Der Arbeitgeber hat seine technischen Vorrichtungen im Brandschutz regelmäßig auf ihre Sicherheit zu prĂĽfen. Die BetrSichV Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet ihn, durch eine Gefährdungsbeurteilung die PrĂĽfungen (Art, Umfang, PrĂĽffrist und Qualifikation des PrĂĽfers) selbst festzulegen und durchzufĂĽhren oder durchfĂĽhren zu lassen. Nach den einschlägigen Vorschriften muss jede technische Vorrichtung regelmäßig einer Inspektion und Begehung unterzogen werden, wobei sich die Inspektion auf die elektrische Funktionsweise beziehen kann (z. B. bei einer Brandmeldeanlage). Der Part der Begehung kann von einer Elektrofachkraft, aber auch von einer ausgebildeten zur PrĂĽfung befähigten Person erfolgen. Durch die Regelwerke werden an den Betreiber beziehungsweise die befähigte Person – eine Person, die aufgrund der Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahen beruflichen Tätigkeit entsprechende Arbeiten durchfĂĽhren kann – umfangreiche Anforderungen gestellt. Die zur PrĂĽfung befähigte Person ĂĽbernimmt Aufgaben, die sich aus den Anforderungen an den Betrieb der jeweiligen technischen Vorrichtung im Gebäude ergeben.
Die „Zur Prüfung befähigte Person von Notduschen“ oder auch das Seminar „Prüfung von Brandschutztüren und Fachkraft für Feststellanlagen gemäß DIN 14677“ sind Beispiele dafür, wie Weiterbildung über geeignete Maßnahmen bei der täglichen Arbeit im Unternehmen informieren kann. Zu jeder Ausbildung und Fortbildung erhalten die Teilnehmer Unterlagen, die sie zu Haus oder auf der Arbeit im Selbst-Studium nachlesen können.
Zu einem echten Klassiker hat sich die Tagung „Brandschutz im Tanklager“ entwickelt
Im Jahr 2005 erschĂĽtterten in der Nähe von London mehrere Explosionen das Ă–llager Buncefield. Es waren tatsächlich 20 Ă–ltanks, die brannten und die schwarzen Wolken verbreiteten sich – wie ein groĂźer, giftiger Teppich – ĂĽber weite Teile des Landes bis hin nach Frankreich. Die Feuerwehr war mit ĂĽber 600 Kräften im Einsatz und betrachtet diesen Brandfall noch heute als eine der größten Feuerkatastrophen. Aber auch 2014 kam es bei der Shell in Godorf zu einem Brand im Tanklager, 2016 kam es bei der BASF zu Brand und Explosionen im Tanklager mit 3 Toten und 20 Verletzten. Die Tagung „Brandschutz im Tank- und Gefahrgutlager“ beantwortet die Fragen:
- Welche SchutzmaĂźnahmen gibt es eigentlich in deutschen Raffinerien?Â
- Wie sieht ein Brandschutzkonzept fĂĽr ein Tanklager in der chemischen Industrie aus?
- Wie fĂĽhrt man effektiv eine Branddetektion durch?
- Welche Rechte und Pflichten gibt es bei Tanklager?
Alle wichtigen Grundlagen und Anforderungen fĂĽr die Praxis werden natĂĽrlich auch in der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten gelehrt.









