Molchtechnik für Planer und Anwender

Grundlagen, Einsatzgebiete, Ausrüstung, Komponenten und Vorteile der Molchtechnik

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Molchtechnik für Planer und Anwender

Beim Molchen handelt es sich um eine Technik, bei der ein sogenannter Molch in eine Rohrleitung eingeführt und mithilfe des Flüssigkeits- oder Gasdrucks durch das Rohr gedrückt wird. Der Molch kann verschiedene Einsatzziele wie Reinigung, Prüfen, Messen oder Abdichten der Rohrleitung übernehmen. Molchtechnik wird häufig in der Chemie- oder der Öl- und Gasindustrie sowie in anderen Sektoren eingesetzt, in denen Rohrleitungen zum Transport von Flüssigkeiten oder Gasen eingesetzt werden. Molchen kann viele Vorteile bieten, wie z. B. die Verbesserung der Effizienz, Sicherheit und Qualität des Leitungssystems sowie Ersparnis von Ressourcen und Personal. Allerdings bringt das Molchen auch einige Herausforderungen mit sich, z. B. erfordert es spezielle Ausrüstung z.B. bei Ventilen, Kugelhähnen und Fangstationen, qualifiziertes Personal, Messtechnik, sowie eine sorgfältige Planung und Ausführung

Zum Thema
Der Einsatz von Molchtechnik bietet folgende Vorteile:

  • Verbesserung der Durchflusseffizienz und -kapazität der Rohrleitung durch Entfernung von Hindernissen, Ablagerungen oder Verunreinigungen in der Leitung, die die Querschnittsfläche verringern oder die Reibung des Rohrs erhöhen können.
  • Verbesserung der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Rohrleitung durch Erkennung und Vermeidung von Lecks, Rissen oder Korrosion, die Umweltschäden, Feuer oder Explosionen verursachen können.
  • Erhöhung der Qualität und Konsistenz des Produkts durch Verhinderung der Vermischung, Kontamination oder Zersetzung verschiedener Flüssigkeiten, Gase oder Granulate in der Rohrleitung durch den Einsatz eines Reinigungsmolches.
  • Reduzierung der Betriebskosten (Einsparung von Wasser, Abwasser und Reinigungsmitteln) und Serviceaufgaben der Rohrleitung durch Verlängerung der Lebensdauer, Minimierung der Ausfallzeiten oder Optimierung der Durchflussleistung durch Rohrreinigung

Zielsetzung
Das Seminar soll den Teilnehmenden die Molchtechnik näherbringen und sie mit dem Wissen ausstatten, zu prüfen und eine Lösung zu finden , ob der Einsatz der Molchtechnik technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist. Sie sollen in die Lage versetzt werden, eine Molchanlage zu planen, zu beschaffen, die Montage zu überwachen und eine Inbetriebnahme sachkundig zu begleiten. Weiterer Schwerpunkt ist der Erfahrungsaustausch untereinander.

Teilnehmerkreis
Planer und Anwender aus der:

  • chemischen Industrie
  • Lack- und Farbenherstellung
  • Hersteller und Händler von pastösen Medien
  • Lebensmittelindustrie
  • Hygieneindustrie
  • kommunale Rohrnetzbetreiber

Programm

18.03.2027
09:00—09:45
Einführung, Grundlagen, Molchanlagen und Molchsysteme
Georg Biehler
09:45—10:10
Technik der Molchkomponenten
Georg Biehler
10:10—10:40
Kaffeepause
Georg Biehler
10:40—11:00
Treibmedien
Georg Biehler
11:00—11:30
Molchbare Rohrleitungsanlagen und Armaturen
Georg Biehler
11:30—12:10
Automatisierung von Molchanlagen
Joachim Baumeister
Orise GmbH
12:10—13:10
Mittagessen
13:10—13:50
Molchbare Edelstahl-Rohrleitungen
Gordon Behne
H. Butting GmbH & Co. KG
13:50—14:30
Molchtechnik in der chemischen Industrie
Dipl.-Ing. Michael Miertz
Pfeiffer Chemie-Armaturenbau GmbH
14:30—15:10
Molchtechnik in der Lack-Farbenindustrie und im Hygienebereich
Jürgen Scheuerle
G. A. Kiesel GmbH

