Zündschutzarten und Zertifizierungen nach ATEX und IEC

Explosionsschutz für Hersteller von Geräten

Veranstaltungstyp: Seminar

Explosionsschutz hdt.deBruno Bieker
Alle Zündschutzarten nach IEC, ISO und ATEX - außer Eigensicherheit - sowohl für elektrische als... mehr
Informationen "Zündschutzarten und Zertifizierungen nach ATEX und IEC"
Alle Zündschutzarten nach IEC, ISO und ATEX - außer Eigensicherheit - sowohl für elektrische als auch nichtelektrische Geräte werden behandelt. Der Standpunkt ist, Hersteller eines Gerätes zu sein, der dieses explosionsgeschützt ausführen möchte.

Zielsetzung

Das Seminar erläutert alle Zündschutzarten - mit Ausnahme der Eigensicherheit - gemäß IEC, ISO und ATEX unter konstruktiven und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Auch die bedeutsame Kombination verschiedener Zündschutzarten in einem Gerät wird behandelt. Somit erwerben Teilnehmer das Basiswissen zum Bau explosionsgeschützter Geräte und Komponenten. 

Inhalt

Wenn Geräte oder Baugruppen explosionsgeschützt ausgeführt werden sollen, kann grundsätzlich auf eine Reihe von Zündschutzarten zurückgegriffen werden. Die Auswahl kann anhand der Kriterien wie z. B. Eignung für die gewünschte Gerätekategorie, Wirtschaftlichkeit, Flexibilität, möglichst einfache Installation, Reparierbarkeit, Prüfbarkeit und Wartungsfreundlichkeit erfolgen. In der Praxis ist daher auch die Kombination verschiedener Zündschutzarten in einem Gerät sehr bedeutsam.

Das Seminar ist nach einer knappen Übersicht über die wichtigsten Begriffe als Einführung allen Zündschutzarten für elektrische und nicht-elektrische Geräte gewidmet mit Ausnahme der Eigensicherheit; diese ist hinreichend kompliziert, dass dafür zwei eigene HdT-Seminare angeboten werden. Das schwierige Thema „ATEX-Produkte“ wird in einem eigenen Beitrag dargestellt.

Behandelt werden unter Anwendung der oben genannten Kriterien schwerpunktmäßig die Zündschutzarten Druckfeste Kapselung d, Überdruckkapselung p, Vergusskapselung m, Zündschutzart n und die Zündschutzart t (staubdicht). In gebotener Kürze wird die Zündschutzart Optische Sicherheit op (bei LWL, Laser und hochaktuell LED als Zündquelle) diskutiert. Als Exkurse werden knapp die Sandkapselung q und die Flüssigkeitskapselung o erläutert. Die Zündschutzarten für nichtelektrische Geräte sind ebenso einbezogen, wobei die normgerechte Zündgefahrenbewertung eigens behandelt wird. Abgeschlossen werden diese Ausführungen mit der Kombination von Zündschutzarten, insbesondere bei Betriebsmitteln mit Geräteschutzniveau Ga. Auf die heute immer bedeutsamer werdende Zertifizierung nach IECEx wird im Vergleich mit der ATEX-Zertifizierung eingegangen.

Bei allen Zündschutzarten ist die Explosionsfähigkeit von Gasen und Dämpfen sowie Stäuben und die Zündfähigkeit elektrostatischer Entladungen, z. B. von nichtmetallischen, relevant. Diese Sachverhalte werden durch Vorträge mit Experimenten vermittelt und die daraus resultierenden Konstruktionsvorgaben werden diskutiert.

Die Systematik der Kennzeichnung von Geräten, Komponenten und Baugruppen nach ATEX oder EN/IEC-Normen wird immer weiter ausgebaut. Aufgrund der inzwischen vorhandenen Komplexität schließt das Seminar mit diesem Thema einschließlich Übungsbeispielen.

