
Fahrzeug-Aerodynamik
Sie erhalten wertvolle Anregungen zur zukĂĽnftigen Arbeit in der automobilen Aerodynamik und in angrenzenden Fachgebieten, zum optimalen Einsatz der relevanten Entwicklungs- und Forschungswerkzeuge, sowie einen Ăśberblick zur Aerodynamik von aktuellen Serienfahrzeugen. Ein besonderes Highlight der Tagung wird eine FĂĽhrung im neuen Aeroakustik-Zentrum der BMW Group sein.
Prof. Dr. Thomas Indinger (TU MĂĽnchen) und Prof. Dr. Thomas SchĂĽtz (BMW AG) sind fĂĽr die fachliche Gestaltung der Tagung verantwortlich.
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Mehr InformationenZum Thema
Das Thema Aerodynamik hat in den letzten Jahren nichts an seiner Faszination verloren. Fahrzeughersteller werben weiterhin damit, dass Ihre Elektrofahrzeuge beste "cw Werte" aufweisen. So hat der neue Mercedes EQS einen cw-Wert von 0,20, das ist Spitzenklasse. Ist die Energie knapp wie bei einem Elektroauto, spielt die Aerodynamik eine noch größere Rolle. Im Rennsport ist Aerodynamik greifbar, aber auch beim Schwerlastverkehr ist der wirtschaftliche Nutzen einer guten Aerodynamik immens.
Zielsetzung
Impulse und Erfahrungsaustausch fĂĽr aktuelle und zukĂĽnftige Entwicklungen in der Fahrzeugaerodynamik.
Mitarbeitende aus Design und Entwicklung, sowohl in der geometrischen und funktionalen Gestaltung, als auch aus dem Gesamtfahrzeug-, Fahrwerks-, Antriebstrag- und Thermomanagementbereich kommen hier zusammen, genauso wie Projektingenieure in der Baureihenentwicklung.
Teilnehmerkreis
Kollegen und Kolleginnen, die in den Bereichen
- Design
- Entwicklungsingenieurwesen
- Naturwissenschaften
- Materialentwicklung
- Programmierung
arbeiten.
Wenn Sie sich einen Überblick über den Entwicklungsstand verschaffen wollen oder neu in das Gebiet einsteigen möchten, sind Sie hier genau richtig.
- hochkarätiges Fachforum im Bereich Fahrzeugaerodynamik
- Erfahrungsaustausch zur Erweiterung des eigenen Horizontes
- FĂĽhrung im neuen Aeroakustik-Zentrum der BMW Group
Programmänderungen vorbehalten.
Programm
12:30 Uhr | Aero-Engineering auf Rekordniveau: Das Concept AMG GT XX |
13:00 Uhr | Aerodynamik des neuen Porsche Cayenne electric |
13:30 Uhr | Optimiert für Höchstleistung – Die Aerodynamik-Entwicklung des Hyundai Ioniq 6 N Michael Schönauer |
14:30 Uhr | Einfluss realistischer Strömungsbedingungen auf das Windgeräusch im Fahrzeug |
15:00 Uhr | Numerische Modellierung des Wassertransports durch enge Spalten mittels gitterfreier CFD-Simulation |
15:30 Uhr | Natürlicher Luftwechsel in Räumen von Gebäuden |
16:30 Uhr | Aktive Aerodynamik im Rahmen des Concept AMG GT XX Technologieprogramms: Aktives Aerorad |
| 17:00 Uhr | Messung der Volumenstromverteilung ĂĽber einem FahrzeugkĂĽhler am Beispiel eines Tata Punch |
08:45 Uhr | From Fiction to Function: Teaching Aerodynamic Thinking in Transportation Design Education |
| 09:15 Uhr | ISO 17025 im Windkanal: Aufwand und Nutzen fĂĽr WLTP |
10:15 Uhr | Aerodynamics in Endurance Racing |
| 10:45 Uhr | Aktive Aerodynamik im Rahmen des Concept AMG GT XX Technologieprogramms: Plasmaaktuator |
Die Tagung endet am Aeroakustik-Zentrum der BMW Group (FIZ Haupteingang, Knorrstr. 147, 80788 MĂĽnchen)
Referenten
Leiter Qualitätsprogramm BMW Motorrad, BMW Group, München
Gruppenleiter Aerodynamik und Simulation
Vorentwicklung im Bereich adaptiver Aerodynamiksysteme
Leiter des Aerodynamik-Labors
Kinematische Systeme: Auslegung und Berechnung
Messmethodenentwicklung
Lotus Cars, Norfolk, 2019-2024
