
Forum Baugrund und Windenergie
Das Forum Baugrund und Windenergie richtet den Fokus auf die fachgerechte Durchführung der geotechnischen Standorterkundung und Gründungsberatung, die für den Bau von Windenergieanlagen und deren Kranstellplätzen sowie Zuwegungen entscheidend ist. Die Veranstaltung liefert Wissen zu wissenschaftlichen Grundlagen und präsentiert erprobte Verfahren zur Baugrunderkundung, Bodenverbesserung und Gründung anhand anschaulicher Fallbeispiele. Eine Abendveranstaltung bietet zudem Raum für Networking und Austausch in entspannter Atmosphäre.
Veranstaltungssprache ist deutsch.
Fachausstellung
Treffen Sie internationale Entscheider, die sich mit der sach- und fachgerechten Ausführung der geotechnischen Standorterkundung und Gründungsberatung für den Baugrund von Windenergieanlagen und deren Zuwegungen befassen. Hier finden Sie das Anmeldeformular. Bitte senden Sie das ausgefüllte Formular per E-Mail an fb1@hdt.de.
Zum Thema
Moderne Windenergieanlagen (WEA), charakterisiert durch ihre hohen Nabenhöhen und großen Rotordurchmesser, erfordern innovative Ansätze für die Gründung. Eine ausführliche geotechnische Standorterkundung und fundierte Gründungsberatung sind dabei unverzichtbar, wobei dreidimensionale Baugrundmodelle die Planung der erforderlichen Standsicherheitsnachweise für WEA-Fundamente und Krane erleichtert. Durch die Optimierung der WEA-Fundamente und den Einsatz Verfahren zur Baugrundverbesserung können Einsparpotenziale realisiert und die Effizienz bei der Gründung von Windenergieanlagen gesteigert werden.
Zielsetzung
Das Forum hat das Ziel, umfassende Kenntnisse zur erforderlichen Baugrunderkundung sowie zu effektiven Bodenverbesserungsmaßnahmen und speziellen Gründungsvarianten für Windenergieanlagen (WEA) zu vermitteln. Neben der Erläuterung geotechnischer Grundlagen werden konkrete Fallstudien vorgestellt, die das Zusammenspiel zwischen der Auslegung von WEAs und den jeweiligen Gründungskonzepten verdeutlichen.
Teilnehmerkreis
Das Forum richtet sich an Mitarbeitende und Entscheider von Projektentwicklern und Windparkbetreibern, Hersteller von Windenergieanlagen, Gutachter, Ingenieurbüros sowie Investoren. Es bietet eine wertvolle Plattform, um Fachwissen und aktuelle Entwicklungen im Bereich Baugrund und Windenergie zu diskutieren und zu teilen.
Teilnehmende sind herzlich eingeladen, ihre Fachbeiträge einzubringen und ihr Wissen mit der Gemeinschaft zu teilen. Dadurch wird der Wissensaustausch gefördert und die Entwicklung innovativer Ansätze in der Branche vorangetrieben.
Programm
Dr.-Ing. Christian Missal, Dr. Spang Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH
Katrin Dietz, Haus der Technik e. V.
Prof. Dr.-Ing René Schäfer, Hochschule Ruhr West
Julia Koch, DEW21-Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH
Stefanie Engemann, M.Eng., Ingenieurgeologie Dr. Lübbe GmbH & Co. KG
Dr. Jörn Löhken & Simon Möhring, geoFact GmbH
Florian Singer, TÜV Süd
Dr.-Ing. Christian Missal, Dr. Spang Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH
Katrin Dietz, Haus der Technik e. V.
Michael Reitenspieß, M.Sc., Max Bögl
Alicja Behrensmeier, M.Sc., Dr. Spang GmbH
Dipl.-Ing. Daniel Cammarata, Tensar International GmbH
Referenten
Tensar International GmbH, Bonn
- Studium: Bauingenieurwesen (FH Köln)
- Vertiefung: Geotechnik
- Seit 2009 bei Tensar International GmbH tätig.