Insgesamt enthält das Seminar zahlreiche ausführliche und praxisnahe Beispiele und Lösungsvorschläge für häufig auftretende Aufgabenbereiche.

Zum Thema

Bei der Konstruktion explosionsgeschützter elektrischer oder nichtelektrischer Geräte, Baugruppen oder Komponenten können verschiedene Zündschutzarten eingesetzt werden, abhängig von z. B. Wirtschaftlichkeit, Flexibilität oder Wartungsfreundlichkeit im Betrieb. In der Praxis werden darüber hinaus Zündschutzarten kombiniert. Unter diesen Gesichtspunkten sollte ein Konstrukteur oder Hersteller alle Zündschutzarten und ihre Kombinationsmöglichkeiten kennen. 

Teilnehmerkreis
  • Fach- und Führungskräfte aus produzierenden Unternehmen, Entwickler und Hersteller von elektrischen, elektronischen oder nicht-elektrischen Geräten, Baugruppen, Komponenten, Betriebsmitteln und Anlagen
  • Konstrukteure, Planer, Technische Leiter, Betriebs- und Projektingenieure, Werkstattleiter, Sicherheitsingenieure, Sachverständige, Gutachter


 

Hinweise Es besteht die Möglichkeit, das Seminar " Explosionsschutz in den USA " am 21. März... mehr
Hinweise

Es besteht die Möglichkeit, das Seminar "Explosionsschutz in den USA" am 21. März 2019 zu besuchen. 

Dr. rer. nat. Adeline Bieker, Bieker & Bieker Elektronik, Drolshagen Dr.-Ing. Bernd Broeckmann,... mehr
Leiter
Dr.-Ing. Bruno Bieker
Bieker & Bieker Elektronik, Drolshagen
Referent
Dr. rer. nat. Adeline Bieker
Bieker & Bieker Elektronik, Drolshagen
Referent
Dr.-Ing. Bernd Broeckmann
INBUREX Consultinggesellschaft für Anlagensicherheit und Explosionsschutz mbH, Hamm/Westfalen
Programm Tag 1, 09:00 bis 17:30 Uhr Begriffe: Gerät, Komponente, Kategorie, Zone... mehr
Programm

Tag 1, 09:00 bis 17:30 Uhr

  • Begriffe: Gerät, Komponente, Kategorie, Zone
  • Zündquellenarten
  • Elektrische Funken und Entladungen als Zündquelle (mit Experimenten)
  • Bedeutung der sicherheitstechnischen Kenngrößen
  • Geräteschutzniveaus (EPL)
  • ATEX-Produkte
  • Zertifizierung nach IECEx
  • Zündschutzart Druckfeste Kapselung „d“
  • Zündschutzart Überdruckkapselung „p“ 

  • Ab 18:30 Uhr: Stadtführung und gemeinsames Abendessen
    Knüpfen Sie neue Kontakte, tauschen Sie Wissen aus und lassen Sie den Seminartag zusammen mit anderen Seminarteilnehmern in gemütlicher Atmosphäre ausklingen 

    Tag 2, 08:30 bis 16:45 Uhr

  • Zündschutzarten bei nicht-elektrischen Geräten
  • Zündgefahrenbewertung
  • Zündfähigkeit elektrischer Entladungen bei Dämpfen (mit Experimenten)
  • Zündschutzart Erhöhte Sicherheit „e“
  • Zündung von Stäuben (mit Experimenten)
  • Zündschutzarten zu Stäuben und Flusen
  • Zündschutzart Vergusskapselung „m“
  • Zündschutzart „n“
  • Optische Strahlung als Zündquelle
  • Geräteschutzniveau Ga, Kombination von Zündschutzarten
  • Kennzeichnung von Geräten und Komponenten
  • Maßgeschneiderte Lösungen

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    19.03.2019 09:00 - 20.03.2019 16:45
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    Dipl.-Phys. Helmut Reff

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