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100 Jahre Haus der Technik – Architektur und Geschichte eines Essener Wahrzeichens

Vom Börsenhaus der 1920er-Jahre zum Haus der Technik von heute

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100 Jahre Haus der Technik – Architektur und Geschichte eines Essener Wahrzeichens

Das Haus der Technik gehört zu den markantesten historischen Gebäuden der Essener Innenstadt. Bei dieser rund 90-minütigen Führung nimmt der Historiker Robert Welzel die Teilnehmenden mit auf eine Zeitreise durch die Architektur und Geschichte des Hauses.

Die Führung beginnt am Haupteingang und führt zunächst rund um das Gebäude. Dabei werden die charakteristische Klinkerfassade, die expressionistische Ornamentik, die Arkaden an der heutigen Hollestraße sowie die besondere Gliederung des Baukörpers betrachtet.

Anschließend geht es in das Innere des Hauses. Foyer, Aufgänge, Säle und Wandelhallen zeigen bis heute unterschiedliche Phasen der Baugeschichte. Historische Bilddokumente helfen dabei, ursprüngliche Gestaltung, Kriegszerstörungen und den Wiederaufbau der frühen 1950er Jahre miteinander zu vergleichen.

Im Mittelpunkt der Führung stehen unter anderem:

  • die Entstehung des ehemaligen Essener Börsenhauses in den 1920er Jahren
  • der Architekt Prof. Edmund Körner und seine Gestaltungsideen
  • Backsteinexpressionismus und die ungewöhnliche Ornamentik der Fassade
  • der Ostflügel und die Entwicklung zum ersten Essener Hochhaus
  • die künstlerische Ausstattung durch Edmund Körner, Jan Thorn Prikker und Will Lammert
  • die Veränderungen des Gebäudes ab 1936
  • die schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg
  • der Wiederaufbau ab 1951 unter Alfred Pegels
  • die Verbindung von Architektur der 1920er und frühen 1950er Jahre
  • die Entwicklung vom Börsenhaus zum Haus der Technik

So wird die Geschichte des Gebäudes unmittelbar am erhaltenen Baubestand erlebbar.

Mit fast 73.000 Kubikmetern umbautem Raum gehörte das von Prof. Edmund Körner entworfene Börsenhaus am Essener Bahnhofsplatz zu den größten nichtindustriellen Bauvorhaben seiner Zeit. Die Planungen begannen Anfang der 1920er Jahre. Gewünscht war ein repräsentativer Monumentalbau mit besonderem künstlerischem Anspruch.

Körner entwickelte daraus einen markanten Klinkerbau mit einer für den Backsteinexpressionismus ungewöhnlichen, teilweise fast skizzenhaft wirkenden Ornamentik. Zeitgenossen stellten das Gebäude aufgrund seiner Eigenständigkeit sogar in Beziehung zum berühmten Chilehaus in Hamburg.

Der bis 1927 fertiggestellte Ostflügel erreichte neun Geschosse und setzte als erstes Hochhaus Essens einen zusätzlichen städtebaulichen Akzent. Auch die künstlerische Ausstattung war bemerkenswert: Neben Körner selbst waren Jan Thorn Prikker und der Bildhauer Will Lammert beteiligt.

Die weitere Geschichte des Gebäudes hinterließ deutliche Spuren. Veränderungen während der Zeit des Nationalsozialismus, schwere Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und der Wiederaufbau ab 1951 veränderten insbesondere die Säle, Foyers, Aufgänge und die Fassade zur Hollestraße.

Heute treffen im Haus der Technik verschiedene architektonische Zeitschichten unmittelbar aufeinander. Gerade dieses Zusammenspiel macht das Gebäude zu einem spannenden Zeugnis der Essener Architektur- und Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Die Führung macht die wechselvolle Bau- und Nutzungsgeschichte des heutigen Hauses der Technik anschaulich und nachvollziehbar.

Die Teilnehmenden lernen die architektonischen Besonderheiten des Gebäudes kennen und erfahren, welche Gestaltungselemente aus den 1920er Jahren stammen, welche Veränderungen später vorgenommen wurden und wie der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg das heutige Erscheinungsbild geprägt hat.

Ziel ist es, den Blick für die unterschiedlichen historischen Schichten des Gebäudes zu schärfen und zugleich ein Stück Essener Stadt-, Architektur- und Kulturgeschichte unmittelbar vor Ort erlebbar zu machen.

Die Führung richtet sich an alle, die sich für Essen, Architektur, Stadtgeschichte und Denkmäler interessieren.

Angesprochen sind insbesondere Architektur- und Geschichtsinteressierte, Essener Bürgerinnen und Bürger, Besucherinnen und Besucher der Stadt sowie Menschen, die das Haus der Technik aus Veranstaltungen oder beruflichen Zusammenhängen kennen und das Gebäude einmal aus einer völlig anderen Perspektive erleben möchten.

Architektonische oder historische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Diese Führung verbindet Architekturgeschichte mit dem unmittelbaren Erleben des historischen Gebäudes. Statt Geschichte ausschließlich anhand von Texten oder Fotografien zu vermitteln, werden ursprüngliche Bauteile, spätere Veränderungen und historische Bilddokumente direkt vor Ort miteinander verglichen.

Historiker Robert Welzel erläutert dabei nicht nur die Entstehung des ehemaligen Börsenhauses, sondern ordnet Architektur, Kunst und bauliche Veränderungen in die Geschichte der Stadt Essen und des 20. Jahrhunderts ein.

Die Kombination aus Außenrundgang, Innenbesichtigung, historischen Bildquellen und fachkundiger historischer Einordnung eröffnet einen besonderen Blick auf eines der bekanntesten Gebäude der Essener Innenstadt.

Programm

Preise

mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme

Termine

Essen
06.03.27

Inhouse

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+49 201 1803-1
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