
Thermal Runaway und thermische Propagation bei Lithium-Ionen-Batterien
Thermal Runaway, das thermische Durchgehen einer Zelle, und thermische Propagation, die Propagation eines thermischen Ereignisses von Zelle zu Zelle in einer Batterie, gehören zu den größten sicherheitstechnischen Herausforderungen beim Betrieb von Lithium-Ionen-Batterien, wie sie im wachsenden Segment der Elektromobilität mittlerweile verstärkt zum Einsatz kommen. Im Seminar sollen Grundlagen von Thermal Runaway und thermischer Propagation in Lithium-Ionen-Batterien besprochen werden sowie Test- und Simulationsmöglichkeiten vorgestellt werden. Zudem wird die Normen- und Gesetzeslage bei thermischer Propagation beleuchtet und es wird auf Aspekte der funktionalen Sicherheit im Zusammenhang mit thermischer Propagation eingegangen (Gefahren- und Risikoanalyse nach ISO 26262:2019). Hinweise auf Detektionsmöglichkeiten sowie den richtigen Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien runden das Seminar ab.
Zum Thema
Der Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien, wie sie im stark wachsenden Segment der Elektromobilität mittlerweile verstärkt zum Einsatz kommen, gehört aktuell zu den größten sicherheitstechnischen Herausforderungen bei Elektrofahrzeugen aber auch in vielen anderen Bereichen der Industrie. Schäden, die durch das thermische Durchgehen einer Zelle (Thermal Runaway) und die Vermehrung eines thermischen Ereignisses von Zelle zu Zelle (thermische Propagation) in einer Batterie entstehen, gilt es zu vermeiden, um Traktionsbatterien sicherer zu machen.
Zielsetzung
Die Teilnehmer bekommen den aktuellen technischen, rechtlichen und normativen Entwicklungsstand zum Thema "Thermal Runaway und thermische Propagation an Lithium-Ionen-Batterien" vermittelt.
Teilnehmerkreis
Entwicklungsingenieure besonders aus der Automobil- und Batterieindustrie, Hochschulangehörige aus den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Chemie, Physik und Informatik sowie angrenzender Fachbereiche, Patentanwälte.
Programm
Referenten
Technische Universität Clausthal – Batterien und Energietechnik
Volkswagen AG, Wolfsburg
Nach der Promotion in Chemie trat Dr. Alexander Börger in die Volkswagen AG ein und beschäftigt sich dort seit über 10 Jahren mit Batterien unterschiedlicher Technologien, derzeit als Vorschriftenkoordinator für Elektro- und Hybridfahrzeugen. Daneben erfolgte die Wahrnehmung von Lehraufträgen an der TU Braunschweig. Dr. Börger ist Autor von ca. 40 wissenschaftlichen Publikationen und einer Reihe von Patenten.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Energiespeichertechnologien, Goslar
- Masterstudium der Energiesystemtechnik an der TU Clausthal mit Abschlussarbeit zur Erkennung von BatteriefehlernÂ
- Seit 4 Jahren Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent am Forschungszentrum Energiespeichertechnologien in Goslar. Neben Tätigkeiten in der universitären Lehre Forschung zur Batteriesicherheit mit Schwerpunkt Fehlererkennung u.a. im Rahmen von Industriekooperationen.
- Erfahrungen bei der Planung und Durchführung von „Abuse“-Tests von Zell- bis Modullevel.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Di. 09.04.2024, 17:00 Uhr
Digitaler Campus
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Dipl.-Ing. Bernd Hömberg
b.hoemberg@hdt.de
+49 201 1803-249


