
Essener Explosionsschutztage
Die Essener Explosionsschutztage werden im HDT in Kooperation mit namhaften Partnern und renommierten Referenten (Praxisbeiträgen von Brandversicherern, Feuerwehren, Universitäten und Herstellern) seit mehr als zehn Jahren durchgeführt und gelten als DIE berufliche Weiterbildung im Explosionsschutz.
Das Ziel der Essener Explosionsschutztage ist, Fachleuten und Interessenten umfassende Informationen und Anregungen zu den derzeit wichtigen Themen im Explosionsschutz anzubieten. Schwerpunkte der Tagung sind Praktische Erfahrungen und deren Umsetzung. Namhafte Unternehmen kommen ebenso zu Wort wie einzelne Ministerien und Institute. Ergänzend wird eine anschauliche Praxisdemonstration zum ExSchutz angeboten, um die Gefahren bei der täglichen Arbeit zu verdeutlichen. Im Anschluss zu jedem Vortrag ist eine kurze Diskussion eingeplant, am Ende jedes Tages eine kleine Podiumsdiskussion. Auch kommt immer ein Rechtsanwalt zu Wort, der über Rechte und Pflichten im Explosionsschutz aufklärt.
Am ersten Abend findet ein „Come Together“ mit Abendessen statt, bei dem Sie Ihre Erfahrungen mit den Referenten und den anderen Teilnehmern in angenehmem Ambiente austauschen können. Hier werden alle Themen rund um ExSchutz, ATEX, Brandschutz und Sicherheit diskutiert.
Es findet eine fachbegleitende Ausstellung statt, bei der Firmen und Unternehmen neueste Produkte und Entwicklungen präsentieren. Fragen zur Ausstellung richten Sie bitte an Dipl.-Ing. Kai Brommann k.brommann@hdt.de
Zum Thema
Explosionen stellen eine Existenzbedrohung für Unternehmen dar, die mit entzündbaren Gasen, Dämpfen, Aerosolen oder Stäuben umgehen. Das Schadensausmaß ist nicht zuletzt wegen der folgenden Betriebsunterbrechung unfassbar; häufig sind auch Menschenleben und die Umwelt gefährdet. Prävention gilt deshalb als das absolute A und O im Explosionsschutz. Die Maßnahmen zur Umsetzung des vorbeugenden Explosionsschutzes sind technisch sehr anspruchsvoll, die rechtlichen Auflagen/Versicherungsauflagen sehr umfassend. In der zweitägigen Tagung werden die Maßnahmen des vorbeugenden Explosionsschutzes aus verschiedenen Gesichtspunkten und Betrachtungswinkeln erläutert und umfassende Hilfestellungen gegeben. Mögliche Ursachen für Explosionen werden dargestellt und die Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Reduzierung des möglichen Schadensausmaßes aufgezeigt (primärer, sekundärer und tertiärer Explosionsschutz). Ein renommiertes und praxiserfahrenes Team gibt hilfreiche Anregungen.
Zielsetzung
Bei den Essener Explosionsschutztagen wird aktuelles Wissen im Ex-Schutz praxisnah dargestellt. Neue rechtliche Grundlagen werden komprimiert erläutert, es werden Hilfestellungen für die Umsetzung im betrieblichen Explosionsschutz gegeben. Der Erfahrungsaustausch mit Berufskollegen, bekannten Referenten, Ausstellern und Teilnehmern erleichtert das Netzwerken rund um das Thema Explosionsschutz.
Teilnehmerkreis
Explosionsschutzbeauftragte, Brandschutzbeauftragte, Unternehmer, Betriebliche Fach- und Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte, Betriebs- und Personalräte, Aufsichtspersonen (TAB) der Berufsgenossenschaften, Gewerbeaufsichtsbeamte, Sonstige Interessierte.
Programm
Erläuterungen zum Ablauf,
Kurzvorstellung der Aussteller
Referenten
Fachmanager Explosionsschutz, Adaptive Learning Engineer, Dyrba Explosionsschutz, Bad Schönbornn
Patrick Dyrba studierte nach einer kaufmännischen und technischen Ausbildung an der Hochschule Heidelberg Wirtschaftsingenieurwesen. Schon im Rahmen seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit dem Thema Explosionsschutz und war an der Entwicklung eines Staubkonzentrationsmessgerätes zur messtechnischen Abschätzung vorliegender Staubexplosionsgefahren beteiligt. Seine berufliche Kariere startete er bei der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe im Fachbereich Lärm und Vibration. Er war in der Prüf- und Zertifizierungsstelle als Prüfer und Zertifizierer für persönliche Schutzausrüstung „Stech- und Schnittschutz“ tätig und absolvierte berufsbegleitend sein Masterstudium auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes an der Dresden International University (DIU) in Dresden. Seit April 2019 ist er gemeinsam mit seinem Vater im Explosionsschutz tätig und promoviert an der TU-Dresden im Bereich Berufspädagogik zum Thema „Qualifizierung im Explosionsschutz.
