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Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation nach der neuen Gefahrstoffverordnung 2016

Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation nach der neuen Gefahrstoffverordnung 2016
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Der Arbeitgeber darf eine Tätigkeit mit Gefahrstoffen erst aufnehmen lassen, nachdem eine... mehr

Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation nach der neuen Gefahrstoffverordnung 2016

Der Arbeitgeber darf eine Tätigkeit mit Gefahrstoffen erst aufnehmen lassen, nachdem eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen getroffen worden sind.
Dabei hat der Arbeitgeber zunächst festzustellen, ob die Beschäftigten Tätigkeiten mit Gefahrstoffen durchführen oder ob Gefahrstoffe bei diesen Tätigkeiten entstehen oder freigesetzt werden. Ist dies der Fall, so hat er alle hiervon ausgehenden Gefährdungen für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten insbesondere unter den acht genannten Gesichtspunkten aus GefStoffV §6 (1) zu beurteilen. Dies sind u. a. gefährliche Eigenschaften der Stoffe oder Gemische, Informationen des Lieferanten zum Gesundheitsschutz und zur Sicherheit insbesondere im Sicherheitsdatenblatt oder auch Arbeitsbedingungen und Verfahren, einschließlich der Arbeitsmittel und der Gefahrstoffmenge.
Im Seminar wird die Gefährdungsbeurteilung ausführlich vorgestellt. Was ist der Sinn und was der Nutzen der Gefährdungsbeurteilung?
Neben den rechtlichen Grundlagen werden die zu beurteilenden Faktoren dargestellt und erläutert und deren effektive Dokumentation besonders angesprochen. Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen werden vorgestellt, ebenso die Expositionsbetrachtung und das Substitutionsprinzip.
Eine Expertin gibt Anleitungen und Anregungen zum Umsetzen in die Praxis.

Zum Thema

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) forderte von den deutschen Unternehmen erstmalig 1996 eine Beurteilung der Arbeitsbedingungen. Anhand einer Arbeitsplatzbeurteilung ermittelt der Arbeitgeber dabei den Zustand des Arbeitsplatzes und -umfelds und die Gefährdungen, denen seine Mitarbeiter ausgesetzt werden und bestimmt damit, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.

Die Arbeitsplatzbeurteilung ist ein komplexes Instrumentarium, das bezogen auf den jeweiligen Arbeitsplatz alle Aspekte der Arbeitssicherheit und Unfallverhütung erkennt, bewertet und beseitigt. Neben dem Arbeitsschutzgesetz sprechen auch weitere rechtliche Grundlagen von einer Gefährdungsbeurteilung: u. a. die BetrSichV und die GefStoffV, die in 2015 neugefasst bzw. umfangreich revidiert und die inzwischen erneut aktualisiert wurden.

 

Progamm

Seminartag 09:00 - 17:00 Uhr

  • Gefährdungsbeurteilung – was steckt dahinter? Sinn und Nutzen der Gefährdungsbeurteilung
  • Rechtliche Grundlagen zur Gefährdungsbeurteilung – ArbSchG, BetrSichV, GefStoffV, BGV A1
  • Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen
  • Gefährdungsbeurteilung nach GefStoffV - was, wer, wann, warum? (§ 6); "Roter Faden" zur Durchführung
  • Expositionsbetrachtung
  • Substitutionsprinzip
  • Arbeitsplatzgrenzwerte und biologische Grenzwerte
  • Physikalische und chemische Wirkungen, insbesondere
  • Brand- und Explosionsgefahren
  • Schutzmaßnahmen und deren Wirksamkeit inkl. Wirksamkeitsprüfung
  • Grundpflichten, allgemeine und zusätzliche Schutzmaßnahmen, sowie besondere Schutzmaßnahmen - je nach eingesetzten Stoffen und Verfahren
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Hilfestellungen für die Praxis
  • Effektive Dokumentation
  • Wie machen es andere Betriebe?
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch

 

Zielsetzung

Die Teilnehmer/Innen lernen, die Gefahrstoffverordnung effektiv umzusetzen, sowie die dazu gehörige Dokumentation und Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. 

Das Tagesseminar ist angedacht für Teilnehmer mit Vorkenntnissen. Zur Vorbereitung empfehlen wir am Vortag das Seminar "Die neue Gefahrstoffverordnung 2016 und deren Umsetzung in die Praxis", dessen Themen als Grundwissen vorausgesetzt werden, um die Gefährdungsbeurteilung an einem Tag besprechen zu können.

 

Teilnehmerkreis

Betriebliche Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte, Betriebsärzte, Gefahrstoffbeauftragte, Brandschutzbeauftragte, Umweltschutzbeauftragte, Betriebs- und Personalräte

 

Weiterführende Links zu "Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation nach der neuen Gefahrstoffverordnung 2016"

Referenten

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Marion Stühler

Gründerin der Firma STÜHLER CONSULTING (STUECON)

Frau Stühler war 8 Jahre im Bereich Forschung und Entwicklung in der chemischen Industrie tätig. Seit gut 21 Jahren ist sie in den Bereichen REACH, GHS / CLP, Gefahrstoffe, Ge-fährdungsbeurteilungen, RoHS 2, WEEE 2, Verpackungsgesetz, Medizinprodukte-verordnungen der EU, Umweltmanagement und Explosionsschutz mit Seminaren, Coachings und Consultingleistungen aktiv und verfügt über fachlich sehr hochquali-tative und sehr weit gefächerte Netzwerkkontakte.

Hinweise

Bringen Sie gerne – wenn vorhanden – eine Gefährdungsbeurteilung (bzw. einen Entwurf) zum Seminar mit, damit darüber konkret im Seminar gesprochen werden kann!

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