
Wechselwirkungen Motor – Frequenzumrichter
Der Einsatz von Frequenzumrichtern zur Optimierung des Motorenbetriebs (Elektromotor) gewinnt immer mehr an Bedeutung (Elektromobilität, Industrieantriebe). Mit modernen Frequenzumrichtern können nahezu alle Antriebsaufgaben durchgeführt werden, für die früher geregelte Gleichstromantriebe erforderlich waren.
Der drehzahlveränderliche Betrieb von Elektromotoren (Antrieben) trägt zur Steigerung der Energieeffizienz bei. In der zunehmenden Automation der Produktion nimmt die Leistungsfähigkeit durch Lösungen mit variablen Drehzahlen zu, die eine verbesserte Prozessregelung ermöglichen. Sie lernen im Seminar vermittelt, wie ein Antrieb bestehend aus einem Induktions- oder Synchronmotor und einem Frequenzumrichter aufeinander abgestimmt optimal werden.
Zum Thema
Das Seminar vermittelt einführend Grundlagen zu elektrischen Maschinen (Elektromotoren), Frequenzumrichtern (Umrichter) und Drehzahlveränderlichem Betrieb (Antriebstechnik). Randbedingungen der Systemauslegung führen zur geeigneten Umrichter- und Motorauswahl, hier sind die Spannungsanpassung und die Ausgangsgrößen des Frequenzumrichters von besonderem Interesse.
Aufgezeigt wird im Seminar die Entstehung von Verlusten bei Netzeinspeisung und Umrichtereinspeisung, deren Einflussfaktoren und Vermeidung sowie Optimierungen von Wirkungsgradkennfeldern. Schadensbilder durch Lagerspannungen werden analysiert, Ursachen und Arten von Lagerströmen mit Messungen und Methoden der Vorausberechnung sowie Abhilfemaßnahmen werden vorgestellt. Netzrückwirkungen werden angesprochen.
Magnetgeräusche werden im Seminar von ihren Grundlagen her erläutert, Methoden der Vorausberechnung vorgestellt, zulässige Grenzen von Geräuschen aufgezeigt. Wie die Geräuschanalyse zur Vermeidung von Magnetgeräuschen eingesetzt werden kann, wird demonstriert.
Zielsetzung
Den Teilnehmern wird im Seminar vermittelt, wie ein Antriebssystem (Antriebstechnik) bestehend aus einem Induktions- oder Synchronmotor Antrieb und einem Frequenzumrichter aufeinander abgestimmt wird.
Sie erfahren in dieser Weiterbildung, was dabei besonders zu beachten ist und welche technisch wichtigen Wechselwirkungen und Störeffekte aus dem Zusammenspiel von Drehstrommotor und Frequenzumrichter resultieren können.
Teilnehmerkreis
Systemverantwortliche, d.h. die Anwender oder OEMs, die zugekaufte Komponenten wie Motor und Umrichter zusammenbringen, sowie Ingenieure mit Erfahrungen im Bereich E-Maschinen oder im Bereich Umrichter, die ihr Wissen über die möglichen Wechselwirkungen mit den jeweils anderen Systemkomponenten erweitern möchten. Elektrotechnisches Fachwissen wird vorausgesetzt.
Programm
Elektrische Maschinen (Antriebstechnik mit allen Motorenarten), Drehstrommotor, Antriebstechnik, Antriebe, Frequenzumrichter, Drehzahlveränderlicher Betrieb, Grenzen der Feldschwächung, Umrichter, Spannung, Frequenz, Drehzahl, Getriebemotor
Randbedingungen, Umrichterauswahl, Motorauswahl, Entwärmung des Motors, Erfordernis von Gebern, Spannungsanpassung, Auslegung
Verlustarten, Entstehung zusätzlicher Verluste bei Netzeinspeisung und Umrichter Einspeisung, Einflussfaktoren, Vermeidung, optimierte Wirkungsgradkennfelder
Schadensbilder, Ursachen und Arten von Lagerströmen, Messergebnisse, Vorausberechnung, Schäden durch EDM-Ströme, Abhilfemaßnahmen
Kraftwirkungen in elektrischen Maschinen, Entstehungsmechanismus, Vorausberechnung, Drehwellen des Luftspaltfeldes, Geräuschanregung, zulässige Grenzen, Analyse und Vermeidung von Magnetgeräuschen
Referenten
- seit 2007: Studiendekan für Elektrotechnik und Informationstechnik, Leibniz-Universität Hannover
- seit 2003: Universitätsprofessur für Antriebssysteme, Leibniz-Universität Hannover
- 1995 - 2003: Entwicklungsingenieur für drehzahlvariable Maschinen, Berechnungsleiter, Technischer Leiter, Mitglied der Geschäftsleitung im Siemens Dynamowerk Berlin
- 1994 Promotion: Elektrotechnik, Universität Hannover, Prof. Dr.-Ing. H. O. Seinsch
- 1990 - 1994: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Elektrische Maschinen und Antriebe, Universität Hannover
- 1984 – 1990: Universität Hannover, Elektrotechnik/Energietechnik, Dipl.-Ing.
- 2004: Berufung zum Professor für Leistungselektronik und Antriebsregelung an der Universität Hannover
- 1993 - 2004: Industrietätigkeit bei der Siemens AG in Erlangen und Nürnberg als FuE-Ingenieur, Leiter Entwicklung Steuerung und Regelung für Großantriebe, und als Produktmanager für Mittelspannungsumrichter
- 1992: IEEE IAS IPCC 2nd Prize Paper Award
- 1992: Promotion zum Dr.-Ing. an der RWTH Aachen
- 1989 - 1990: Research Associate an der University of Wisconsin at Madison
- 1989: Herbert-Kind-Preis der ETG im VDE
- 1987 - 1992: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Stromrichtertechnik und elektrische Antriebe der RWTH Aachen
- 1982 - 1987: Studium der Elektrotechnik an der RWTH Aachen
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Dipl.-Ing. Bernd Hömberg
b.hoemberg@hdt.de
+49 201 1803-249