Leiter Stabsstelle HSE, Fraunhofer-Gesellschaft, München
Als Stabstelle obliegt uns die Aufgabe, den Vorstand in seinen wesentlichen Aufgaben und Pflichten im Arbeits- und Gesundheitsschutz zu unterstützen, insbesondere durch
- Umsetzung und Weiterentwicklung der Arbeitsschutz-Organisation,
- Aufsicht und Kontrolle der Institute,
- Entwicklung und Durchsetzung von Konzepten,
- Schulung und Unterweisung von Funktionsträgern,
- Durchführung von behördlichen Verfahren.
Daneben berate ich Unternehmen in den Bereichen Pflichtendelegierung für Führungskräfte, Kommunikation und bin für verschiedene Bildungsträger zu den Themen Brandschutz, Evakuierung, Rechts- und Haftungsfragen als externer Referent tätig.
Pascal Heger wurde am 20. Mai 1975 in Rendsburg geboren. 2007 beendete er erfolgreich sein Magisterstudium der „Angewandten Kulturwissenschaften“ an der Universität Lüneburg. Er ist vom TÜV Nord ausgebildeter Brandschutzbeauftragter und glücklicher Vater von drei Kindern.
Während seiner langjährigen Tätigkeit als Jugendbetreuer beim Technischen Hilfswerk Minden in den 90er Jahren begann er sich dafür zu interessieren, wie Themeninhalte jeglicher Art interessant und kurzweilig vermittelt werden können. Für seine damalige Arbeit wurde er mit dem „Helferabzeichen in Gold“ von der Bundesanstalt geehrt.
In seinem fächerübergreifenden Studium lernte Pascal Heger, sich in Themenbereiche verschiedener Berufsfelder einzuarbeiten, diese ganzheitlich zu betrachten und darüber zu referieren. Sein Studium, seine Erfahrung im Bereich der Ausbildung und sein Fachwissen in modernen Ausbildungsmethoden bildeten somit die ideale Grundlage für seinen heutigen Beruf als selbstständiger Referent für „Experimentalvorträge“. Mit diesen Vorträgen bereist er Unternehmen und zeigt seinen Teilnehmern, wie täglich genutzte Stoffe wie Schmiermittel, Lösemittel, Metalle, Stäube, Druckgaspackungen, Gase und ätzende Stoffe in ganz normalen Arbeitssituationen plötzlich hochgefährlich werden können.
Pascal Heger hielt seine Vorträge bereits für namhafte Unternehmen wie Airbus, Unilever, Volkswagen, Hilti, Würth, Webasto, EADS, Rhode & Schwarz, EnBW u.a. Seine Referenzen sind ausnahmslos positiv und spiegeln somit den Erfolg seiner Arbeit wieder.
Seit 2002 prüfe ich mit Leidenschaft die Explosionssicherheit von Anlagen. Im Jahr 2020 hat sich eine neue Leidenschaft hin zur Cybersicherheit in Anlagen entwickelt. Beim TÜV Rheinland Industrie Service GmbH bilde ich die Schnittstelle zwischen den Sachverständigen und Betreibern von Anlagen und den IT/OT Experten der TÜV Rheinland I-sec GmbH.
Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel
und Gastgewerbe | Dortmund
Holger Sparr studierte Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung „Angewandte Mechanik“ an der TU Dresden. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden sowie der BTU Cottbus-Senftenberg bildete die Simulation komplexer Deformationsvorgänge den Schwerpunkt seiner Tätigkeit in vielfältigen Forschungsvorhaben. Die betrachteten Deformationsvorgänge waren einerseits auf die verwendeten Konstruktionswerkstoffe sowie auf hochgradig nichtlineare Bewegungen in Mechanismen oder Umformvorgängen gerichtet. Die Temperaturentwicklung komplexer Umformvorgänge und der zugehörige experimentelle Nachweis mit bildgebenden Verfahren war der Kern seiner Dissertationsschrift an der BTU Cottbus-Senftenberg.