- Ab 2012 Leiter der Anwendungstechnik für die Region DACH-LUX.
- Ab 2025 technischer Vertriebsleiter der Region DACH-LUX & Latin Europe
Hochschule Ruhr West
- Studium des Bauingenieurwesens – konstruktiver Ingenieurbau an der TH OWL in Detmold, Abschluss Dipl.-Ing. (FH)
- 2011 Jagau Ingenieurbüro in Bremen als Geotechniker
- Mitte 2012 Start bei ENERCON als Projektingenieur
- Ab 2017 Teamleiter bei ENERCON für den Bereich Foundation Engineering & Dismantling
- Seit April 2023 Abteilungsleiter Civil Engineering bei ENERCON
- Oktober 2024 Abschluss des berufsbegleitend Master of Business Administration (MBA) an der SMBS in Salzburg
Dr. Spang Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH
Dr.-Ing. Christian Missal ist seit November 2021 als Abteilungsleiter für den Bereich Geotechnik Energie bei der Dr. Spang GmbH tätig. In dieser Funktion verantwortet er die geotechnische Begleitung anspruchsvoller Projekte in den Bereichen Windenergie, Geothermie sowie Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland. Nach seinem Bauingenieurstudium an den Technischen Universitäten Dresden und Braunschweig sammelte er breite Praxiserfahrung in leitenden und beratenden Positionen – unter anderem als Senior Consultant bei ITASCA Consultants GmbH, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Braunschweig, freiberuflicher Bauingenieur sowie Bauleiter im Spezialtiefbau bei der Kurt Fredrich GmbH. Herr Missal ist ausgewiesener Experte für die Anwendung numerischer Methoden in der Geotechnik. Mit seiner fundierten Expertise und seinem Engagement für innovative geotechnische Lösungen bietet er einen breit gefächerten Überblick zu aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen rund um Baugrund und Windenergie.
Hinweise
Das Forum Baugrund und Windenergie ist von der Ingenieurkammer-Bau NRW mit 13 Unterrichtseinheiten anerkannt.
Mehr zu diesem Thema
Häufig von Teilnehmenden gestellte Fragen zum Thema ‚Baugrunderkundung‘
Warum ist die Baugrunderkundung für onshore Windenergieanlagen so wichtig?
Die Baugrunderkundung ist entscheidend, um die geotechnischen Eigenschaften des Baugrunds zu bestimmen. Diese Informationen sind notwendig, um die Stabilität und Sicherheit der Windenergieanlage zu gewährleisten. Ohne eine gründliche Erkundung könnten unerwartete Bodenverhältnisse zu Setzungen, Instabilität oder sogar dem Versagen der Anlage führen.
Welche Methoden der Baugrunderkundung werden typischerweise bei Windenergieanlagen angewendet?
Typische Methoden der Baugrunderkundung umfassen Bohrungen, Sondierungen, geophysikalische Messungen und In-situ-Tests wie den Plattendruckversuch oder den Standard Penetration Test (SPT). Diese Methoden liefern detaillierte Informationen über die Bodenschichten, deren Tragfähigkeit und mögliche geotechnische Risiken.
Was versteht man unter Baugrundverbesserung und wann ist sie notwendig?
Baugrundverbesserung bezieht sich auf Maßnahmen zur Erhöhung der Tragfähigkeit und Stabilität des Untergrunds. Sie wird notwendig, wenn die natürlichen Bodenbedingungen nicht ausreichen, um die Lasten der Windenergieanlage sicher zu tragen, weil z. B. Hohlräume durch Verkarstung vorhanden sind. Methoden zur Baugrundverbesserung können Bodenverdichtung, Injektionen, den Einsatz von Geotextilien oder den Austausch von Bodenmaterial umfassen.
Welche Herausforderungen stellen sich bei der Gründung von Windenergieanlagen in schwierigen Bodenverhältnissen?
