
Wärmepotenziale neu erschließen – Technik, Vernetzung und flexible Versorgung
Wie lässt sich vorhandene Wärme effizienter nutzen, und welche bisher ungenutzten Potenziale können durch technische und betriebliche Veränderungen erschlossen werden? Das Seminar behandelt diese Fragen vor dem Hintergrund der Dekarbonisierung industrieller Prozesse und der Weiterentwicklung von Wärmenetzen. Fachvorträge, Praxisbeispiele und eine gemeinsame Konzeptarbeit vermitteln Ihnen eine strukturierte Vorgehensweise, um Wärmequellen und Verbraucher zusammenzuführen und Lösungsansätze für eigene Projekte zu bewerten.
Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Wärmeangebot und Wärmebedarf. Unterschiedliche Temperaturen, Betriebszeiten sowie tägliche und saisonale Leistungsprofile bestimmen, welche Versorgungskonzepte sinnvoll sind. Sie erfahren, wie Wärmeübertrager, Wärmepumpen und Wärmespeicher zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten eröffnen und wie geeignete Verbraucher innerhalb eines Betriebs oder über Standortgrenzen hinweg verbunden werden können. Beispiele aus Geothermie und industrieller Abwärmenutzung verdeutlichen technische Möglichkeiten und praktische Grenzen. Ein Überblick über relevante regulatorische Rahmenbedingungen ergänzt die fachliche Betrachtung.
Im Workshop entwickeln Sie gemeinsam mit anderen Teilnehmenden und den Referierenden Versorgungsideen für unterschiedliche räumliche und betriebliche Situationen. Sie vergleichen Lösungsansätze, hinterfragen Annahmen und prüfen, wie sich veränderte Bedingungen auf Ihr Konzept auswirken. Der anschließende Speichervortrag greift offene Fragen aus der Gruppenarbeit auf. Am zweiten Tag stehen Bestandsanlagen, zusätzliche Wärmerückgewinnung und die wirtschaftliche Umsetzung im Vordergrund. Sie nehmen konkrete Prüffragen und Anregungen mit, um Wärmepotenziale im eigenen Verantwortungsbereich systematisch weiterzuverfolgen.
Zum Thema
Eine zukunftsfähige Wärmeversorgung erfordert, vorhandene Wärme effizienter zu nutzen und zusätzliche Potenziale zu erschließen. Häufig begrenzen Temperaturniveaus, zeitliche Verfügbarkeit, technische Integrationsbedingungen oder fehlende Abnehmer die Nutzung. Welche Veränderungen an Quelle, Verbraucher und Betrieb können diese Grenzen überwinden?
Das Seminar betrachtet Wärmequellen, Verbraucher und verbindende Technologien im Zusammenspiel. Wärmeübertrager, Wärmepumpen und Speicher werden ebenso einbezogen wie die Vernetzung geeigneter Abnehmer und eine an Tages- und Jahreslasten angepasste Betriebsweise. Praxisbeispiele verdeutlichen Möglichkeiten und Grenzen.
Am ersten Tag stehen neue Versorgungskonzepte und deren gemeinsame Entwicklung im Mittelpunkt. Der zweite Tag widmet sich der Weiterentwicklung bestehender Anlagen. Technische, regulatorische und wirtschaftliche Gesichtspunkte bilden den Rahmen, um Lösungsansätze einzuordnen und auf eigene Projekte zu übertragen.
Zielsetzung
Sie lernen, Hemmnisse der Wärmenutzung systematisch zu erkennen und geeignete Lösungsansätze abzuleiten. Sie beurteilen das Zusammenspiel von Quellen, Verbrauchern, Wärmeübertragern, Wärmepumpen und Speichern anhand von Temperaturen, Leistungsprofilen und Betriebsbedingungen. Sie vergleichen neue Versorgungskonzepte und Verbesserungsmöglichkeiten im Bestand und entwickeln konkrete Prüffragen für eigene Projekte.
Teilnehmerkreis
Fach- und Führungskräfte sowie Projektingenieure aus Industrie, Energieversorgung, Stadtwerken, Anlagenbau und Ingenieurbüros, insbesondere aus Energie- und Wärmemanagement, Anlagenplanung, Betrieb, Instandhaltung und technischer Entwicklung.
Angesprochen sind Personen, die Wärmepotenziale erschließen, Versorgungskonzepte entwickeln oder bestehende Anlagen energetisch verbessern möchten.
Programm
Referenten
Hinweise
Technisches Grundverständnis ist hilfreich. Spezifische Kenntnisse einzelner Wärmequellen oder Wärmenetztechnologien werden nicht vorausgesetzt.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
info@hdt.de
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Frank Adamczyk
f.adamczyk@hdt.de
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