Seine berufliche Karriere setzt er seit 2023 im Ingenieurbüro Hannweber GmbH fort. Mit der Ausbildung zum Fachmanager Explosionsschutz arbeitet er dort schwerpunktmäßig zu Themen des Explosions- und Brandschutzes.
Shell Energy und Chemical Park | Wesseling
Mehmet Sahin Cengiz, Dipl.-Ing. Verfahrenstechnik & Maschinenbau
Über 25 Jahre Erfahrung in Explosionsschutz, Rotating Equipment und Projektmanagement im internationalen Anlagen- und Kraftwerksbau. Seit 2013 behördlich anerkannter Explosionsschutzprüfer nach 3.2, betrieblicher Explosionsschutzprüfer nach 3.3 und Trainer, spezialisiert auf Zündgefahrenbewertung, Betriebssicherheitsverordnung und Erstellung von Explosionsschutzdokumenten. Referent auf Fachkonferenzen und aktives Mitglied in Arbeitskreisen zur Weiterentwicklung von Ex-Schutz-Richtlinien. Branchenerfahrung u. a. in Öl & Gas, Kraftwerksbau, Anlagenbau, Erdgasforschung und Spezialmaschinenbau.
Marius Bloching hat Sicherheitstechnik an der Bergischen Universität in Wuppertal studiert. Nach seiner wissenschaftlichen Tätigkeit im anlagentechnischen Brand- und Explosionsschutz am Lehrstuhl „Methoden der Sicherheitstechnik / Unfallforschung“, beschäftigte er sich mit dem Thema Geometrieabhängigkeit von Explosionsdruckentlastungeinrichtungen. Seit 2016 ist er bei der Firma REMBE® tätig und derzeit als Team Leiter Special Applications für Sonderanwendungen und anwendungsorientierter Forschung zuständig. Dabei vertritt er REMBE® auf nationaler sowie europäischer Ebene im DIN und CEN/TC 305/WG 3 Arbeitskreis zur Normierung von Explosionsschutzsystemen.
Department of Chemistry
Energetic Materials Research
Ludwig-Maximilians-Universität | München
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden; Fakultät Maschinenbau; Professur Kfz-Technik und Sicherheit | Dresden
Studium Fahrzeugtechnik an der TU Dresden
Promotion zum Thema „Multivariate Bewertung zukünftiger Fahrzeugsicherheit“
Leitung und Geschäftsführung der Verkehrsunfallforschung an der TU Dresden GmbH
Berufung auf die Professur Unfallanalytik und Sicherheit an der HTW Dresden
Berufung auf die Professur Kfz-Technik und Sicherheit an der HTW Dresden
Lehrgebiete:
- Unfallanalytik
- Biomechanik
- Fahrdynamik
- Fahrwerk
- Prüf- und Testverfahren
- Sachverständigenwesen
Ausbildung/Studium:
STEM 1979-1985 (Antwerp, Belgium)
MSc.Eng.: 1985 -1989 (Antwerp, Belgium)
MSc.Eng.CPD: 2017 -2018 (Leeds, UK)
Dr.Ing.: 2012-2018 (Bergen, Norway)
Beruflicher Werdegang:
1993-2022: Fike Corporation, Lead Scientist
2022- INBUREX Gmbh, Principal Consultant
- Studium zum Wirtschaftsingenieur für Verfahrens uns Energietechnik in Magdeburg
- 1 jähriges Praktikum im Zuge des Studiums bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Wolfsburg in der Projektleitung
- Ab 2016 technischer Vertrieb Außendienst Braunschweiger Flammenfilter GmbH
Er arbeitet seit seinem Studium des Brand- und Explosionsschutzes am Fachbereich Sicherheitstechnik der Bergischen Universität Wuppertal als Fachlehrer für das Institut für Sicherheits- und Gefahrentraining. Als Dozent ist er für Fachhochschulen und Universitäten, für weitere technische Bildungseinrichtungen und Berufsgenossenschaften, sowie als Lehrbeauftragter im Studiengang Security & Safety Engineering der Hochschule Furtwangen tätig. Weiterhin ist er 1. Vorsitzender des Vereins der Brandschutzbeauftragten in Deutschland e.V. (VBBD)und Mitglied im Referat 9 - Betriebliches Gefahrenabwehr- und Krisenmanagement des Technisch- wissenschaftlichen Beirates der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb.
