COVID-19: Gefragt wie nie – Notfallmanagement

Die Corona-Pandemie zählt zu jenen seltenen Ereignissen, die in der Krisenplanung der Staaten bislang vielfach eine untergeordnete Rolle spielten. Doch Statistiken sind tückisch. In Japan zum Beispiel musste man das auf schmerzvolle Weise lernen. Bekanntlich errichtete man hier gewisse Kernreaktoren ausgerechnet in einer von Erdbeben – und damit durch Tsunamis – sehr viel stärker bedrohten Küstenregion, als es das Zahlenwerk zuvor glauben machte. 

Irrer Schildbürgerstreich  

Leichtsinn oder normales Handeln auf der Grundlage besten Wissens und Gewissens? Jede Zeit, jede Generation muss darauf ihre eigenen Antworten finden. Leider führt das nicht automatisch zu einer stetigen Verbesserung der allgemeinen Sicherheit. Katastrophen, aus denen Lehren zu ziehen sind, geraten nämlich irgendwann wieder in Vergessenheit.   

Nicht vergessen werden sollte bei der demnächst beginnenden Aufarbeitung der Corona-Krise, auf einen pikanten Umstand einzugehen: Erst unlängst wurde in Berlin darüber nachgedacht, den Empfehlungen einer Studie der Bertelsmann Stiftung zu folgen. Sie sah die Schließung jedes zweiten deutschen Krankenhauses vor, um hierdurch die Qualität der Versorgung insgesamt zu verbessern. Rückblickend wirkt das wie ein irrer Schildbürgerstreich. Ex-Wirtschaftswoche-Chefredakteur Roland Tichy hat recht, wenn er schreibt, dass die Corona-Krise dem glücklicherweise zuvorkam.

Kaum gut funktionierendes Krisenmanagement

Doch COVID-19 ist freilich nicht nur eine beispiellose Herausforderung für die weltweiten Gesundheitssysteme, Unternehmen überall trifft das Virus wie ein Meteoriteneinschlag – ohne Vorwarnung aus heiterem Himmel. Unterhält man sich dieser Tage mit Firmenvertretern, so erfährt man hinter vorgehaltener Hand, dass es kaum gut funktionierende Pläne für das Krisenmanagement gibt. Vielerorts muss quasi der Airbag erst erfunden werden, mit dem der Aufprall abgefedert werden soll.

Das HDT hat das zum Anlass genommen, ein entsprechendes Seminar neu ins Programm zu nehmen: „Betriebliches Notfallmanagement – Praxisseminar zu Umsetzungsstrategien“ soll dabei helfen, künftig Schaden abzuwenden und schneller und gezielter zu agieren. Detailliert wird dazu der Aufbau eines Notfall- und Krisenmanagements und dessen Implementierung in den betrieblichen Ablauf vermittelt. Lösungsansätze zum BCM (Business Continuity Management) gehören ebenfalls zum Programm.

Schwachstellen in Unternehmen aufspüren

Das Themenfeld ist für den bereits 1927 gegründeten Pionier der Weiterbildung keineswegs neu. Aufgrund der eigenen langen und bewegten Geschichte weiß man um die Bedeutung des Krisenmanagements. Dieses ist außerdem bewährter Bestandteil des breit gefächerten Veranstaltungsangebots. Empfehlenswert ist in dem Zusammenhang beispielsweise die Tagung „Notfall- und Krisenmanagement“ mit ihrem Leitthema: Äußere Bedrohungen.  

Die HDT-Experten zeigen den Tagungsbesuchern die zu beachtenden Schwachstellen in Unternehmen auf und präsentieren technische und organisatorische Lösungsansätze, mit denen sich präventiv Lücken schließen und Unternehmen respektive Organisation für Krisen oder einen Notstand wappnen lassen. 

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.