Referenten

Gordon Behne
H. Butting GmbH & Co. KG
H. Butting GmbH & Co. KG, Knesebeck
Dipl.-Ing. Michael Miertz
Pfeiffer Chemie-Armaturenbau GmbH
PFEIFFER Chemie-Armaturenbau GmbH, Kempen
Jürgen Scheuerle
G. A. Kiesel GmbH
G.A.Kiesel GmbH, Heilbronn
Horst-Dieter Kludas
I.S.T. Molchtechnik GmbH
I.S.T. Molchtechnik GmbH, Hamburg
Joachim Baumeister
Orise GmbH
Orise GmbH, Ludwigshafen
Georg Biehler
Bellheim, ehem. BASF SE, Leiter Fachstelle Molchtechnik 2009-2026

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FAQ zur HDT-Weiterbildung „Molchtechnik für Planer und Anwender“

1. Was ist Molchtechnik und warum wird sie in modernen Industrieanlagen eingesetzt?

Molchtechnik bezeichnet ein Verfahren, bei dem ein sogenannter Molch durch eine Rohrleitung bewegt wird. Dieser Molch verdrängt Produktreste, trennt Medien voneinander oder unterstützt die Reinigung der Leitung. In der Praxis bedeutet das: Was sonst in der Rohrleitung verbleiben, ausgespült oder entsorgt werden müsste, kann oft zurückgewonnen und weiter genutzt werden.

Wichtig ist die Molchtechnik vor allem dort, wo hochwertige, zähflüssige oder empfindliche Produkte gefördert werden. Beispiele sind Farben, Lacke, Kosmetikprodukte, Lebensmittel, pharmazeutische Produkte oder Spezialchemikalien. Gerade bei häufigen Produktwechseln kann Molchtechnik helfen, Verluste zu reduzieren, Reinigungszeiten zu verkürzen und die Prozesssicherheit zu erhöhen.


2. Wie können Unternehmen durch Molchtechnik Produktverluste reduzieren?

In Rohrleitungen verbleiben nach dem Fördern oft Restmengen des Produkts. Ohne Molchtechnik werden diese Rückstände häufig mit Wasser, Lösungsmitteln oder Reinigungsmedien ausgespült. Das verursacht nicht nur Produktverlust, sondern auch Entsorgungs- und Reinigungskosten.

Ein Beispiel: Ein Hersteller fördert eine hochwertige Creme, Farbe oder Spezialflüssigkeit durch eine längere Rohrleitung. Nach dem Produktionslauf bleibt ein Teil des Produkts an der Rohrwand und im Leitungssystem zurück. Ein Molch kann diese Restmenge mechanisch verdrängen und in den Zielbehälter oder zurück in den Prozess schieben. Dadurch steigt die nutzbare Ausbeute pro Charge.


3. Warum wird Molchtechnik für die Prozessoptimierung immer wichtiger?

Industriebetriebe müssen heute wirtschaftlicher, ressourcenschonender und flexibler produzieren. Rohstoffe, Energie, Wasser und Entsorgung werden teurer. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit.

Molchtechnik setzt genau an diesen Punkten an. Sie reduziert Produktreste in Leitungen, verringert Reinigungsaufwand und kann Produktwechsel beschleunigen. Dadurch entstehen weniger Stillstandzeiten. Besonders in Anlagen mit vielen Chargenwechseln oder hochwertigen Produkten kann das ein wichtiger Hebel für mehr Effizienz sein.


4. Welche Vorteile bietet Molchtechnik bei Produktwechseln in der Produktion?

Bei Produktwechseln müssen Rohrleitungen oft gereinigt werden, damit sich zwei Produkte nicht vermischen. Ohne Molchtechnik kann dieser Vorgang lange dauern und große Mengen Reinigungsmedium benötigen.

Mit Molchtechnik wird das vorherige Produkt zunächst weitgehend aus der Leitung verdrängt. Danach ist deutlich weniger Restmaterial vorhanden. Die anschließende Reinigung kann kürzer, gezielter und ressourcenschonender erfolgen. Das hilft besonders bei Anlagen, die viele Varianten produzieren, etwa unterschiedliche Farben, Rezepturen, Geschmacksrichtungen oder Wirkstoffchargen.


