
Verkehrssicherheit Heute und Morgen
Die veränderten Anforderungen an die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer werden im Seminar diskutiert. Dabei werden die folgenden Bereiche im Detail behandelt:
Aktuelle Situation beim Schutz von Fahrzeuginsassen, Radfahrern, Fußgängern, E-Bikes und Rollern, Insassen in Bussen
Unfallanalyse / Unfallforschung / Unfallvermeidung
Gesetzgebung & Verbraucherschutz
Anforderungen an das Autonome Fahren zur Unfallvermeidung und Erhöhung der Verkehrssicherheit
Neue Mobilität (Mobilitätsformen & Technologien). Was muss sich ändern?
Zum Thema
Die Sicherheitskonzepte zukünftiger Mobilität werden sich nachhaltig verändern. Derzeit vom Auto dominierte Verkehrsflächen werden neu aufgeteilt mit dem Ergebnis eines Mischverkehrs und Nebeneinander von Radfahrern, Fußgängern, E-Bikes und Rollern, Taxis, Shuttle-Bussen und Individualverkehr, mit neuen Konflikten & Herausforderungen. Verkehrssicherheit muss neu definiert werden.Zielsetzung
Das Online-Seminar vermittelt ein umfassendes und vertieftes Verständnis aller Aspekten der Verkehrssicherheit: Insassenschutz, Schutz von Fußgängern und Radfahrern, Fahrerassistenz und Unfallvermeidung, autonomes Fahren, Infrastruktur, Verkehrsplanung und Überwachung, insbesondere der dabei benötigten Technologien.
Teilnehmerkreis
Das Seminar wendet sich nicht nur an alle im Bereich Fahrzeugsicherheit tätigen Techniker und Ingenieure in Forschung, Unfallforschung, Entwicklung und Applikation in der Automobil- und Zulieferindustrie, sondern auch an alle betroffenen Disziplinen wie Verkehrsplanung, Rechtsprechung, Produkthaftung und Marketing, die eine Übersicht und ein vertieftes Verständnis der aktuellen und zukünftigen Technologien erhalten möchten. Sicherheit im Straßenverkehr geht viele Menschen an.
Programm
Schutz von Fahrzeuginsassen & anderer Verkehrsteilnehmer
- Die starke Zunahme von Radfahrern, E-Bikes & E-Scooter in Innenstädten führt aufgrund des begrenzten & geteilten Verkehrsraums sowie der Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern Fußgänger / Zweiräder / Autos zu neuen Konflikten & Unfällen, die nur durch Maßnahmen in der Infrastruktur, Verkehrsführung & Verkehrsüberwachung gelöst werden können.
Gesetzgebung & Verbraucherschutz
- Mehr denn je wird das zukünftige Verkehrsgeschehen durch Gesetzgebung & Verbraucherschutzbestimmungen bestimmt: Neben der drastischen Reduzierung von schädlichen Emissionen geht es dabei in erster Linie um den Schutz von sog. ungeschützten Verkehrsteilnehmern, also Fußgänger & Radfahrer. Die Anforderungen des autonomen Fahrens wurden durch die jüngste UN-ECE R79 aufgezeigt.
Neue Mobilitätsformen & Technologien
- Angesichts zunehmender Emissionen & Staus wird der Individualverkehr aus den Innenstädten schrittweise verdrängt und durch Mobilitätsdienste ersetzt. Die daraus resultierenden Chancen & Herausforderungen sind mittels intelligenter Sensorik & Vernetzung zu meistern. Die vielfältigen Veränderungen erfordern teilweise neue Lösungsansätze.
Unfallanalyse / Unfallforschung
- Trotz des starken & nachhaltigen Rückgangs von Verkehrstoten & Schwerverletzten in den Industrienationen in den letzten 40 Jahren ist es noch ein weiter Weg zur VISION ZERO. Unfallschwerpunkte sind Landstraßen & Innenstädte, und mehr als die Hälfte aller Verkehrstoten sind Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer.
Unfallvermeidung
- Auf Basis des hohen Schutzniveaus moderner Fahrzeuge sind Unfallvermeidungssysteme zur Reduzierung von Unfällen auf breiter Front unabdingbar. Nach dem Siegeszug von Fahrzeug-Stabilisierungssystemen (Electronic Stability Control) folgen Notbremssysteme, insbesondere auch für Fußgänger & Radfahrer. Der nächste Schritt sind Assistenzsysteme an Kreuzungen sowie beim Ein- & Abbiegen, gefolgt von Spurhaltesystemen welche auch Spurwechsel bei Gegenverkehr (falsches Überholen) verhindern.
Autonomes Fahren
- Die hohen Erwartungen, die Unfallzahlen durch automatisiertes Fahren nachhaltig zu reduzieren, werden sich in den nächsten 50 Jahren wohl kaum erfüllen. Zum einen werden Autopiloten zunächst nur bei niedrigen Geschwindigkeiten und auf Autobahnen eingesetzt, welches keine Unfallschwerpunkte sind. Zum anderen wird es noch lange dauern, bis ein entsprechend hoher Fahrzeuganteil im Feld automatisiert fährt. Dennoch ist das autonome Fahren ein wesentlicher Innovationstreiber für die auch in den Unfallvermeidungs- & Fahrerassistenzsystemen eingesetzten hochintelligenten Sensoren & Algorithmen.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Mi. 14.09.2022, 16:00 Uhr
Digitaler Campus
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Dipl.-Ing. Bernd Hömberg
b.hoemberg@hdt.de
+49 201 1803-249