Fachkunde zur Freigabe von Feuer- und Schweißarbeiten

Veranstaltungstyp: Seminar

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Seminar zur Befähigung für die sicherheitsgerechte Erteilung eines Erlaubnisscheines für... mehr
Informationen "Fachkunde zur Freigabe von Feuer- und Schweißarbeiten"
Seminar zur Befähigung für die sicherheitsgerechte Erteilung eines Erlaubnisscheines für Feuerarbeiten außerhalb dafür eingerichteter Arbeitsplätze. Aktuellen Rechtsvorschriften, Verantwortung, Haftung und Pflichtenübertragung werden erläutert.
Zielsetzung

Feuergefährliche Arbeiten, wie z.B. Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren sowie Trennschleifen, Löten, Auftau- und Heißklebearbeiten, dürfen außerhalb hierfür vorgesehener Werkstätten und Arbeitsplätze nur mit einer schriftlichen Arbeitserlaubnis (Schweißerlaubnisschein) durchgeführt werden. Personen, die Erlaubnisscheine für feuergefährliche Arbeiten ausstellen und die Schutzmaßnahmen überwachen, müssen über brandschutzspezifische Kenntnisse verfügen und die erforderliche Fachkunde besitzen, um die entstehenden Gefahren vollständig zu erfassen und richtig zu beurteilen. In diesem Seminar werden Führungskräfte, Anlagen- und Prozeßverantwortliche, Bauleiter und Facilitymanager für die sicherheitsgerechte Erteilung eines Erlaubnisscheines für Feuerarbeiten außerhalb dafür eingerichteter Arbeitsplätze befähigt.

Inhalt
  • Rechtsvorschriften: Zahlreiche Vorschriften der Berufsgenossenschaften und Feuerversicherer stellen Anforderungen an eine vorherige Beurteilung auftretender Brand- und Explosionsgefahren sowie die schriftliche Festlegung erforderlicher Sicherheitsmaßnahmen (Schweißerlaubnis). Gleichzeitig muss sichergestellt werden, daß mit den Arbeiten erst nach Wirksamwerden aller festgelegten Maßnahmen begonnen wird (Freigabesystem).

 

  • Sicherheitsvorschriften und technische Regeln zur sicheren Durchführung feuergefährlicher Arbeiten

 

  • Betriebsanweisungen für gleichartige, wiederkehrende feuergefährliche Arbeiten

 

  • Einführung und Etablierung eines Freigabesystems für feuergefährliche Arbeiten (Schweißerlaubnis)

 

  • Verantwortung und Haftung: Der Aussteller einer Schweißerlaubnis bestätigt durch seine Unterschrift, daß die angeordneten Sicherheits- und Schutzmaßnahmen den durch die örtlichen und betrieblichen Bedingungen entstehenden Gefahren genügen. Ist diese Gefährdungsbeurteilung nicht ausreichend oder vollständig und entsteht in einem engen zeitlichen und räumlichen Zusammenhang ein Brand, spricht bereits der Anscheinsbeweis für deren Ursächlichkeit (OLG Düsseldorf Az. 22 U 28/91). Daraus können sich eine Beeinträchtigung des Versicherungsschutzes, sowie zivil- und strafrechtliche Konsequenzen für den Auftraggeber, den Ausführenden und die beteiligten Unternehmen ergeben.

 

  • Pflichtenübertragung und Weisungsrecht

 

  • Straf- und zivilrechtliche Haftung des Auftraggebers, des Aufsichtsführenden und der beteiligten Unternehmen

 

  • Dokumentation und Nachweis der angeordneten und durchgeführten Sicherheitsmaßnahmen

 

  • Gefährdungsbeurteilung: Tätigkeiten, bei denen offenes Feuer bzw. ein Lichtbogen benötigt wird, um Stoffe miteinander zu verbinden (schweißen), zu trennen (schneiden) oder um Stoffe verarbeitungsfähig zu machen (z. B. Bitumen) bergen naturgemäß ein erhöhtes Gefährdungspotential. Bei Bau-, Montage, -Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten müssen diese gefährlichen Arbeitsverfahren außerhalb dafür eingerichteter Arbeitsplätze ausgeführt werden und führen so zu erheblichen Brandgefahren in der Umgebung.

 

  • Verfahrensspezifische Brandgefahren (z.B. offene Flammen, Funkenflug, heiße Metallteilchen, Brenngase)

 

  • Grundlagen der Thermodynamik (z.B. Wärmeleitung, Wärmekonvektion in Rohren und Behältern)

 

  • Systematik der Gefährdungsbeurteilung vor Genehmigung feuergefährlicher Arbeiten anhand von Schadenfällen, Arbeitshinweisen, Lösungsbeispielen und Checklisten

 

  • Besondere Gefahren bei feuergefährlichen Arbeiten an Behältern, in engen Räumen und in ex-gefährdeter Umgebung

 

  • Sicherheitsmaßnahmen: Für feuergefährliche Arbeiten, die außerhalb hierfür vorgesehener Werkstätten und Arbeitsplätze vorgenommen werden, müssen zur Kompensation sonst üblicherweise eingerichteter Schutzeinrichtungen zahlreiche Maßnahmen vor, während und nach Durchführung der Feuerarbeiten umgesetzt werden.

 

  • Prüfung alternativer Verfahren

 

  • Auftragsvergabe und Anforderungen an den Ausführenden

 

  • Sachgerechte Auswahl und Anordnung erforderlicher Schutzmaßnahmen vor, während und nach Feuerarbeiten

 

  • Koordination: Für die Festlegung der Sicherheitsmaßnahmen ist die enge Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und ausführender Werkstatt- oder Instandsetzungsabteilung bzw. beauftragter externer Fremdfirmen notwendig. Alle beteiligten Personen müssen über den Ablauf der Feuerarbeiten und erforderliche Schutzmaßnahmen unterrichtet sein.

 

  • Koordination und Kommunikation zur Vermeidung gegenseitiger Gefährdungen bei gefährlichen Arbeiten

 

  • Planung, Organisation und Arbeitsvorbereitung von der Baustelleneinrichtung bis zur Abnahme

 

  • Unterweisungs- sowie Aufsichts- und Kontrollpflichten

Leiter
Lars Oliver Laschinsky
Institut für Sicherheits- und Gefahrentraining, Berlin und 1. Vorsitzender des Vereins der Brandschutzbeauftragten in Deutschland e.V.
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