
Grundkenntnisse Gefahrstoffrecht: Vom Sicherheitsdatenblatt zur Betriebsanweisung
Im Seminar werden die Grundzüge des Chemikalienrechts erläutert sowie die Anforderungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen. Nach einer Übersicht zur Einstufung und Kennzeichnung erklärt der Seminarleiter das Basiswissen zu einem Sicherheitsdatenblatt und der notwendigen Gefährdungsbeurteilung, weiterhin werden die Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip erläutert.
Es werden die häufig gestellten Fragen diskutiert:
- Wie führe ich eine Ermittlung und Bewertung der Gefahrstoff-Exposition am Arbeitsplatz durch?
- Welche Informationen gebe ich den Beschäftigten?
- Welche Unterweisungen und Betriebsanweisungen sind wichtig?
- Warum ist die Aufnahme in das betriebliche Expositionsverzeichnis wichtig?
Die Umsetzung von Anforderungen aus der GefStoffV ist im beruflichen Alltag nicht immer einfach und wird im Seminar durch praxisorientierte Übungen den Teilnehmenden näher gebracht. Wichtig dabei ist die Abschlussdiskussion, um das erlernte Wissen zu vertiefen.
Zum Thema
Nach dem Europäischen Chemikalienrecht und der nationalen Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) gelten bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen besondere Anforderung. Die Umsetzung dieser Anforderungen in die betriebliche Praxis ist eine anspruchsvolle und schwierige Aufgabe.
Gerade den neu mit diesen Aufgaben betrauten Personen fehlt oftmals eine systematische Einführung in das komplexe und dynamische Thema. Die Veranstaltung ist daher als Grundlagenkurs konzipiert und soll insbesondere das notwendige Basiswissen für verschiedene Anforderungen der GefStoffV vermitteln. Der Kurs dient zugleich der Auffrischung bereits vorhanden Wissens und liefert viele Praxistipps. Die in der Veranstaltung erlernten Kenntnisse werden in zahlreichen Übungen vertieft.
Zielsetzung
Die Veranstaltung ist als Basisveranstaltung konzipiert und soll insbesondere das notwendige Grundwissen für verschiedene Anforderungen der GefStoffV vermitteln. Der Kurs dient zugleich der Auffrischung bereits vorhandenen Wissens und liefert viele Praxistipps.
Teilnehmerkreis
Verantwortliche und Mitarbeiter in Unternehmern, die mit der Umsetzung von Anforderungen aus der GefStoffV beauftragt sind, Sicherheitsbeauftragte, Behördenvertreter oder Institutionen, die in der Beratung mit dem Thema konfrontiert sind.
Programm
Bedeutung und Umsetzung von EU-Richtlinien und EU-Verordnungen, Nationale Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und das Technische Regelwerk für Gefahrstoffe (TRGS), Anforderungen bei Lagerung und Transport
Grundprinzipien der Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Gemische, REACH und CLP, Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen
Gefahrstoffdefinition, Gefährdungsbeurteilung, Gefahrstoffverzeichnis, Festlegung der Schutzmaßnahmen, Sach- und Fachkunde für bestimmten Aufgaben, Betriebsanweisung und Information der Beschäftigten, Arbeitsmedizinische Vorsorge.
Fachkunde zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung, TRGS 400, Tätigkeiten mit geringer Gefährdung, Kommunikation in der Lieferkette, Dokumentation, Festlegung der Schutzmaßnahmen und Wirksamkeitskontrolle
Aufgabe und Bedeutung des Sicherheitsdatenblattes, Anforderung der REACH-Verordnung an Hersteller und Lieferanten, Erläuterung der 16 Abschnitte des SDB, Lesen und Verstehen von Sicherheitsdatenblättern, Plausibilitätsprüfung und Check-Listen; Aufbewahrung und Archivierung, Elektronischer Austausch.
Rangfolge der Schutzmaßnahmen, Bedeutung der Substitution, Risikokonzept für Tätigkeiten mit krebserzeugenden Stoffen, Maßnahmen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, zusätzliche und besondere Schutzmaßnahmen,
Grenzwerte für die Luft am Arbeitsplatz, Gefährdung durch Hautkontakt, Vorgehen zur Ermittlung der Exposition, Messtechnische Möglichkeiten und Messstrategie, Unterstützungsangebote und Hilfsmittel
Erstellung von Betriebsanweisungen, Unterweisung der Beschäftigten,
Unterstützung und Hilfsmittel¸ Arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung,
Möglichkeiten und Grenzen von Software zur Unterstützung
Hintergrund und Rechtsgrundlage, Kriterien für die Aufnahme, TRGS 410, Hilfsmittel und Unterstützungsangebote, ZED der DGUV
- Organisation betriebliches Gefahrstoffmanagement
- Von der Gefährdungsbeurteilung zur Unterweisung
Referenten
Ratingen, ehemals BG Bau - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, Frankfurt am Main
Universität: Oktober 1981 - Okt. 1989 Studium der Geografie, Georg-August-Universität Göttingen, Schwerpunkte: Geologie, Chemie, Hydrologie, Bodenkunde. Seit mehr als 25 Jahren leitet er GISBAU, das Gefahrstoff-Informationssystem der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft – BG BAU. Die bewährte Serviceeinrichtung leistet auf unterschiedlichen Wegen Unterstützung für die Mitgliedsunternehmen in Fragen rund um das Thema Gefahrstoffe. Seit Oktober 2018 wurde ihm die Leitung der gesamten neuen Abteilung Stoffliche Gefährdungen bei der BG BAU übertragen.
Norbert Kluger wirkt in einer Vielzahl von Gremien und Arbeitskreisen mit und unterstützt z. B. die Erstellung Technischer Regeln, von Handlungshilfen etc. mit seinem Fachexpertise. In zahlreichen Veranstaltungen tritt er als Seminarleiter auf.
Themen: Gefahrstoffrecht, Sicherheitsdatenblätter, Betriebsanweisungen und Unterweisungen, Asbest, Künstliche Mineralfasern, staubarme Geräte und Maschinen, Dämpfe und Aerosole aus Bitumen.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
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Ansprechpartner
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Dipl.-Ing. Kai Brommann
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