
Umweltmanagementsysteme (UMS)
Dieses Seminar vermittelt einen Überblick über Aufbau, Struktur und Inhalt von Umweltmanagementsystemen nach ISO 14001:2015 und EMAS (Eco-Management and Audit Scheme – auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit) sowie dem Energiemanagementsystem (EnMS) nach ISO 50001.
Ausgehend von Informationen über ein betriebliches Umweltmanagementsystem werden Ihnen die international anerkannten Umweltmangementsysteme und die Anforderungen an diese vorgestellt.
Darauf aufbauend behandeln wir in dieser Veranstaltung die Themen PDCA-Zyklus, stellen die wichtigen Unterschiede zwischen ISO 14001:2004 und ISO 14001:2015 hervor und beschäftigen uns u. a. mit High Level Structure (HLS; High-Level-Struktur) und der Lebenszyklusperspektive .
Darüber hinaus wird anhand praktischer Beispiele das Eco-Management and Audit Scheme III (EMAS III; auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit ) mit Inhalten aus Umweltprüfung, Umweltleitlinie, Umweltprogramm, Umweltbetriebsprüfung, Managementbewertung sowie Umweltleistungskennzahlen, Dokumenten- und Ablauflenkung, Erstellung der Umwelterklärung, Validierung und Registrierung erklärt.
Zum Thema
Unter Umweltmanagementsystem versteht man die organisatorische und personelle Verankerung der verschiedenen mit der Umweltpolitik verbundenen Aufgaben und damit die Schaffung der strukturellen Voraussetzungen für eine aktive Umweltpolitik.
Umweltmanagementsysteme unterstützen Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Hierzu werden eine aktive Beteiligung der Beschäftigten und der Dialog mit der Öffentlichkeit gefordert.
Stetige Anpassung und Ergänzung der Gesetzeslage führen zur Revision bestehender Richtlinien und Verordnungen. Hierzu zählen die ISO 14001:2015, die im September 2015 in Kraft getreten ist, aber z. B. auch die Spitzenausgleich-Effizienzverordnung (SpaEfV), die Begrenzung der EEG-Umlage und die Verpflichtung zur Durchführung periodischer Energieaudits, welche an den Nachweis eines zertifizierten Energiemanagementsystems nach ISO 50001 oder eines registrierten Umweltmanagementsystems nach EMAS gekoppelt sind.
Zielsetzung
Die Teilnehmenden lernen den Aufbau sowie die Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Managementsystemen kennen. Die wichtigsten Elemente dieser Systeme werden vorgestellt und ihre Einordung in den Betriebsablauf erläutert. Dazu gehören z. B. Umweltprüfung, Zielsetzung, Ermittlung und Relevanzbewertung von Umweltaspekten, Zuständigkeit im Betrieb, Kommunikation/Dokumentation sowie Umwelterklärung und Zertifizierung/Validierung. Fallbeispiele tragen zum Verständnis bei.
Teilnehmerkreis
Fachpersonal im Bereich Umweltschutz, Produktverantwortung, Umweltmanagement und Umweltschutz sowie Führungskräfte, die sich in die Thematik „Umwelt-/ Energiemanagement“ einarbeiten wollen, sich Grundlagen für das Verständnis und einen Überblick über Aufbau, Struktur und Anwendung der Managementsysteme verschaffen möchten.
Programm
Umwelt- und Energiemanagement
- Zielsetzungen und Einordnung in Gesetze und Programme
- Bestandsaufnahme und Umweltprüfung
Aufbau und Pflege des Umwelt- und Energiemanagementsystems
- ISO 14001, EMAS, ISO 50001
- Kontext- und Stakeholderanalyse
- Verpflichtung der Leitung und Aufgabendelegation
- Rolle der Beauftragten, die Aufbauorganisation
- Lebenszyklusperspektive
- Interne Audits und Managementbewertung
- Umweltleistungskennzahlen
- Kontinuierliche Verbesserung
- Reporting und Umwelterklärung
Aufbau und Pflege des Energiemanagementsystems (Spezifika)
- ISO 50004, 50006, 50015 und 50047
- Energetische Bewertung
- Energieaktionspläne
- Ausgangsbasis und Normalisierung
- Energieleistungskennzahlen
- Verbesserung der energetischen Leistung
Vom Umweltmanagement zum Nachhaltigkeitsbericht
Elemente der Nachhaltigkeitsmanagements und der Berichterstattung
- Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK).
- GRI-Initative (Global Reporting Initiative).
- Carbon disclosure Project (CDP-Imitative).
- Sience Based Targets(SBTi).
- EFRAG-Reporting Anforderungen.
Verpflichtungen zum Energie- und Umweltmanagementsystem
- Rückerstattung Strom- und Energiesteuer bei Nachweis von ISO 50001 oder EMAS
- Spitzenausgleich-Effizienzverordnung (SpaEfV)..
- Besondere Ausgleichsregelung (EEG).
- Verordnung über Maßnahmen zur Vermeidung von Carbon-Leakage durch den nationalen Brennstoffemissionshandel (BEHG-Carbon-Leakage-Verordnung - BECV)
- Änderung des Energiedienstleistungsgesetzes EDL-G, Verpflichtung zur Durchführung periodischer Energieaudits.
Zertifizierung, Validierung, Registrierung
- Ablauf der Zertifizierung und Anforderungen.
- Regelungen zum Umgang mit mehreren Standorten.
- Validierung der Umwelterklärung und Registrierung.
Referenten
Müller-BBM GmbH Niederlassung Köln, Kerpen
Studium: Universität Köln, Dipl.-Geograph
Staatsexamen für die Laufbahn des höheren geologischen Dienstes im Lande NRW (Assessor)
Promotion an der Universität Tübingen in Geoökologie
Berufstätigkeit: seit 1989 Beamter im Vorbereitungsdienst
seit 1993 Dr. Werner Wohlfarth, Unternehmensberatung Umweltschutz
(seit 2007 firmiert zur TAUW GmbH)
seit 2007 Geschäftsführer der Dr. Wohlfarth Zertifizierung GmbH
seit 2011 Müller-BBM GmbH
seit 2012 Geschäftsführer der Müller-BBM Cert GmbH
Qualifikationen: Seit 2004 ö.b.u.v. Sachverständiger für Verifizierungen im
Treibhausgasemissionshandel seit 2008 ö.b.u.v. Sachverständiger für Umweltverträglichkeitsprüfungen seit 2007 zugelassener Umweltgutachter und zertifizier EMAS, ISO 14001 und ISO 50001 nach VO EU 1221/2209 (EMAS) seit 2002 Mitarbeit im DIN NAGUS in verschiedenen Arbeitsgremien, stellvertr. Obmann des AA8 Treibhausgasmanagement seit 2010 Mitglied im Umweltgutachterausschuß des BMU seit 1995 jährlich 8 bis 15 Vorträge zu aktuellen Themen des betrieblichen Umweltschutzes, der betrieblichen Organisation, der Bauleitplanung und des Immissionsschutzes bei verschiedenen Weiterbildungsträgern.
Termine
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Dr. rer. nat. Uwe Schröer
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