5. Für welche Branchen ist die Weiterbildung Molchtechnik besonders interessant?

Die Weiterbildung ist besonders relevant für Branchen, in denen Produkte durch Rohrleitungen gefördert werden und Produktverluste, Reinigung oder Produktwechsel eine große Rolle spielen.

Dazu gehören unter anderem Chemie, Pharma, Lebensmittel, Getränke, Kosmetik, Farben und Lacke sowie Spezialchemie. In der Lebensmittelindustrie kann es zum Beispiel um Schokolade, Saucen oder Fruchtzubereitungen gehen. In der Chemieindustrie stehen häufig Lösemittel, Harze, Klebstoffe oder Spezialprodukte im Fokus. In der Pharma- und Kosmetikindustrie sind zusätzlich Hygiene, Produktsicherheit und Chargentrennung entscheidend.


6. Wie unterstützt Molchtechnik Unternehmen bei der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen?

Molchtechnik kann dazu beitragen, Ressourcen einzusparen. Wenn weniger Produktreste verloren gehen, müssen weniger Rohstoffe nachproduziert werden. Wenn Leitungen schneller und effizienter gereinigt werden, sinken häufig Wasserverbrauch, Energiebedarf, Reinigungsmittelverbrauch und Abwassermengen.

Ein praktisches Beispiel: Wird eine Leitung vor der Reinigung gemolcht, gelangt weniger Produkt in das Spülwasser. Dadurch entsteht weniger belastetes Abwasser. Gleichzeitig kann das zurückgewonnene Produkt oft noch verwendet werden. Das verbessert nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern unterstützt auch Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele.


7. Warum sollten Anlagenplaner bereits in der Planungsphase Molchtechnik berücksichtigen?

Molchtechnik funktioniert nur dann optimal, wenn Rohrleitungen, Armaturen, Bögen, Abzweigungen, Molchstationen und Steuerung sinnvoll aufeinander abgestimmt sind. Wird das Thema erst nachträglich betrachtet, kann die Integration aufwendiger und teurer werden.

Ein Beispiel: Eine Rohrleitung mit ungünstigen Bögen, Toträumen oder nicht molchbaren Armaturen kann den späteren Einsatz erschweren. Wird Molchtechnik dagegen früh geplant, können Leitungsführung, Komponenten und Prozessabläufe direkt darauf ausgelegt werden. Das spart spätere Umbauten und erhöht die Betriebssicherheit.


8. Welche typischen Fehler werden bei der Einführung von Molchsystemen gemacht?

Ein häufiger Fehler ist, nur den Molch selbst zu betrachten und nicht das gesamte System. Entscheidend sind jedoch Rohrleitung, Produktverhalten, Druckverhältnisse, Reinigungsstrategie, Steuerung, Sicherheitsanforderungen und Wartung.

Ein weiterer Fehler ist eine zu einfache Wirtschaftlichkeitsrechnung. Es reicht nicht, nur die Anschaffungskosten zu vergleichen. Berücksichtigt werden müssen auch eingesparte Produktmengen, kürzere Reinigungszeiten, geringere Abwasser- und Entsorgungskosten, weniger Stillstand und eine höhere Anlagenverfügbarkeit. Genau deshalb ist Fachwissen wichtig, bevor ein Molchsystem geplant oder beschafft wird.


9. Wie lässt sich die Wirtschaftlichkeit eines Molchsystems bewerten?

Die Wirtschaftlichkeit wird nicht allein über den Anschaffungspreis bestimmt. Entscheidend ist, welche Einsparungen im laufenden Betrieb entstehen.

Betrachtet werden sollten unter anderem die zurückgewonnene Produktmenge pro Charge, die Anzahl der Produktwechsel pro Jahr, der Wert des Produkts, eingesparte Reinigungsmedien, geringere Abwasserkosten, kürzere Stillstandszeiten und weniger Ausschuss. Bei hochwertigen Produkten oder häufigen Chargenwechseln kann sich ein Molchsystem deutlich schneller rechnen als bei einfachen Massenprodukten mit seltenen Wechseln.


10. Warum lohnt sich die Weiterbildung „Molchtechnik für Planer und Anwender“ beim Haus der Technik?

Die Weiterbildung vermittelt praxisnahes Wissen, um Molchtechnik nicht nur grundsätzlich zu verstehen, sondern fachlich richtig einzuordnen. Teilnehmer lernen, wann Molchtechnik sinnvoll ist, welche technischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Grenzen es gibt.

