
Rohrleitungsplanung für Industrie- und Chemieanlagen
Im Seminar Rohrleitungsplanung für Industrie- und Chemieanlagen stellen vier Experten an zwei Tagen die Vorgehensweisen zur Auslegung eines Rohrleitungssystems, über die Aufstellungsplanung bis hin zur Projektabwicklung einer Anlage dar.
Verfahrenstechnische Rohrleitungsauslegung, geltende technische Regelwerke sowie die festigkeitstechnische Rohrleitungsauslegung sind die Schwerpunkte des ersten Veranstaltungstages.
Am zweiten Veranstaltungstag steht die Aufstellungsplanung und das Materialmanagement im Fokus des Vormittags, am Nachmittag liegt der Schwerpunkt bei der Rohrleitungskonstruktion, deren Verlauf und Führung.
Das Seminar schließt ab mit der Projektabwicklung einer Anlage als System und deren technischer Spezifikation.
Zum Thema
Rohrleitungen dienen dem Transport von Flüssigkeiten oder Gasen sowie dem Transport von Feststoffen. Sie sind aufgrund der unterschiedlichen statischen und dynamischen Prozessbedingungen (Druck, Temperatur, Verschleiß, Korrosion) vielfältigen Belastungen ausgesetzt, die sowohl bei der Rohrleitungsplanung als auch bei der Rohrleitungskonstruktion im Rahmen vieler Vorschriften zu berücksichtigen sind.
Im Seminar behandelt werden Produkt- und Betriebsmittelleitungen, wie sie beispielsweise in den Betrieben der Chemie und Kunststoffindustrie eingesetzt werden. Nur indirekt behandelt werden z. B. Fernleitungen, Kernkraftwerksleitungen, Lüftungskanäle.
Zielsetzung
Ingenieure und Techniker werden ausgehend von der Analyse der Anforderungen mit den Aufgaben der Rohrleitungsplanung systematisch vertraut gemacht.
Viele Beispiele zeigen, wie Rohrleitungskomponenten und -systeme für verfahrenstechnische Aufgabenstellungen mit den Anforderungen aus technischen Regelwerken, z. B. EG-Druckgeräterichtlinie oder ASME-Code, hinsichtlich verfahrenstechnischer Auslegung, Festigkeit, Flexibilität und Aufstellungsplanung berechnet, spezifiziert und geplant werden.
Teilnehmerkreis
Techniker und Ingenieure aus Produktionsbetrieben und Rohrleitungsplanungsunternehmen, die einen vertiefenden und systematischen Einblick in die Planung und Ausführung von Rohrleitungssystemen anstreben.
Programm
- R&I-Schema
- Druckverlust in Rohrleitungen
- Armaturen
- Druckstoß
- Dämmung / Begleitheizung
- Entlüftung / Entleerung
- Technische Regelwerke
- Abgrenzung Gesetze zu Normen
- Harmonisierte Normen
- Verbindlichkeitsstruktur
- Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU (DGRL)
- CE-Kennzeichnung
- Maschinenrichtlinie 2006/42/EG (MRL)
- CE-Kennzeichnung - Baugruppe
- Einführung und Regelwerke
- Rohrleitungsbauteile
- Auslegung auf Innendruck
- Rohrklassen, P / T - Rating
- Rohrleitungssysteme
- Wärmedehnung
- Stützweiten
- Rohrstatik
- Berechnung im Projekt
- Interaktion mit der Planung
- Input zur Berechnung
- Lastfälle
- Stutzenlasten an Apparate
- Auswahl des Berechnungsverfahrens
- Berechnungsergebnisse
- Rohrleitungskomponenten im Detail
- Halterungen
- Kompensatoren
- Flanschverbindungen
- Dichtungen
- Schwingungen
- Rohrleitungsplanung: Aktivitäten in den Projektphasen
- Medienschlüssel / Rohrklassen
- FEED-Planung
- Trassierung (Routing), Rohrtragwerke
- Regeln für die Rohrleitungsplanung
- Standardlösungen (Best Practices)
- Planung im Bestand
- Einführung: Die Anlage als System
- Projektabwicklung
- Arbeitsplanung
- Technische Spezifikation mit Beispielen
Referenten
thyssenkrupp nucera AG & Co. KGa, Dortmund
BASF SE, Ludwigshafen
Lehrstuhl für Konstruktion im Maschinen- und Apparatebau, Universität Kaiserslautern
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Fr. 25.06.2027, 16:30 Uhr
Am Sandtorkai 4
20457 Hamburg
DE
Digitaler Campus
Ansprechpartner
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Kai Brommann
K.Brommann@hdt.de
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