-Organisation sowie Organisation mit übergeordnetem Elektrosicherheitskoordinator (anstelle einer gesamtverantwortlichen Elektrofachkraft)
      • Praktische Umsetzung im Unternehmen (beispielsweise bezüglich der erforderlichen Dokumente wie Bestellungen, Vertretungsregelungen, Dokumentationen)
      • Erarbeitung einer konkreten Checkliste mit den für die verantwortliche Elektrofachkraft wichtigsten Aufgaben im Elektrobereich
      • Vorstellung von Muster-Gefährdungsbeurteilungen für Arbeitssysteme und zur Prüffristenermittlung
      • Abgrenzung der Funktionen „verantwortliche Elektrofachkraft“ und „Anlagenbetreiber Elektrotechnik“ sowie Auslegung der beiden im Elektrobereich sehr wichtigen Rollen
      • Ausführliche Vorstellung und Bewertung der Rollen Anlagenbetreiber, Anlagenverantwortlicher und Arbeitsverantwortlicher nach DIN VDE 0105-100
      • Interne und externe Vergabe der Rollen nach DIN VDE 0105-100 bis hin zur externen Vergabe der Betreiberschaft von elektrischen Anlagen (beispielsweise im Rahmen der Auftragsvergabe im Bereich der Elektrotechnik - von der Erstunterspannungssetzung über den Probebetrieb bis hin zu Abnahme durch den Auftraggeber)
    • Anforderungsprofile und Auswahlkriterien für in der Elektrotechnik tätige Personen
      • Grundlegende Unterscheidung von Berufs- und Schulabschlüssen und elektrotechnischen Qualifikationsstufen:
      • Berufs- und Schulabschlüsse (Facharbeiter, Geselle, Techniker, Meister, Ingenieur etc.)
      • Elektrotechnische Qualifikationsstufen (Laien, elektrotechnisch unterwiesene Personen, Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, Elektrofachkräfte (in verschiedenen Ausprägungen wie schaltberechtigte Personen oder befähigte Personen nach BetrSichV und TRBS 1203), verantwortliche Elektrofachkraft etc.
      • Zusätzliche Rollen im Bereich des Betriebs von elektrischen Anlagen wie Anlagen- und Arbeitsverantwortliche und Anlagenbetreiber Elektrotechnik
      • Koordinierende Rolle des Elektrosicherheitskoordinators
    • Unterweisung und Ausbildung im Elektrobereich
      • Betrieblicher Aus- und Weiterbildungsplan
      • Mitarbeiter-Qualifikationsdatenbank
      • Qualifikationsüberprüfung und Wissenskontrolle
      • Auswahl unter Beachtung fachlicher und persönlicher Eignung sowie der hierarchischen Stellung im Unternehmen