Besonders wertvoll ist der Blick auf Planung, Auslegung, Betrieb und Wirtschaftlichkeit. Wer Anlagen plant, betreibt oder optimieren möchte, kann nach der Weiterbildung fundierter entscheiden, ob Molchtechnik im eigenen Prozess sinnvoll ist. Damit hilft der Kurs, Fehlentscheidungen zu vermeiden und reale Einsparpotenziale zu erkennen.


11. Wann lohnt sich der Einsatz von Molchtechnik wirtschaftlich?

Wirtschaftlich interessant wird Molchtechnik besonders dann, wenn hochwertige Produkte gefördert werden, häufig Produktwechsel stattfinden oder lange Rohrleitungen im Einsatz sind. Je mehr Produkt in der Leitung verbleibt und je höher dessen Wert ist, desto stärker kann sich die Rückgewinnung lohnen.

Auch Reinigungsaufwand spielt eine große Rolle. Wenn eine Anlage nach jedem Produktwechsel lange gespült werden muss, entstehen Stillstand, Wasserverbrauch, Energiebedarf und Abwasser. Molchtechnik kann diese Aufwände reduzieren. Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich also aus der Summe von Produktgewinnung, Zeitersparnis und geringeren Betriebskosten.


12. Welche Rohrleitungssysteme eignen sich für Molchanlagen?

Geeignet sind Rohrleitungssysteme, die so ausgelegt sind, dass ein Molch sicher und kontrolliert durch die Leitung geführt werden kann. Dafür müssen Rohrdurchmesser, Bögen, Armaturen und Übergänge passen.

Besonders günstig sind möglichst gleichmäßige Leitungsführungen ohne unnötige Toträume, starke Querschnittssprünge oder ungeeignete Einbauten. Auch die Frage, wie der Molch gestartet, empfangen und zurückgeführt wird, muss berücksichtigt werden. Bei bestehenden Anlagen ist deshalb eine genaue technische Prüfung notwendig, bevor über eine Nachrüstung entschieden wird.


13. Wie funktioniert die Reinigung von Rohrleitungen mit Molchtechnik?

Molchtechnik ersetzt nicht immer die komplette Reinigung, kann sie aber deutlich vorbereiten und vereinfachen. Der Molch schiebt zunächst Produktreste aus der Rohrleitung. Dadurch befindet sich vor der eigentlichen Reinigung wesentlich weniger Produkt im System.

Anschließend kann die Leitung mit Wasser, Dampf, Luft, Reinigungsmittel oder anderen Medien gereinigt werden. Weil weniger Produktreste vorhanden sind, kann der Reinigungsprozess kürzer und effizienter ausfallen. In hygienisch sensiblen Bereichen bleibt die validierte Reinigung weiterhin wichtig, aber der Aufwand kann reduziert werden.


14. Welche Einsparungen sind durch Molchtechnik realistisch?

Die Einsparungen hängen stark vom konkreten Prozess ab. Pauschale Werte sind unseriös, weil Rohrleitungslänge, Produktwert, Viskosität, Reinigungsaufwand, Wechselhäufigkeit und Anlagenlayout unterschiedlich sind.

Realistisch sind Einsparungen in mehreren Bereichen: weniger Produktverlust, weniger Reinigungsmedium, weniger Abwasser, kürzere Stillstandszeiten und geringerer Entsorgungsaufwand. Ein Unternehmen mit teuren Spezialprodukten und vielen Wechseln kann deutlich stärker profitieren als ein Betrieb mit einfachen Produkten und seltenen Reinigungszyklen.


15. Welche Rolle spielt Molchtechnik in der Lebensmittelindustrie?

In der Lebensmittelindustrie kann Molchtechnik besonders wertvoll sein, weil viele Produkte viskos, empfindlich oder hochwertig sind. Beispiele sind Schokolade, Joghurt, Saucen, Fruchtzubereitungen, Cremes oder Sirupe.

