
Global Chemical Compliance
Unsere Industrie ist global aufgestellt, Chemikalien werden weltweit hergestellt und verwendet. Welche Inverkehrbringergesetze sind bei der Vermarktung und Verwendung zu beachten? Sind für bestimmte gefährliche Stoffe und/oder Stoffen in Gemischen bei Import ggf. Einfuhrverbote, Beschränkungen und/oder Meldepflichten zu beachten? Welche Stoffinventare und/oder REACH ähnlichen Gesetze sind in welchem Rechtsraum relevant? Wie sehen rechtsraumspezifische Sicherheitsdatenblätter aus? Softwaresysteme können bei der Ermittlung der Chemical Compliance durch Bereitstellung von Stoffdatenbanken und/oder Sicherheitsdatenblatt Templates und Standardsätzen unterstützen. Welche Datenfelder sind erforderlich in einer gut gepflegten Stoffdatenbank? Wie werden die chemischen Stoffe charakterisiert und was ist bei Problemstoffgruppen, wie z. B. Polymeren, Tensiden, Kohlenwasserstoffen und ionischen Gemischen zu beachten? Diese Themen werden u. a. in dem zweitägigen Seminar behandelt und den Teilnehmenden wird die Möglichkeit gegeben, den Vortragenden weitere Fragen zu stellen.
Audio-Hinweise zu Global Chemical Compliance
Die Audio-Datei wurde mithilfe von KI (Notebook LM) produziert
Zum Thema
Am 1. Tag werden Grundlagen vorgestellt. Dabei wird ein Überblick über das Chemikalienrecht für Inverkehrbringer in Europa und auch über die Einstufung und Kennzeichnung weltweit (GHS) gegeben. Wo liegen die rechtsraumspezifischen Unterschiede? Weitere Schwerpunkte liegen in der Recherche von Stoffdaten, der Vorstellung der Inventare/REACH ähnliche Gesetze und der Sicherheitsdatenblätter weltweit.
Am 2. Tag wird der Aufbau und Inhalt von Stoffdatenbanken (Produktidentifikatoren, Physikochemische, toxikologische und ökooxikologische Daten, Unterschiede zwischen der nationalen und internationalen Gesetzgebung) systematisch vorgestellt sowie auf Chemical Compliance relevante Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten eingegangen. Hierbei wird auch auf einige Spezialfälle eingegangen (Tenside, Polymere Kohlenwasserstoffe...).
Eine anschlieĂźende Diskussion rundet das Thema ab.
Zielsetzung
Vermittlung der Grundlagen zur Chemical Compliance Ermittlung
Teilnehmerkreis
Die Zielgruppe für dieses Seminar sind Personen aus Industrie, Handel und öffentlichen Stellen, die mit der Chemical Compliance Ermittlung in Ihren Unternehmen beauftragt sind.
Programm
- Ăśberblick und Ausblick
- Stand der weltweiten Implementierung
- Rechtsraumspezifische Unterschiede
- Rechtsraumspezifische Formate (Beispiele)
- Standardsätze und XML Datenaustausch
Vorstellung der Primärdatenbanken (Linkliste) anhand eines Beispiels
- Stoffidentitätsteil: Produktidentifikatoren
- Datenteil: Physikochemische, (öko)toxikologische Daten, Einstufung
- Regulativer Teil: nationale und internationale Gesetzgebung - (ohne Inventare)
- Definition von „Chemical Compliance“
- Ermittlung der chemischen Zusammensetzung
- Rechtsraumspezifische „multiple“ CAS Nummern
- Polymere, Kohlenwasserstoffe, Tenside, schwache Säuren/Basen
- Additivpakete (Mixture-in Mixture)
- Wassergefährdungsklasse - Besonderheiten
Referenten
Chemiestudium an der Universität Leipzig
mehrjährige Tätigkeit in der Umweltverwaltung des Landes Brandenburg
Inhaber des Unternehmens SimmChem Software
Entwicklung von Softwaresystemen zu Einstufung und Kennzeichnung
Expertisen zu speziellen stofflichen Fragestellungen
Informationen zum Chemikalienrecht (Newsletter)
Schulungsveranstaltungen zu Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP/GHS
Mitglied der eSDSphrac Working Group (Standardsätze für Sicherheitsdatenblätter)
Qualisys GmbH, Langenfeld
Dr. Anita Hillmer hat in Braunschweig Chemie studiert und arbeitet seit 1995 fĂĽr die Volkswagen AG. Dort ist Sie unter anderem verantwortlich fĂĽr die Chemical Compliance von Prozessmaterialien fĂĽr die Serienfahrzeugproduktion.
Dr. Hillmer kann auf langjährige Erfahrung auf dem Gebiet des Chemikalienrechts zurückgreifen und ist im Auftrag von ACEA als offizielle Expertin für Chemikalien-Compliance-Themen nominiert.
Sie hat mitgewirkt an der Publikation des ersten ECHA Sicherheitsdatenblatt Leitfadens und war jahrelang aktives Mitglied im von der ECHA organisierten sogenannten Exchange Network on Exposure Scenarios (ENES).
Seit 2005 praktiziert sie als Trainerin für das Haus-der Technik e.V. für Themen rund um „Chemical Compliance“.
Darüber hinaus leitet sie die Arbeitsgruppe „eSDScom“ (siehe https://www.esdscom.eu/), sowie die gleichnamige „Catena-X Expertengruppe“, die sich mit der Entwicklung und Bereitstellung eines Datenaustauschformats für Sicherheitsdatenblättern in der automobilen Lieferkette beschäftigt (Stichwort: Digitalisierung von Sicherheitsdatenblättern).
Ein Teil des eSDScom Projektes ist der europäische Standardsatzkatalog eSDSphrac (früher: EUPhraC), deren Arbeitsgruppenleitung sie seit 1996 ausübt.
Seit 2021 hat sie ein Mandat, die International Organization of Motor Vehicle Manufacturers (OICA) im UN-GHS-Unterausschusses hinsichtlich relevanter automobilbezogenen GHS-Themen zu vertreten.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Kai Brommann
K.Brommann@hdt.de
+49 201 1803-251