Kalenderblatt: Apollo 11 und das „Raumschiff Erde“ – 20. Juli 1969

Die erste bemannte Mondlandung im Rahmen von Apollo 11 gilt zu Recht als eine der größten Zäsuren innerhalb der Geschichte der Zivilisation. Rund sieben Jahre dauerte es, bis aus der von John F. Kennedy ausgerufenen Vision Wirklichkeit wurde und die Menschheit jenseits der Erde erstmals festen Boden unter die Füße bekam. Als ihr Quasirepräsentant machte Neil Armstrong am frühen Morgen des 21. Juli 1969 (nach europäischer Zeit; in den USA war das der 20. Juli) auf dem Erdtrabanten aus einem kleinen Schritt den bekannten großen Sprung. 

Die Schlagrichtung des Apollo-Programms war insgesamt – wie sich noch zeigen sollte – keineswegs nur die Erforschung des Weltalls. Vielmehr half die Mission wie schon die Mondumkreisung durch Apollo 8 im Jahr zuvor, ein Bewusstsein für die Zerbrechlichkeit und Begrenztheit unseres Heimatplaneten zu entwickeln. Tatsächlich hat sich kaum ein anderes Bild stärker ins kollektive Gedächtnis eingebrannt als die als „Earthrise“ bekannt gewordene Aufnahme von der über der Mondlandschaft aufgehenden Erde vom 24. Dezember 1968. Das „Raumschiff Erde“ wirkt hier fast verloren – in maximalem Kontrast zu den bisherigen Wachstumsträumen seiner „Passagiere“.

Wenn wir uns heute mit Fragen des Umweltschutzes und Themen wie erneuerbaren Energien befassen, dann ist das ein Stück weit die Folge der damaligen Pioniertaten. Darüber hinaus hilft die Weltraumforschung uns heutzutage beispielsweise dabei, das Klima und den Klimawandel in einer Weise zu verstehen, wie es ohnedies gar nicht vorstellbar wäre. Das ist unendlich viel mehr als die viel zitierte Teflon-Bratpfanne, mit der man den Nutzen der Raumfahrt früher häufig veranschaulicht hat.

Autor: Michael Graef, 20.07.2021

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