
ROHRLEITUNGEN – UMSETZUNG WASSERRECHTLICHER ANFORDERUNGEN
Das Seminar stellt in der Einführung die Anforderungen an Rohrleitung nach WHG und Anlagenverordnung dar sowie an Flanschverbindungen, Dichtungen, Armaturen und an unterirdische Rohrleitungen, Straßen- und Tankwalldurchführungen.
Ein zweiter Schwerpunkt dieser Veranstaltung widmet sich der Dimensionierung von Rückhalteeinrichtungen unter Rohrleitungen sowie der Sanierung von Auffangräumen mit komplizierten geometrischen Bauformen.
Im letzten Themenblock werden die Entwicklung und die Umsetzung von Prüfkonzepten für bestehende oberirdische Rohrleitungsanlagen und Verfahren der zerstörungsfreien Prüfung von Rohrleitungen besprochen und vorgestellt.
Zum Thema
Der sichere Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ist ein Schwerpunkt des Sicherheitskonzeptes und muss bei dem Betrieb von Rohrleitungsnetzen beachtet werden. Leckagen müssen zurückgehalten werden. Dies ist schwer zu erfüllen, wenn Leitungen außerhalb von Gebäuden verlegt sind und nicht über flüssigkeitsdichte Flächen geführt werden können bzw. unterirdisch verlegt sind.
Ältere Rohrleitungen sind besonders betroffen. Auffangräume unter Leitungen und Pumpstationen müssen in engen Schächten instandgesetzt werden. Da viele Anlagen der Prüfpflicht durch befähigte Personen bzw. Sachverständige unterliegen, müssen bei Prüfung Nachweise über fachgerechte Planung, Verlegung, Wartung und Instandsetzung erbracht werden.
Vorgeschriebene Druckprüfungen lassen sich oft nicht realisieren. Zerstörungsfreie Ersatzprüfungen können alternativ durchgeführt werden. Die Entwicklung eines Prüfkonzepts, das auch von Sachverständigen und Behörden akzeptiert wird, senkt Kosten und schafft Rechtssicherheit.
Zielsetzung
Das Seminar vermittelt die Anforderungen an Rohrleitungen und deren Komponenten nach WHG und Anlagenverordnung. Leckagenvermeidung, Leckagendetektion und Leckagensanierung werden aus Sicht des Anlagenplaners dargestellt und erläutert.
Alternative Prüfkonzepte werden für die Fälle vorgestellt, in denen Druckprüfungen unter Betriebsbedingungen nicht möglich sind.
Teilnehmerkreis
Betreiber von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, Planer, Hersteller von Armaturen und Ausrüstungsteilen, Behörden, Sachverständige
Programm
- Anforderungen an Rohrleitung nach WHG und Anlagenverordnung
- Technische Regeln TRwS 780, 789 und die neue TRwS 779 sowie die Umsetzung für oberirdische und unterirdische Rohrleitungen
- Gefährdungsbeurteilungen für Rohrleitungen
- Anforderungen an Flanschverbindungen, Dichtungen, Armaturen
- Anforderungen an unterirdische Rohrleitungen, Straßen- und Tankwalldurchführungen
- Dimensionierung von Rückhalteeinrichtungen unter Rohrleitungen
- Entwicklung und Umsetzung von Prüfkonzepten für bestehende oberirdische Rohrleitungsanlagen
- Zerstörungsfreie Prüfung von Rohrleitungen – Verfahren und Bewertung der Ergebnisse
Referenten
Studium Maschinenbau an der RWTH Aachen mit dem Abschluss Dipl.-Ing.
Betriebsingenieur bei Thyssen Edelstahl.
30 Jahre Zentralbereich Umweltschutz bei Thyssen Stahl/ thyssenkrupp Steel mit dem Schwerpunkt Gewässerschutz.
Von 2000-2021 zusätzlich auch Sachverständiger für VAwS/AwSV Anlagen bei der Überwachungsgemeinschaft der Metallanlagenbetreiber (Ümet).
Seit 2022 Sachverständiger bei der Fachbetriebsgemeinschaft Maschinenbau (FGMA).
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
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Stefan Koop
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