Seminar Tag 2, 08:00 bis 14:30 Uhr

  • VEFK Teil 2
    • Praktische Einarbeitung und Bestellung von Mitarbeitern im Elektrobereich
      • Planung und Überwachung der praktischen Einarbeitungsphase
      • Einarbeitungspläne für neue Mitarbeiter
      • Inhalt und Form des vollständigen schriftlichen Bestellungsvorgangs am Beispiel der verantwortlichen Elektrofachkraft und der elektrotechnisch unterwiesenen Person
      • Checklisten Qualifikationsüberprüfung und -dokumentation im Rahmen der Bestellung
      • Zusammenstellung der wichtigsten Vorschriftenwerke für verantwortliche Elektrofachkräfte
    • Betriebs- und Arbeitsanweisungen
      • Grundlegendes zum schriftlichen Anweisungswesen als Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung – wann ist eine schriftliche Anweisung erforderlich und welche Anweisungsform ist für welchen Anwendungsfall sinnvoll?
      • Allgemeine betriebliche Kommunikation (Rundschreiben etc.)
      • Betriebs-, Verfahrens-, Arbeits- und Montageanweisungen
    • Schutzkleidung und persönliche Schutzausrüstung bei elektrischen Gefährdungen
      • Körperdurchströmung sowie thermische Gefährdung durch Störlichtbögen gemäß DGUV Information 203-077
      • Ableitung der erforderlichen störlichtbogengeprüften Schutzkleidung aus der Anlagen-Gefährdungsbeurteilung (Störlichtbogen-Energie-Betrachtung)
      • Möglichkeiten und Grenzen von persönlicher Schutzkleidung und Schutzmitteln
    • Prüfung von elektrischen Anlagen, Maschinen und Betriebsmitteln
      • Anforderungen an Prüfpersonal und die Prüfgeräte
      • Ordnungsgemäße Organisation und Dokumentation der Prüfungen
      • Elektrische Anlagen: Umfang, Fristen und Dokumentationen von Erst- und Wiederholungsprüfungen nach DGUV-Vorschrift 3, DIN VDE 0100-600 und DIN VDE 0105-100
      • Elektrische Maschinen: Erst- und Wiederholungsprüfungen von elektrischen Maschinen nach DIN VDE 0113-1 und DIN VDE 0105-100
      • Elektrische Geräte: Prüfung ortsveränderlicher Betriebs- bzw. Arbeitsmittel nach BetrSichV, TRBS 1201, TRBS 1203, DGUV-Vorschrift 3 (ehemals BGV A3), DIN VDE 0701-0702 und DGUV Information 203-071 (ehemals BGI/GUV-I 5190)
    • Arbeiten unter Spannung (AuS) im Niederspannungsbereich
      • Anforderungen nach DIN VDE 0105-100 Abschnitt 6.3 und der DGUV Regel 103-011 (ehe-mals BGR A3 – Arbeiten unter Spannung) normenkonform umsetzen
      • Grundanforderungen an das Arbeiten unter Spannung mit der Zweiteilung:
      • Tätigkeiten, die keine besonderen technischen / organisatorischen Maßnahmen erfordern
      • Tätigkeiten, die besondere technische / organisatorische Maßnahmen erfordern
      • Erstellung von schriftlichen Arbeitsanweisungen
      • Grundsätze des Arbeitsverfahrens
      • Verhaltensregeln für das Arbeiten unter Spannung
      • zu benutzende persönliche Schutzausrüstungen, Werkzeuge, Schutz- und Hilfsmittel
      • Qualifalifikationsanforderungen für Personen, die AuS ausführen oder anweisen
    • Schutz gegen unabsichtliches direktes Berühren aktiver Teile – Nachrüstung des Berührungsschutzes
      • Anforderungen nach DIN VDE 0660-514 (EN 50274)
      • Identifikation der betroffenen Bauteile (Stellteile, Wechselelemente etc.)
      • Darstellung der Finger- und Handrückensicherheit
      • Beispiele für unzureichenden Berührungsschutz und für nachgerüsteten Berührungsschutz
      • Beispiel für temporäre organisatorische und persönliche Ersatzmaßnahmen


Weitere Informationen entnehmen Sie dem Flyer-Download oder besuchen Sie uns im Digitalen Campus

Weiterführende Links zu "VEFK Verantwortliche Elektrofachkraft und Anlagenbetreiber Elektrotechnik"

Referenten

Mirko Engert

MEBEDO Akademie GmbH, Montabaur

Hinweise

Bitte beachten Sie:

Das VDE-Fachbuch "Anlagenbetreiber Elektrotechnik und verantwortliche Elektrofachkraft" (Schriftenreihe Nr. 135) in der zweiten, aktualisierten und stark erweiterten Auflage gehört neben der Teilnehmerunterlage zum Veranstaltungsumfang. Vom Verband Deutscher Sicherheitsingenieure e.V. (VDSI) mit zwei VDSI-Arbeitsschutz-Weiterbildungspunkten im Sinne des ASiG anerkannt.

Ab dem 22.08.2022 entfällt bis auf Weiteres die 3G-Regel mit Nachweispflicht. Das durchgängige Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes ist jedoch weiterhin in allen öffentlichen Bereichen verpflichtend.

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