
Die Ersatzbaustoffverordnung – Umsetzung in der Praxis
Seit dem 1. August 2023 gilt die Ersatzbaustoffverordnung (EBV) bundesweit verbindlich. In der Praxis herrscht jedoch häufig Unsicherheit: Wo greift die Verordnung tatsächlich? Wie sind Schnittstellen zu anderen Regelungen zu verstehen? Und welche Anforderungen gelten konkret bei der Verwendung mineralischer Ersatzbaustoffe?
Unklare Vorgaben und Missverständnisse führen nicht selten zu Verzögerungen, zusätzlichen Kosten oder rechtlichen Problemen. Besonders kritisch sind unvollständige Ausschreibungen, Nachträge sowie mangelhafte Dokumentationen.
Das Seminar vermittelt die zentralen Inhalte der EBV entlang des Bauablaufs – von Grundlagen und Anwendungsgrenzen über die Auswahl und Prüfung von Materialien bis hin zu den Dokumentationspflichten. Typische Praxisprobleme werden aufgegriffen und mit bewährten Lösungsansätzen verbunden.
Durch Fallbeispiele, Diskussionsrunden und praxiserprobte Vorlagen erhalten die Teilnehmenden nicht nur ein fundiertes Verständnis der Systematik der EBV, sondern auch das nötige Rüstzeug für die sichere und direkte Umsetzung im Berufsalltag.
Zum Thema
Die Ersatzbaustoffverordnung (EBV) bildet seit 2023 den verbindlichen Rahmen für den Umgang mit mineralischen Ersatzbaustoffen in Deutschland. In der Praxis bestehen jedoch viele Unsicherheiten: Wann ist die Verordnung anzuwenden, wo liegen ihre Grenzen und wie erfolgt eine rechtssichere Dokumentation?
Das Seminar gibt einen kompakten Überblick über die zentralen Anforderungen und zeigt, wie typische Fallstricke vermieden werden können. Es vermittelt praxisgerechte Ansätze für Planung, Ausschreibung und Umsetzung, sodass mineralische Ersatzbaustoffe sicher, rechtskonform und wirtschaftlich eingesetzt werden.
Zielsetzung
Die Teilnehmenden gewinnen Sicherheit im Umgang mit der EBV: Sie erkennen Anwendungsgrenzen, verstehen zentrale Anforderungen und setzen Probenahme, Dokumentation und Ausschreibung praxisgerecht um. Fallbeispiele und Vorlagen erleichtern die direkte Anwendung im Projektalltag.
Teilnehmerkreis
Planer, Architekten, Bauherren, Behörden, Bauunternehmen, Fachbauüberwachung, Geotechniker, Studierende im Bau- und Umweltbereich
Programm
- Hintergründe und Ziele der EBV
- Typische Praxisprobleme und Stolperstellen
- "Nur noch die EBV?" – Anwendungsbereich und Grenzen
- Abgrenzung zu anderen Anforderungen
- Überblick über die wichtigsten Regelungen für die Praxis
- Verwertung mineralischer Ersatzbaustoffe in technischen Bauwerken
- Rollenverteilung und Verantwortlichkeiten
- Voraussetzungen und technische Rahmenbedingungen
- Anforderungen bei der Vor-Ort-Verwertung
- Umgang mit Bodenaushub
- Untersuchungspflichten: Was muss wann untersucht werden?
- Probenahme und Deklaration in der Praxis
- Chancen und Grenzen der In-situ-Deklaration
- Einbindung in Planungsprozesse
- Dokumentation und Nachweispflichten
- Umsetzung in der Ausschreibung und Bauausführung
- Typische Fehler, offene Schnittstellen und wie man sie vermeidet
- Praxisdiskussion: Fragen der Teilnehmenden
Referenten
Ingenieur für Kreislaufwirtschaft. Geschäftsführer der LMPA GmbH und Projektingenieur im Bereich Umwelttechnik bei der GGU mbH. Langjährige Erfahrung in Bau- und Umweltschutzprojekten, insbesondere im Umgang mit Bauabfällen, Ersatzbaustoffen und Bodenschutz.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
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Uwe Schröer
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