Wissen, auf das man bauen kann: HDT-Bau-Seminare

Wer die Geschichte des HDT kennt, könnte auf die Idee kommen, Deutschlands ältestes technisches Weiterbildungsinstitut sei bei Bau-Seminaren – das heißt bei den Themen Bauwesen, Baukonstruktion, Bauprojektmanagement und Baurecht – deshalb so stark aufgestellt, weil unser Gründer und erster Leiter von Hause aus Bauingenieur gewesen ist. Tatsächlich aber war Heinrich Reisner sehr viel mehr. Als wahrer Synoptiker des technischen Wissens seiner Zeit hatte Reisner schon früh die wegweisende Einsicht, dass in der interdisziplinären Vernetzung und dem schnellen Wissensaustausch grundsätzlich zwei entscheidende Potenziale für Fortschritt und Wertschöpfung liegen. Aus diesem Gedanken entstand letztlich in den 1920er-Jahren das Haus der Technik.

Das HDT blickt über den Tellerrand – nicht nur bei Bau-Seminaren und den Themen Bauwesen und Gebäudewirtschaft

Auch das gegenwärtige Weiterbildungsangebot des HDT ist aus der eingangs flüchtig skizzierten Erkenntnistradition heraus zu verstehen. Seminare im Bereich Bauwesen und Gebäudewirtschaft bilden hier keine Ausnahme, denn über den Tellerrand zu blicken (beziehungsweise das heute gern verwendete „Thinking outside the box“) ist unverändert eines unserer festen Grundprinzipien.

Interdisziplinäre Vernetzung und schneller Wissensaustausch sind übrigens in der täglichen Praxis am Bau (egal ob Einfamilienhaus oder Großprojekt à la Flughafen Berlin Brandenburg) gleichermaßen unverzichtbar. Findet die Kommunikation und der Wissens- respektive Informationsabgleich nur unzureichend statt, sind die Folgen schnell gravierend. Mitunter gefährden Schnittstellenprobleme sogar gesamte Projekte jeder Größe.

Entscheidend für erfolgreiche Bauprojekte: Vernetzung und integrales Denken

Charakterisiert sind die entsprechenden Fehlleistungen dadurch, dass unterschiedliche Zuständigkeiten, Kompetenzen, spezielles Fachwissen und praktische Erfahrungen im Rahmen des Projektmanagements nicht in Einklang gebracht und kritische zusammenhängende Größen somit nicht ausreichend beachtet werden. Anders formuliert wird bei Bauprojekten noch immer zu häufig sequenziell geplant und gedacht, anstatt integral. Mit seinen Bau-Seminaren arbeitet das HDT konsequent dagegen an und befördert eine Gesamtschau, die sämtliche Disziplinen und Faktoren – von der Planung bis zur Fertigstellung – einbezieht. Ganz im Sinne Heinrich Reisners also, wenn man so will.

Besonders zu empfehlen für die Gewährleitung der erfolgreichen Durchführung von Bauvorhaben ist das HDT-Seminar Projektmanagement im Bauwesen, welches in zwei Teilen angeboten wird. Darüber hinaus beinhaltet die Palette der Bau-Seminare des HDT eine ebenfalls zweiteilige Veranstaltung, die sich mit dem Projektmanagement im Anlagenbau beschäftigt.

Weitere Schwerpunkte des Angebots an Bau-Seminaren im HDT

Neben Neubauprojekten widmet sich das HDT den Fällen Abbruch und Rückbau, bei denen wiederum die Themen Entsorgung – konkret zum Beispiel die Asbestentsorgung – und das neue Bauabfallrecht eine wichtige Rolle spielen. Das Thema Baurecht ist insgesamt ohnehin gut vertreten im Themenspektrum des HDT, etwa mit Seminaren zum neuen Bauvertragsrecht und zum Bauleiterrecht (VOB/B)

Als weiterer Programm-Schwerpunkt beinhaltet die Baukonstruktion den Ingenieurbau, Building Information Modeling (BIM), Brückenbau, Spezialthemen wie erdbebensichere Bauten, Silo-Konstruktionen, Spezialtiefbau, und Stahlbauten sowie zahlreiche für die Bauwirtschaft relevante Windenergie-Themen wie beispielsweise die Baugrunderkundung, Baugrundverbesserung und Gründungen für Windenergieanlagen. Und zu guter Letzt befasst sich das HDT bei seinen Bau-Seminaren zusätzlich mit dem, was nach der Fertigstellung eines Bauprojekts ansteht: Facility-Management und Technische Gebäudeausrüstung (TGA).

Autor: Michael Graef, 09.09.2021

Tags: Bauwesen
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