Verantwortung für aerodynamic attributes für Lotus Emira, Evija und elekritsche europäische Sportwagenplattform
On-track aerodynamics und Windkanalversuche
Verantwortlich für climate comfort
Konzipierung eines Prüfstands zur thermischen Auslegung batterie-elektrischer Fahrzeuge
Tata Motors, Coventry, 2024 - heute
Windkanalversuche und digitale Prozesse
Aerodynamische Verantwortung der Baureihe Safari und Harrier
Messmethodenentwicklung im Bereich Kühlung
Christoph Irrenfried ist Assistenzprofessor und Leiter der Arbeitsgruppe Aerodynamik am Institut für Strömungslehre und Wärmeübertragung der Technischen Universität Graz. Er promovierte an derselben Universität mit einer Arbeit über den konvektiven turbulenten Wärmeübergang in wandnahen Strömungen, basierend auf direkten numerischen Simulationen in Kombination mit experimenteller Validierung. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in der Aerodynamik, der experimentellen und numerischen Strömungsmechanik sowie der Wärmeübertragung. Dabei befasst er sich insbesondere mit Gebäude- und Umströmungsaerodynamik, natürlicher Ventilation, turbulenten Grenzschichten, Windkanalexperimenten sowie hochauflösenden CFD-Methoden wie Large-Eddy-Simulationen (LES). Ein weiterer Fokus seiner Arbeit liegt auf anwendungsnahen Fragestellungen in den Bereichen nachhaltige Gebäude, urbane Strömungen und energieeffiziente Lüftungskonzepte.
Daimler AG, Sindelfingen
Hinweise
Teilnehmenden der Konferenz Fahrzeug-Aerodynamik steht ein Kontingent an Hotelzimmern (EZ inkl. Frühstück 169,00 €) zur Verfügung.
Zugriff auf die entsprechende Buchungsmöglichkeit erhalten Sie nach Anmeldung zur Konferenz.
Ihre Ansprechpartnerin:
Dipl.-Kffr. Katharina Röder
E-Mail: k.roeder@hdt.de
Telefon: +49 201 1803-234
FĂĽr organisatorische Fragen:
Mona vom Dahl
E-Mail: m.vomdahl@hdt.de
Telefon +49 201 1803-233
FAQ zur Fahrzeug-Aerodynamik-Tagung
Welche zentralen Trends prägen derzeit die Fahrzeug-Aerodynamik – und was unterscheidet die Entwicklungen 2026 von denen vor zehn Jahren?
Wir sehen heute eine viel stärkere Systembetrachtung: Aerodynamik, Thermomanagement, Akustik, Fahrdynamik und Elektrifizierung werden gemeinsam optimiert, statt isoliert betrachtet. Der Druck durch Effizienz, CO2-Regulierung und Reichweite bei Elektrofahrzeugen hat den Stellenwert der Aerodynamik deutlich erhöht.
Welche speziellen aerodynamischen Herausforderungen ergeben sich bei Elektrofahrzeugen im Vergleich zu konventionell angetriebenen Fahrzeugen?
Bei E-Fahrzeugen zählen vor allem Reichweite und Ladeeffizienz, sodass Luftwiderstand direkt „in Kilometern“ messbar wird. Gleichzeitig verlangt die Batterie- und Leistungselektronikkühlung komplexe Strömungsführungen, die elegant in das Design integriert werden müssen.
Welche Möglichkeiten eröffnet das Aeroakustik-Zentrum der BMW Group für Forschung und Serienentwicklung?
Das Zentrum erlaubt uns, Aerodynamik und Aeroakustik unter hochrealistischen Bedingungen gleichzeitig zu untersuchen. So können wir früh im Entwicklungsprozess Optimierungen vornehmen, die Effizienz, Komfort und Kundenerlebnis messbar verbessern.
Wie lässt sich das Zusammenspiel von numerischen Methoden und Windkanaltechnik heute optimal gestalten?
Simulationen liefern enorme Freiheitsgrade in der Konzeptphase, während der Windkanal für Validierung und Feintuning unverzichtbar bleibt. Die Zukunft gehört integrierten Entwicklungsprozessen, in denen Daten nahtlos zwischen CFD, Fahrversuch und Windkanal fließen.
Welche Rolle spielt instationäre Aerodynamik inzwischen für Entwicklung und Fahrstabilität?