Kanzlei für Produkt- und Umweltrecht, Hennef
Stefanie Beste hat deutsches und französisches Recht in Bonn und Saarbrücken studiert und nach ihrem Abschluss zunächst als Freie Mitarbeiterin der Public Defender Association in Seattle gearbeitet. Seit 2002 ist sie als Rechtsanwältin für Umwelt- und Technikrecht tätig, zunächst als Mitarbeiterin und Partnerin der Sozietät Hoffmann Liebs in Düsseldorf und seit 2018 in ihrer eigenen Kanzlei für Umwelt- und Produktrecht in Hennef. Sie berät Unternehmen insbesondere zu den Schwerpunkten Anlagensicherheit und Produkthaftungsrecht.
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Fachbereich 2.1 Explosionsschutz Gase, Stäube
- Ingenieurstudium des Maschinenbaus in Berlin
- nach Industrietätigkeit seit 1991 in der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) tätig
- Forschungstätigkeiten in der Wasserstofftechnologie und im Explosionsschutz, Bereich nichtelektrischer Zündquellen und LiIonBatt.
- Forschungsleiter im Bereich mechanisch erzeugter Funken
- Bearbeitung von Prüfaufträgen, u.a. Werkzeuge für den Ex-Bereich
- Gutachtertätigkeit
- Beratung von Industrie und Fachbehörden
- Mitarbeit in der internationalen Normung im Bereich des nichtelektrischen Explosionsschutzes
- die BAM leistet als Kompetenzzentrum „Sicherheit in Technik und Chemie“ einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft
Germersdorf BERATUNG, Hannover
Thorsten Germersdorf unterstützt Hersteller bei der Konformität Ihrer Ex- Produkte und beim Aufbau von schlanken und wirksamen Qualitätsmanagementsystemen. Betreiber von (überwachungsbedürftigen) Ex-Anlagen finden ebenfalls Beratung bzgl. der Fragestellungen rund um den sicheren Betrieb.
Thorsten Germersdorf ist berufener ATEX/IECEx Lead Auditor und für verschiedene akkreditierte Prüfstellen tätig.
Bekannt auch als Urheber des kostenfreien eLearning Formats "ExKurs 120", in dem auf diversen Plattformen (z. B. YouTube) kostenfreie Inhalte rund um den Explosionsschutz veröffentlicht werden.
Das Ing.-Büro GERMERSDORF BERATUNG wurde im Mai 2015 gegründet und hat seinen Sitz am schönen Maschsee im Herzen von Hannover.
- Studium Maschinenbau an der Universität und Gesamthochschule Paderborn mit Richtung Fertigungstechnik
- 1991 bis 2001 Tätigkeit als Vertriebs- und Beratungsingenieur im Bereich konstruktiver Explosionsschutz bei Fike, Mannheim
- 2001 bis 2004 Gutachter für Explosionsschutz bei der DMT; Dortmund
- Ende 2004 Wechsel in Projektierung und Vertrieb zur Firma KIDDE-DEUGRA, jetzt IEP Technologies GmbH, Ratingen für den Bereich Explosionsschutz
- Seit 2007 aktive Mitarbeit im Fachgremium der VDI zur Erstellung der Richtlinie VDI 2263 Blatt 7 und 8 für Brand- und Explosionsschutz an Sprühtürmen und Elevatoren; seit 2016 Mitarbeit bei der grundlegenden Überarbeitung an allen Richtlinien der Reihe VDI 2263
- M. Sc., ARU Ingenieurgesellschaft mbH | Lingen
- Leiter des Bereichs Explosionsschutz
- Studium im Maschinenbau
- Über 2 Jahre beratende Dienstleitung von Unternehmen diverser
- Industriebranchen• Zur Prüfung befähigte Person nach §15 Anhang 2 Abschnitt 3 Nr. 3.3 BetrSichV
- Fachmanager Explosionsschutz (Zertifizierung von Dyrba Explosionsschutz
- Bildung und Beratung)
- Referent bei der Umweltakademie Fresenius, VGBE, HDT
Hinweise
Die Veranstaltung ist vom Verband Deutscher Sicherheitsingenieure e.V. mit drei VDSI-Brandschutz- und zwei VDSI-Arbeitsschutz-Weiterbildungspunkten anerkannt.
Bei YouTube: Essener Explosionsschutztage im HDT
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Dipl.-Ing. Kai Brommann
k.brommann@hdt.de
+49 201 1803-251