Hier hilft Molchtechnik, Produktreste zurückzugewinnen und Vermischungen zu reduzieren. Gleichzeitig können Reinigungsprozesse effizienter werden. Wichtig ist dabei immer, dass hygienische Anforderungen eingehalten werden. Deshalb müssen Materialauswahl, Reinigbarkeit und Anlagenkonzept sorgfältig geplant werden.


16. Wie verbessert Molchtechnik die Anlagenverfügbarkeit?

Anlagenverfügbarkeit bedeutet, wie lange eine Anlage tatsächlich produktiv genutzt werden kann. Jede Reinigung, jeder Produktwechsel und jeder Stillstand reduziert diese Zeit.

Molchtechnik kann helfen, Wechselprozesse zu verkürzen. Wenn Rohrleitungen schneller entleert und vorbereitet werden, steht die Anlage früher wieder für die nächste Produktion bereit. Besonders bei Betrieben mit vielen Chargen oder Varianten kann das die nutzbare Produktionszeit deutlich erhöhen.


17. Welche gesetzlichen und hygienischen Anforderungen müssen berücksichtigt werden?

Welche Anforderungen gelten, hängt stark von Branche und Produkt ab. In der Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie stehen Hygiene, Reinigbarkeit, Materialeignung und Produktsicherheit im Mittelpunkt. In der Chemieindustrie können zusätzlich Explosionsschutz, Gefahrstoffe, Druckanforderungen und Arbeitssicherheit relevant sein.

Molchsysteme müssen deshalb immer im Kontext der jeweiligen Anlage bewertet werden. Es reicht nicht, eine technische Lösung einzubauen. Sie muss auch zu den geltenden Qualitäts-, Sicherheits- und Dokumentationsanforderungen passen.


18. Was sind die Unterschiede zwischen Molchsystemen und klassischen Spülverfahren?

Bei klassischen Spülverfahren werden Produktreste meist mit Wasser, Lösungsmitteln oder Reinigungsmedien aus der Leitung gespült. Dabei vermischt sich das Produkt mit dem Spülmedium und ist oft nicht mehr verwendbar.

Beim Molchen wird das Produkt mechanisch verdrängt, bevor intensiv gespült wird. Dadurch kann ein größerer Teil des Produkts zurückgewonnen werden. Außerdem gelangt weniger Produkt in das Reinigungsmedium. Das kann Spülmengen, Abwasserbelastung und Reinigungszeiten reduzieren.


19. Wie hilft Molchtechnik bei der Reduzierung von Produktionskosten?

Produktionskosten entstehen nicht nur durch Rohstoffe, sondern auch durch Reinigung, Stillstand, Energie, Personal, Abwasser, Entsorgung und Ausschuss. Molchtechnik kann mehrere dieser Kostenblöcke gleichzeitig beeinflussen.

Wenn Produktreste zurückgewonnen werden, sinkt der Materialverlust. Wenn weniger gespült werden muss, sinken Verbrauchs- und Entsorgungskosten. Wenn Produktwechsel schneller ablaufen, steigt die nutzbare Produktionszeit. Dadurch kann Molchtechnik ein wichtiger Baustein zur Kostenoptimierung sein.


20. Welche Kenntnisse benötigen Planer und Betreiber für den erfolgreichen Einsatz von Molchsystemen?

Planer und Betreiber brauchen ein gutes Verständnis des gesamten Prozesses. Dazu gehören Produkteigenschaften, Rohrleitungsführung, Anlagenkomponenten, Reinigungsanforderungen, Steuerungstechnik, Sicherheitsaspekte und Wirtschaftlichkeit.

Wichtig ist auch die Fähigkeit, Grenzen zu erkennen. Nicht jede Leitung und nicht jedes Produkt ist automatisch molchbar. Die Weiterbildung beim Haus der Technik hilft dabei, technische Möglichkeiten realistisch zu bewerten, typische Fehler zu vermeiden und Molchtechnik sinnvoll in Planung oder Betrieb einzubinden.

Preise

Präsenz-Teilnahme
790,00 €*

mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme

Ausgewählter Termin

Do. 18.03.2027, 09:00 Uhr —
Do. 18.03.2027, 16:30 Uhr
Haus der Technik e.V.
Hollestr. 1
45127 Essen
Veranstaltungsnummer: VA-00330

Ansprechpartner

Organisatorische Fragen:
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Fachliche Fragen:
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K.Brommann@hdt.de
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