Reale Fahrbedingungen sind geprägt von Seitenwind, Turbulenzen und Verkehrseinflüssen – also instationären Effekten. Wir betrachten heute vor allem die zeitliche Stabilität von Auftrieb und Seitenkraft, um Sicherheit, Komfort und Spurtreue zu erhöhen.
Wo sehen Sie konkrete Einsatzfelder fĂĽr datenbasierte Methoden und Machine Learning in der Aerodynamik?
Machine Learning hilft uns, große Simulations- und Messdatensätze zu strukturieren, Trends zu erkennen und Designräume effizient zu durchsuchen. Erste Ansätze, surrogate Modelle für schnelle Konzeptbewertungen einzusetzen, sind bereits heute in der Praxis angekommen.
Wie verändert die Aeroakustikentwicklung sich, wenn der Antrieb immer leiser wird?
Strömungsgeräusche werden im Innenraum viel deutlicher wahrnehmbar und damit zum zentralen Komfortthema. Wir optimieren daher Karosserie, Spiegel, Anbauteile und Unterboden gezielt auf ein ruhiges und zugleich „wertiges“ Klangbild.
Inwiefern beeinflusst das Thermomanagement moderner Antriebe die aerodynamische Auslegung?
Aktive Kühlluftführungen, variable Klappen und integrierte Luftkanäle sind heute Standard. Ziel ist, nur dann und dort Luft zuzuführen, wo sie wirklich gebraucht wird – das spart Energie und erlaubt sehr effiziente Front- und Unterbodenkonzepte.
Welche aerodynamischen Innovationen aus dem Rennsport sind fĂĽr die Serie besonders interessant?
Aus dem Rennsport kommen vor allem Erkenntnisse zur instationären Strömung, zur Strömungsführung in Grenzbereichen und zur aktiven Aerodynamik. Die Kunst besteht darin, diese Technologien robust, kosteneffizient und alltagstauglich für Serienfahrzeuge zu adaptieren.
Wie ausgereift sind aktive Aerodynamiksysteme heute, und wo liegen ihre größten Potenziale?
Aktive Klappen, Spoiler und Fahrwerkshöhenverstellungen sind technisch etabliert und zuverlässig. Das künftige Potenzial liegt in der intelligenten Vernetzung mit Navigationsdaten, Wetter und Verkehr, um Aerodynamik vorausschauend zu regeln.
Kann optimierte Aerodynamik tatsächlich helfen, Fahrzeuge und Sensoren länger sauber zu halten?
Ja, gezielte Strömungsführung beeinflusst, wo Wasser, Schlamm und Spray anhaften oder abfließen. Das ist nicht nur ein Komfortthema, sondern entscheidend für die Funktionssicherheit von Kameras, Radar und Lichtsystemen.
Welche Erkenntnisse aus der automobilen Aerodynamik lassen sich auf Schienenfahrzeuge, Luftfahrt und militärische Anwendungen übertragen?
Grundprinzipien wie Widerstandsreduktion, Seitenwindstabilität und Geräuschminderung gelten über alle Verkehrsträger hinweg. Der gegenseitige Wissenstransfer – etwa zwischen Hochgeschwindigkeitszügen, UAVs und Nutzfahrzeugen – wird in Zukunft noch wichtiger werden.
Wie verändern neue Materialien und Oberflächen die Aerodynamikentwicklung?
Leichtbauwerkstoffe und funktionalisierte Oberflächen eröffnen neue Freiheiten in Formgebung und Feinstruktur. Mikrostrukturen, Beschichtungen und Präzisionskanten helfen, Grenzschichten zu kontrollieren und lokale Strömungen gezielt zu beeinflussen.
Bleibt der cw-Wert das zentrale MaĂź fĂĽr gute Aerodynamik, oder brauchen wir neue Kennzahlen?
Der cw-Wert bleibt ein wichtiger Basisindikator, reicht allein aber nicht mehr aus. Für Reichweite, Energiebedarf und Komfort betrachten wir heute integrale Größen über reale Fahrzyklen sowie zusätzliche Kennwerte für Seitenwind- und Auftriebscharakteristik.
Welche Fähigkeiten wünschen Sie sich von jungen Ingenieurinnen und Ingenieuren, die in die Aerodynamik einsteigen?
Wir brauchen Menschen, die Strömungsphysik verstehen und gleichzeitig souverän mit Simulation, Datenanalyse und Versuchstechnik umgehen. Offenheit für interdisziplinäre Zusammenarbeit – etwa mit Software, Materialentwicklung und Design – ist dabei mindestens so wichtig wie klassische Aerodynamikkompetenz.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
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Ansprechpartner
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Katharina Röder
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