
Wärmebehandlung der Stähle
Das Seminar besteht aus folgenden Teilen:
Eine kurze Wiederholung der Grundlagen der Werkstoffkunde, einschließlich der chemischen und physikalischen Eigenschaften von Stahl, die für die Wärmebehandlung relevant sind.
Grundlagen der Wärmebehandlung: Eine Einführung in die verschiedenen Arten von Wärmebehandlungen, wie beispielsweise Weichglühen, Härten und Anlassen, sowie deren Auswirkungen auf die Eigenschaften von Stahl.
Wärmebehandlungsprozesse: Eine detaillierte Beschreibung der verschiedenen Wärmebehandlungsprozesse, wie beispielsweise Ofen- und Induktionshärten, Nitrieren, Carbonitrieren und Aufkohlen.
Fortgeschrittene Wärmebehandlungstechniken: Eine Einführung in fortgeschrittene Wärmebehandlungstechniken wie beispielsweise das Laserhärten, Plasmanitrieren und Randschichthärten, sowie deren Anwendungen und Eigenschaften.
Einflussfaktoren auf die Wärmebehandlung: Eine Diskussion der Einflussfaktoren auf die Wärmebehandlung, wie beispielsweise die Auswahl der Stahllegierung, die Abkühlrate und die Temperatur, und wie sie die Ergebnisse der Wärmebehandlung beeinflussen.
Bewertung der Wärmebehandlungsergebnisse: Eine Einführung in die verschiedenen Methoden zur Bewertung der Ergebnisse der Wärmebehandlung, einschließlich der metallographischen Analyse und der Härteprüfung.
Aktuelle Trends und Entwicklungen: Eine Übersicht über die neuesten Trends und Entwicklungen in der Wärmebehandlung von Stahl, wie beispielsweise Fortschritte in der thermischen Analyse, Modellierung, Oberflächenhärtung und Kombination von Wärmebehandlung und mechanischer Bearbeitung.
Die Seminarinhalte werden durch praktische Übungen ergänzt, damit die Kenntnisse gefestigt und anhand von Beispielen aus der Praxis angewendet werden.
Teilnehmenden erhalten die Gelegenheit, über individuelle Anwendungsfälle zu diskutieren.
Zum Thema
Im 2-tägigen Seminar werden die Grundlagen der Werkstoffkunde, die verschiedenen Wärmebehandlungsprozesse, wie beispielsweise Glühen, Härten, Anlassen, Nitrieren der Stähle, sowie deren Einflussfaktoren und Anwendungen behandelt. Zusätzlich werden fortgeschrittene Wärmebehandlungstechniken und aktuelle Trends und Entwicklungen vorgestellt. Das Seminar ist von hoher Aktualität und Relevanz für die Branche, da es sich mit einer grundlegenden Technik der Stahlverarbeitung auseinandersetzt und dabei sowohl bewährte als auch neue Verfahren und Entwicklungen vorstellt. Angesichts der hohen Energiepreise ist eine effiziente und wirtschaftliche Prozessgestaltung von großer Bedeutung. Verfügbare experimentelle und rechnerische Methoden zur optimalen Gestaltung von Wärmebehandlungsprozessen werden vermittelt.
Zielsetzung
Insgesamt wird das Seminar den Teilnehmenden ein tiefes Verständnis der Wärmebehandlung von Stahl vermitteln und ihnen dabei helfen, die verschiedenen Wärmebehandlungsprozesse, ihre Anwendungen und die Einflussfaktoren, die die Ergebnisse beeinflussen, besser zu verstehen und optimal zu gestalten.
Teilnehmende kennen die theoretischen und praktischen Methoden zur Bestimmung von optimalen Wärmebehandlungsparametern für verschiedene Stahlsorten.
Teilnehmerkreis
Die Zielgruppe besteht in erster Linie aus Ingenieuren und Technikern aus der metallverarbeitenden Industrie, die ein tieferes Verständnis der Wärmebehandlung von Stahl erlangen möchten. Diese Zielgruppe sollte bereits über grundlegende Kenntnisse der Werkstoffkunde verfügen, da das Seminar aufbauend auf diesen Kenntnissen aufbauen wird.
Darüber hinaus könnte das Seminar auch für Techniker und Ingenieure in anderen Branchen interessant sein, die Stahlmaterialien verarbeiten oder verwenden, wie beispielsweise in der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrtindustrie oder im Maschinenbau.
Studierende und Absolventen von Ingenieurstudiengängen können von diesem Seminar profitieren, um ihre Kenntnisse in diesem Bereich zu vertiefen und sich auf ihre berufliche Laufbahn vorzubereiten.
Programm
Referenten
Hauptberuflich als Professor für Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo tätig. Professor Dr.-Ing. Jozef Balun verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Materialwissenschaften. Am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf und danach in verschiedenen Fach-, Leitungs- und Beratungspositionen in der metallverarbeitenden Industrie hat er in seiner Karriere eine Vielzahl von Projekten im Bereich der Werkstoffentwicklung und Werkstoffverarbeitung geleitet und betreut. Seine Forschungsarbeiten wurden in Fachzeitschriften und auf Tagungen veröffentlicht und er hat mehr als 20 Patente angemeldet. Nach seiner Berufung an die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe arbeitet er als Professor für Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung. Hier unterrichtet er die Fächer Werkstoffkunde, Funktionswerkstoffe, Werkstoffauswahl und Schadensanalyse.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Dr. rer. nat. Uwe Schröer
u.schroeer@hdt.de
+49 201 1803-388