
Feuerwehr – Beschaffung von Einsatzfahrzeugen und -geräten
In den letzten Jahren gab es bei Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeugen Weiterentwicklungen und Einsatzerfahrungen mit Drucklüftern. Der Sachstand in Technik und Taktik ändert sich dabei stetig.
Technisch entwickeln sich Fahrgestelle und Aufbauten weiter. Während am Horizont die Elektrofahrzeuge langsam auftauchen, werden die klassischen Fahrgestelle weiterentwickelt, gleichzeitig haben wir mit dem Betrieb der modernen Fahrzeuggestelle mit heutigen Betriebsmitteln mehr Herausforderungen als in früheren Jahren. Darauf muss man sich einstellen, um noch teurere Folgen durch unnötige Schäden zu vermeiden.
Insbesondere Tanklöschfahrzeuge (TLF) verfügen über größere Löschwassertanks. Zunehmend werden auch bei Löschfahrzeugen größere als die genormten Behälter von den Feuerwehren verlangt. Parallel verzeichnen wir eine Zunahme von Unfällen dieser Fahrzeuge. Dies liegt zum einen an der Bauweise, zum anderen auch an der Fahrweise. Wichtige Hinweise für den Bau und Betrieb dieser Fahrzeuge werden bei der Essener Feuerwehr-Tagung gegeben. Besondere Anwendungen benötigen ggf. besondere Lösungen – auch als „Fahrgestell“. Kettenlaufwerke bieten sich u. a. auch als Logistiklösungen in extremen Geländeformen an und werden seit vielen Jahren auch bei den Feuerwehren genutzt.
2018 war ein weiteres Waldbrandjahr. Viele Fahrzeuge können mit relativ wenig Aufwand technisch z. B. auf Basis der Normen mit einfachen und preiswerten Mitteln bzw. Geräten für die Vegetationsbrandbekämpfung ertüchtigt werden. Insbesondere Vegetationsbrände, aber auch Hochwasser oder punktuelle Großbrände können sehr hohe Verbräuche an Betriebsstoffen zur Folge haben, die auch mobil gedeckt werden müssen. Dafür braucht man geeignete Logistikmöglichkeiten und muss sich trotz einiger Ausnahmen an bestimmte Regeln des Gefahrguttransportrechts halten.
Rüstwägen sind auch in Zeiten verbreiteter Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF) ein wichtiges Einsatzmittel und werden zwingend weiter benötigt.
Zum Thema
Die meisten „Fahrzeug-Normen“ von Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeugen wurden in den letzten Jahren überarbeitet – oder es steht deren Überarbeitung bevor, um den Anforderungen des Marktes bzw. der Industrie angepasst zu werden. Die Aktualisierungen werden vorgestellt und auf die weiteren Entwicklungen wird eingegangen.
Wechselladefahrzeuge werden bei immer mehr Feuerwehren eingesetzt. Für bestimmte Anwendungen reichen die klassischen WLF 18 bzw. WLF 26 nicht aus, sondern es werden vierachsige Fahrgestelle benötigt. Dazu spielt es eine große Rolle, wie die Gesamtorganisation (taktisch und technisch) für den WLF-Einsatz z.B. in einem Landkreis aussieht, damit so ein Konzept Erfolg haben kann.
Technisch entwickeln sich Fahrgestelle und Aufbauten weiter. Während am Horizont die Elektrofahrzeuge langsam auftauchen, werden die klassischen Fahrgestelle weiterentwickelt, gleichzeitig haben wir mit dem Betrieb der modernen Fahrzeuggestelle mit heutigen Betriebsmitteln mehr Herausforderungen als in früheren Jahren. Darauf muss man sich einstellen, um noch teurere Folgen durch unnötige Schäden zu vermeiden.
Insbesondere Vegetationsbrände, aber auch Hochwasser erfordern spezielle Fahrgestelle, um die sinnvoll taktischen Vorgaben erfüllen zu können, muss die Fahrzeugtechnik bestimmte Möglichkeiten bieten – und die Taktik diese hinterher richtig einsetzen.
Zielsetzung
Die Inhalte vermitteln einen Überblick über die Beschaffung und den Betrieb von Fahrzeugen und Geräten.
Die Teilnehmer lernen die damit verbundenen Probleme praxisnah kennen und können so bei geplanten eigenen Anwendungen teure Fehler vermeiden.
Teilnehmerkreis
Taktiker und Techniker sowie Werkstattleiter von Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Polizei, Zoll und Energieversorger sowie Mitarbeiter entsprechender Vergabestellen
Programm
- Risiko bzgl. Vegetationsbrand
- Taktische und konzeptionelle Überlegungen
- Resultierende Fahrzeug- und Ausrüstungskonzeption
Von der Fähigkeit „Wassertransport“ zur Beschaffung geeigneter Fahrzeuge
Von der Leistungsbedarfsbetrachtung, über die Einspeisung bis zur Überspannungsabschaltung
- Von der (welcher?) Schlauchleitung bis zum Pendelverkehr
mit (welchem) (G-)TLF über welche Straßen und Wege - Praktische Beispiele zur Verbesserung des eigenen Fähigkeitsmanagements
Technische und personelle Anforderungen als sinnvolles Angebot nicht nur für Großlagen Konzept RTF (‚Robotik-Task-Force‘)
- Leistungsfähigkeit von Druckschläuchen
- Niederschraub- vs. Kugelhahnventil
- Automatikstrahlrohre
- Z-Zumischer
- „Lasso“-Technik und die magischen 230 L/min im Innenangriff
Referenten
Ing.-Büro Dr. Cimolino, Vorsitzender AK Waldbrand im DFV, Mitglied im Ref. 3 der vfdb
• FF Pfarrkirchen seit 1981
• Studium der Sicherheitstechnik Universität Wuppertal zum Dipl.-Ing. 1986 – 1991
• Ausbildung für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst über die Feuerwehr Düsseldorf, danach dort Festanstellung (1991-12.2024)
• Abteilungsleiter (Ausbildung bis 1998, Technik von 1997- 06.2018)
• Stab für KatS und Wissenschaft ab 07.2018
• Promotion zum Dr. rer. sec. 2014
• Langjährige Mitarbeit in verschiedenen Gremien der Ausbildung, Normung, Einsatztaktik
• Gutachter und Sachverständiger für Technik und Taktik der BOS
• Fachautor
• Honorardozent
Wehrleiter der Verbandsgemeinde Winnweiler
Feuerwehr Duisburg
Präsident des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz RLP, Vorsitzender
FA Technik der dt. Feuerwehren und Fachbereichsleiter „Ausrüstung für die Feuerwehr“ im FNFW des DIN
Deutsches Rettungsrobotik-Zentrum e. V., Dortmund
Leiter Fachbereich Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst Kreis Unna (im Projektierungs- und Beschaffungszeitraum Abteilungsleiter Technik bei Feuerwehr und Rettungsdienst Bochum)
Freier Gutachter und Sachverständiger, Hamburg
Abteilungsleiter Instandhaltung Fuhrpark und Gerätschaften, Corps Grand-Ducal d’Incendie et de Secours, Luxemburg
Hinweise
Es ist eine begleitende Ausstellung geplant. Fragen dazu richten Sie bitte an Dipl.-Ing. Kai Brommann unter FB5@hdt.de.
Am Abend des zweiten Veranstaltungstages kann in Essen auf Wunsch der Teilnehmer ein gemeinsames Treffen organisiert werden, um die Fachdiskussionen (auch mit den Referenten und Ausstellern) vertiefen zu können.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Dipl.-Ing. Kai Brommann
k.brommann@hdt.de
+49 201 1803-251


