Internet of Things: Aus Hype wird Ernstfall

Der Hype ist vorbei: Den Begriff Internet of Things hört man heute nicht mehr so häufig wie vor einigen Jahren. Im Gegensatz zu vielen anderen Trends liegt das nicht daran, dass sich das Thema IoT erledigt hat. Im Gegenteil wird die Vernetzung allmählich etwas vollkommen alltägliches. Im Consumer-Bereich wird beispielsweise nahezu vorausgesetzt, dass Fernseher, Smartwatch und Kühlschrank miteinander einen Dialog führen können – obschon weder das Fernsehprogramm noch die Mahlzeiten hierdurch automatisch bekömmlicher werden. 

Wie gefährlich ist das Internet der Dinge?

In der Industrie nimmt die Vernetzung ebenfalls rasant zu. Dank des 5G-Standards entstehen durch umfassende Konnektivität und echtzeitfähige Kommunikation von Maschinen und Anlagen neue Möglichkeiten für Wertschöpfung. Gleichzeitig eröffnen Technologien wie Predicitve Maintenance beachtliche Einsparpotenziale. All das bedingt jedoch, dass die riesigen Mengen gesammelter Daten überhaupt nutzbringend verarbeitet werden können (Stichwort Data-Science beziehungsweise Data-Mining). Ein anderes wichtiges Thema sind die künftigen Herausforderungen in Bezug auf die Cybersicherheit und den Datenschutz.  

Wachsende Sorgen um die Gefahren der totalen Vernetzung sind durchaus begründet. Erste konkrete Fälle massenhaft kompromittierter IoT-Devices haben gezeigt, wohin die Reise geht, wenn keine ausreichende Vorsorge getroffen wird. Neben IoT-Bot-Netzen, über die unter anderem DDoS-Attacken gestartet werden können, müssen vor allen Dingen die Aspekte Industriespionage und Sabotage adressiert werden. Letzteres hätte unter Umständen Produktionsausfälle zur Konsequenz, schlimmstenfalls droht je nach Branche sogar Gefahr für Leib und Leben

Nicht updatefähig

Eine in alle Richtungen vernetzte Produktionsstätte kann darüber hinaus Risiken virulent werden lassen, die zuvor keine Rolle spielten. Dazu zählt der Einsatz von veralteten Betriebssystemen, für die es keinen Support und keine Sicherheitsupdates mehr gibt. Bei Stand-alone-Geräten kein Drama, angebunden über IoT hingegen eine Einladung für Angreifer. 

Erschwert wird die Gewährleistung eines ausreichenden Schutzes zusätzlich dadurch, dass IoT-Devices teilweise als billige Wegwerfprodukte konzipiert sind. Security-Patches sind dann vielfach gar nicht vorgesehen, geschweige denn komplette Updates. Eine Problematik, die in ähnlicher Form von Smartphones bekannt ist. Mit einem Modell, das bereits nach kurzer Zeit seine Updatefähigkeit verliert, möchte man ungern Online-Banking betreiben …  

Data-Mining mit KI

Um den enormen Datenschatz überhaupt zu heben, der sich aus IoT-Anwendungen ergibt, sind mitunter ganz neue IT- und Geschäftsprozesse erforderlich. Außerdem benötigt man entsprechendes Fachpersonal, das sich mit Data-Mining auskennt. Gerade das wird laufend schwieriger; IT-Fachkräfte sind dünn gesät. Letztlich führt kein Weg an einer weitgehenden Automatisierung mittels Künstlicher Intelligenz vorbei. Das ist beim Thema IoT nicht anders als im Bereich Cybersecurity.

Der Einsatz von AIoT (Artificial Intelligence of Things) bietet zahlreiche weitere Vorteile – die generelle Verschlankung von Prozessen oder eine Steigerung der Produktivität zum Beispiel. Hierbei handelt es sich allerdings weitgehend um Zukunftsmusik. Zwar haben die weltweiten Ausgaben für IoT-Datenanalyse stark zugenommen, doch die Mehrzahl der Unternehmen kann die analytischen Modelle bislang gar nicht oder nur eingeschränkt produktiv nutzen.

Übrigens: Einmal mehr wird das HDT in Kürze zum Place to be in Sachen Digitalisierung, Industrie 4.0 und Internet der Dinge. Auf der „building IoT“-Konferenz treffen sich IT-Fachleute, die in ihren jeweiligen Unternehmen mit der technischen Umsetzung von IoT-Projekten betraut sind. Des Weiteren finden im HDT laufend passende Weiterbildungen im Bereich Digitalisierung und Internet der Dinge statt, zum Beispiel die Seminare „IoT-Funksysteme“ und „Optimierung logistischer Prozesse durch das Internet of Things (IoT)“.

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