
Prüfungen von Ex-Anlagen – Pflichten, Inhalte, Befähigung
Das Seminar startet mit einer Übersicht zu den rechtlichen Anforderungen an die Prüfungen von Ex-Anlagen. Dabei sind auch die allgemeinen Anforderungen an Arbeitsmittel unter dem Blickwinkel der Explosionsgefährdung einbezogen, um zu einer ganzheitlichen und abgeschlossenen Behandlung der Prüfungen von Ex-Anlagen zu kommen.
Prüfungen sind im Explosionsschutzdokument konkret zu dokumentieren, darauf wird kurz eingegangen. Dabei sind Prüfarten, Prüfanlässe, Prüffristen für die wiederkehrenden Prüfungen spezifisch für jedes Prüfobjekt schriftlich vorzugeben. Zweckmäßigerweise wird das alles in Prüfplänen erfasst. Das wird umfassend und praxisnah behandelt. Ebenso sind die Anforderungen an die Prüfer festzulegen. Die verschiedenen Möglichkeiten im Rahmen der Vorgaben der Betriebssicherheitsverordnung dazu, was unter wirtschaftlichen Aspekten von großem Interesse ist, werden erläutert.
Schwerpunkte des Seminars sind die Prüfungen von Lüftungsanlagen, Inertisierungseinrichtungen, Gaswarneinrichtungen, PLT-Schutzeinrichtungen, Sicherheits-, Kontroll- und Regelvorrichtungen sowie von explosionsgeschützten Geräten. Der Explosionsschutz wird bei diesen hauptsächlich durch Zündschutzarten gewährleistet, die alle behandelt werden. Der Umfang der Diskussion richtet sich nach der Bedeutung der jeweiligen Zündschutzart. In allen Fällen werden das Prinzip und die für die Prüfpraxis bedeutsamen Merkmale diskutiert. Damit ist die Basis für die umsetzungsnahen Ausführungen zu den Prüfinhalten und Prüfarten bei wiederkehrenden Prüfungen, Wartung, Reparatur sowie Änderungen gegeben.
Ex-Anlagen beinhalten zusätzlich andere explosionsschutzrelevante Arbeitsmittel und auch Gebäudeteile. Dabei ist die Zündquelle Elektrostatik von größtem Interesse. In drei Beiträgen des Seminars werden die wichtigsten Prüfungen dazu mit Hilfe von Experimenten erläutert. Schließlich wird auch auf die Prüfung von Schutzsystemen und Baugruppen sowie Installationen eingegangen.
zum Thema
Für Ex-Anlagen - das sind explosionsgeschützte Geräte, Schutzsysteme, Sicherheitsvorrichtungen, Verbindungselemente und Gebäudeteile - sind in der Betriebssicherheitsverordnung Prüfungen verschiedenster Art vorgeschrieben. Dazu gehören vor allem regelmäßig wiederkehrende Prüfungen. Der Betreiber hat die schwierige Aufgabe, die Inhalte der Prüfungen, die Prüffristen und die Prüfer konkret, detailliert und individuell beispielsweise für jedes explosionsgeschützte Gerät oder ex-relevante Gebäudeteil festzulegen und zu dokumentieren.
Zielsetzung
Das Seminar vermittelt die Basis zur konkreten Festlegung von Prüfungen in bzw. von Anlagen in explosionsgeschützten Bereichen (Ex-Anlagen), wie es in der Betriebssicherheitsverordnung verlangt wird. Die Teilnehmer erwerben das Wissen, wie Prüfinhalte, Prüfarten, Prüfanlässe und Prüffristen sowie Prüfer einerseits rechtlich und technisch korrekt, andererseits organisatorisch und wirtschaftlich optimal festgelegt werden.
Teilnehmerkreis
- Fach- und Führungskräfte aus produzierenden Unternehmen
- Betreiber von Anlagen, Betriebsleiter, Technische Leiter, Betriebs- und Projektingenieure, Konstrukteure, Werkstattleiter, Sicherheitsingenieure
- Zur Prüfung befähigte Personen, Sachverständige, Gutachter, Explosionsschutzbeauftragte
Das Seminar ist unter anderem besonders geeignet für folgende Branchen:
Elektrotechnik, Elektronik, Installationstechnik, Chemie, Pharmazie, Lebensmittelherstellung, Kosmetik, Kältetechnik, Kfz, Holzverarbeitung, Umwelttechnik, Petroindustrie
USP
- Konkretisierung der Prüfungsinhalte
- Praktische Festlegung von Prüffristen
- Qualifikationsanforderungen an Prüfer
Programm
Knüpfen Sie neue Kontakte, tauschen Sie Wissen aus und lassen Sie den Seminartag zusammen mit anderen Seminarteilnehmern in gemütlicher Atmosphäre ausklingen
Referenten
Bieker & Bieker Elektronik GmbH (Ingenieurbüro), Drolshagen
Herr Dr. Bieker hat langjährige internationale Erfahrungen auf dem Gebiet des Explosionsschutzes - sowohl bezüglich Gasen und Dämpfen als auch Stäuben. Zusammen mit Herstellern von Geräten, Betrieben und Laboren erarbeitet er praxisnahe und wirtschaftliche Lösungen. Er hat an der TU Darmstadt Elektrotechnik mit den Fachrichtungen Energietechnik, Hochspannungstechnik und Regelungstechnik studiert. Nach Industrietätigkeit als Entwickler elektrisch-mechanischer Systeme war er an der TU München in Lehre und Forschung tätig und hat auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik promoviert. Seine Tätigkeit in der chemischen Industrie, Bayer AG, Leverkusen, führte ihn von verschiedenen Seiten, wie Prozessleittechnik-Ingenieur, Betriebsleiter und international tätiger Sicherheitsingenieur, zum Explosionsschutz. Er ist heute geschäftsführender Gesellschafter der Bieker & Bieker Elektronik GmbH und Mit-Geschäftsführer der Bieker & Bieker Explosionsschutz GbR.
Bieker & Bieker Explosionsschutz GbR, Drolshagen
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Dipl.-Ing. Kai Brommann
k.brommann@hdt.de
+49 201 1803-251