Zu den zentralen Herausforderungen zählen die Sicherstellung ausreichender Tragfähigkeit, die Kontrolle von Setzungen und die Bewältigung von Wasserproblemen. In Bereichen mit weichem oder organischem Boden müssen spezielle Maßnahmen ergriffen werden, um die Stabilität zu gewährleisten, was die Kosten und die Komplexität des Projekts erhöhen kann.
Welche Gründungsarten kommen bei Windenergieanlagen am häufigsten zum Einsatz und warum?
Am häufigsten kommen Flachgründungen (z. B. Fundamentplatten) und Tiefgründungen (z. B. Pfahlgründungen) zum Einsatz. Flachgründungen werden bevorzugt bei tragfähigem Baugrund, während Tiefgründungen in Bereichen mit schwachem oder nicht tragfähigem Boden verwendet werden, um Lasten in tiefere, stabilere Schichten abzuleiten.
Wie beeinflusst die Wahl der Gründungsart die Gesamtkosten eines Windenergieprojekts?
Die Wahl der Gründungsart hat einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten. Flachgründungen sind in der Regel kostengünstiger, erfordern jedoch tragfähigen Boden. Tiefgründungen sind teurer und zeitaufwändiger, bieten aber die notwendige Stabilität in schwierigen Bodenverhältnissen. Die richtige Wahl kann langfristig zu Kosteneinsparungen durch weniger Wartung und höhere Betriebssicherheit führen.
Welche Rolle spielt die Umweltverträglichkeit bei der Baugrunderkundung und -verbesserung für Windenergieanlagen?
Umweltverträglichkeit spielt eine wesentliche Rolle, da Eingriffe in den Boden das Ökosystem beeinflussen können. Es ist wichtig, Methoden zu wählen, die minimale Auswirkungen auf die Umwelt haben. Dazu gehören die sorgfältige Planung und Durchführung der Erkundungs- und Verbesserungsmaßnahmen sowie die Nutzung umweltfreundlicher Materialien und Techniken.
Wie werden die Ergebnisse der Baugrunderkundung in die Planung und den Bau von Windenergieanlagen integriert?
Die Ergebnisse der Baugrunderkundung fließen direkt in die Planung und Dimensionierung der Fundamente ein. Ingenieure nutzen die Daten, um die Gründungsart, die Fundamentgröße und die notwendigen Baugrundverbesserungsmaßnahmen zu bestimmen. Dies gewährleistet, dass die Windenergieanlage den Bodenbedingungen entsprechend ausgelegt ist. Zudem müssen auch Kranstellflächen bedacht werden, um die Standsicherheit zu gewährleisten.
Welche neuen Technologien oder Methoden gibt es in der Baugrunduntersuchung und -verbesserung, die für Windenergieanlagen besonders relevant sind?
Neue Technologien in der Geotechnik umfassen den Einsatz von Drohnen für die topografische Vermessung, fortschrittliche geophysikalische Methoden zur Erkennung von Bodenanomalien und digitale Modelle zur Simulation von Bodenverhalten. In der Baugrundverbesserung werden zunehmend Techniken wie das Soil Mixing und Injektionsverfahren weiterentwickelt, um effizientere und umweltfreundlichere Lösungen zu bieten.
Was sind die größten Trends und zukünftigen Entwicklungen im Bereich Baugrunderkundung und Gründungen für onshore Windenergieanlagen?
Zu den größten Trends zählen die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung der Baugrunderkundung, die Entwicklung nachhaltiger und kosteneffizienter Baugrundverbesserungstechniken sowie die Integration von Umweltaspekten in den gesamten Planungs- und Bauprozess. Zukünftige Entwicklungen könnten den verstärkten Einsatz von KI und maschinellem Lernen zur Auswertung geotechnischer Daten und zur Optimierung von Bauprozessen umfassen.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Mi. 28.10.2026, 00:00 Uhr
Hollestr. 1
45127 Essen
Digitaler Campus
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Katrin Dietz
k.dietz@hdt.de
+49 201 1803-462

