Buchempfehlungen: Das neue Wasserrecht

Dass das Wasserrecht eine äußerst komplexe Materie ist, wird für Uneingeweihte bereits bei einer oberflächlichen Betrachtung spürbar. Will man den deutschen Wikipedia-Artikel zum Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ausdrucken, das den Hauptteil des Wasserrechts bildet, kommt man auf sieben Seiten DIN A4. Der Wikipedia-Artikel für das Universum ist lediglich drei Seiten länger. Das sagt im Grunde alles. Dass sich das Wasserrecht außerdem ständig verändert und die Anforderungen an eine sichere Rechtsanwendung mit fortschreitender Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie weiter steigt, kann nicht überraschen. Allein der Klimawandel und steigende Ansprüche an Nachhaltigkeit werden in Zukunft vermehrt für Anpassungsbedarf sorgen. 

Neben den Regelungen im Wasserhaushaltsgesetz wird auch das Bayerische Wassergesetz kontinuierlich ausgerichtet an einer stets nachhaltigeren Gewässerbewirtschaftung. Dabei ist das Spannungsverhältnis zwischen privaten Nutzungen der Gewässer (u. a. durch die Wasserkraft) und den Belangen des Allgemeinwohls (wie z. B. der Gewässerökologie) auszutarieren.

Eine gute Grundlage für wasserrechtliche Aussagen

Eine systematische Darstellung der Grundstrukturen des Wasserrechts liefert eine Veröffentlichung aus dem Richard Boorberg Verlag. In „Das neue Wasserrecht: Ein Lehrbuch für Ausbildung und Praxis in Bayern“ werden das Wasserrecht und die davon betroffenen benachbarten Rechtsgebiete aktuell und umfassend erläutert. Zahlreiche Beispiele, Abbildungen und tabellarische Übersichten dienen der besseren Veranschaulichung. Das Buch unterstützt alle Fach- und Verwaltungsbehörden, die mit dem Vollzug des Wasserrechts betraut sind, im Wasserrecht tätige Praktikerinnen und Praktiker sowie Auszubildende und Studierende. Für amtliche Sachverständige bildet der Leitfaden ebenfalls eine gute Grundlage für wasserrechtliche Aussagen bei der Begutachtung wasserwirtschaftlicher Projekte. 

 

HDT-Veranstaltungshinweis:

 

Die neue, vollständig überarbeitete 3. Auflage erläutert auch die in den letzten Jahren eingetretenen Rechtsänderungen und Erweiterungen des Wasserrechts samt seinem Nebenrecht. Die Autoren berücksichtigen insbesondere die neuen Regelungen zu den Gewässerrandstreifen nach dem Volksentscheid „Rettet die Bienen“, die Vorgaben der Regelungen des Anlagenrechts nach der AwSV sowie die verschärften Vorgaben nach dem Hochwasserschutzgesetz II für das Bauen und die Errichtung von sonstigen Anlagen in Überschwemmungs-, Risiko- und Hochwasserentstehungsgebieten. Ebenfalls hinzugekommen ist ein Kapitel zum neu im Wasserrecht verankerten Vorkaufsrecht. Die Ausführungen zum Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot wurden erweitert und vertieft im Hinblick auf die anstehende dritte Bewirtschaftungsperiode mit der zwingenden Vorgabe, die Bewirtschaftungsziele bis 2027 zu erreichen, und vor dem Hintergrund der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs. Die Darstellung des Wasserrechtsverfahrens wiederum wurde um die beiden Themen Bedarf sowie Notwendigkeit und Umsetzung einer Umweltverträglichkeitsprüfung ergänzt.

Das neue Wasserrecht
Ein Lehrbuch für Ausbildung und Praxis in Bayern
von Ulrich Drost, Marcus Ell
Richard Boorberg Verlag, 2021, 3., vollständig überarbeitete Auflage, 420 S.
ISBN 978-3-415-07016-5
www.boorberg.de

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