
Ganzheitliches Technologiemanagement – Kompetenzen, Strategien und Praxis
Technologische Entwicklungen sind rasant. Viele technische Fach- und Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, technologische Trends richtig einzuordnen, Innovationspotenziale zu erkennen und strategische Entscheidungen zu treffen – oft ohne dafür die passenden Werkzeuge oder ein systematisches Vorgehen zu haben.
Selbst wenn vielversprechende Technologien identifiziert sind, beginnt die eigentliche Arbeit oft erst. Denn die Umsetzung scheitert nicht selten an internen Widerständen, unklaren Verantwortlichkeiten, fehlender Anschlussfähigkeit an bestehende Prozesse oder unzureichender Marktakzeptanz. Ohne ein strategisch aufgestelltes Technologiemanagement bleiben viele Innovationen Stückwerk.
Das Seminar bietet Ihnen eine fundierte, praxisorientierte Einführung in das Ganzheitliche Technologiemanagement. Sie lernen, technologische Entwicklungen systematisch zu analysieren, strategisch zu bewerten und gezielt umzusetzen – von der Idee bis zur Verwertung.
Zum Thema
Technologischer Fortschritt ist ein zentraler Treiber für Innovation. Um aus einer vielversprechenden Idee eine marktfähige Innovation zu machen, braucht es allerdings mehr als technisches Wissen: Es erfordert ein systematisches Vorgehen, das technologische Entwicklungen analysiert, strategisch bewertet und gezielt umsetzt.
Hier setzt Ganzheitliches Technologiemanagement an. Es verbindet technologische, strategische, organisatorische und menschliche Aspekte. Im Mittelpunkt stehen dabei die im Technologiemanagement tätigen Fachpersonen. Sie agieren als strategische Schnittstellen, fördern die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und sorgen dafür, dass Technologie zielgerichtet und nachhaltig im Unternehmen verankert wird. Dafür braucht es analytisches Denken, strategisches Gespür, Kommunikationsstärke und die Fähigkeit, Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten.
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Mehr InformationenZielsetzung
Sie erhalten konkrete Werkzeuge zur Entwicklung, Implementierung und Bewertung von Technologieprojekten und entwickeln ein klares Verständnis für strategische Technologieentscheidungen. Zentrale Innovations- und Führungsmodelle werden im Seminar vorgestellt und Sie reflektieren Ihre eigenen Managementkompetenzen.
Teilnehmerkreis
- Ingenieure und Ingenieurinnen
- Technische Fach- und Führungskräfte
- Innovationsverantwortliche
- Projektleitende
- Entwicklungsleitende
- Nachwuchsführungskräfte in technologiegetriebenen Branchen
Programm
- Einführung in das Technologiemanagement
- Historische Entwicklungen, Trends und Paradigmenwechsel
- Modelle des Innovationsprozesses
- Kompetenzen von Technologiemanager:innen
- Professionelles Selbstverständnis
- Grundlagen und Aufgaben wirksamer Führung
- Führungswerkzeuge in technologiegetriebenen Organisationen
- Persönlichkeitstypen und deren Bedeutung für Technologiemanagement
- Strategisches Management in der Technologieentwicklung I
- Methoden der strategischen Analyse (Technologieradar, Lebenszyklusbetrachtung etc.)
- Methoden der strategischen Analyse (Technologieradar, Lebenszyklusbetrachtung etc.)
- Strategisches Management in der Technologieentwicklung II
- Strategieformulierung und -auswahl
- Erfolgsfaktoren der Implementierung
- Strategische Evaluation von Technologieentscheidungen
- Technologiemanagement in der Praxis
- Strukturierte Ideengenerierung
- Entwicklung und Umsetzung einer Technologiestrategie
- Transfer in die Organisation (Wissen, Patente, Prototypen)
- Schutz von Innovationen (IPR)
- Verwertungsstrategien
Referenten
Dennis Kampen bringt über 15 Jahre Erfahrung aus Industrie, Forschung und Lehre mit. Als früherer Geschäftsleiter eines technologiegetriebenen Mittelständlers weiß er, wie Innovation in der Praxis gelingt – und wo sie scheitert. Heute ist er Professor für Automatisierungstechnik in Bremen und berät Unternehmen in Fragen des Technologiemanagements. Seine Seminare sind geprägt von Klarheit, Praxisnähe und einem systematischen Ansatz.
Häufige Fragen und Antworten zum Technologiemanagement
1. Was versteht man unter Technologiemanagement?
Technologiemanagement umfasst die systematische Planung, Bewertung und Nutzung von Technologien, um die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu sichern und weiterzuentwickeln. Dazu gehören unter anderem Technologiefrüherkennung, Technologiebewertung, Technologiestrategie, Technologie-Roadmapping und die gezielte Steuerung des Technologieportfolios.
2. Welches sind die Kernaufgaben von Technologiemanagement?
Technologiemanagement kann man sich als eine Art Navigationssystem für die technologische Zukunft von Unternehmen vorstellen. Mindestens die folgenden fünf – vereinfacht dargestellten – Aspekte müssen als die wesentlichen Kernaufgaben von Technologiemanagement von verantwortlicher Seite adressiert werden:
- Zukunft „scannen“: Trends möglichst schon erkennen, bevor es die Konkurrenz tut.
- Technologien bewerten: Relevanz und Nutzen für das eigene Geschäft klären.
- Fahrplan erstellen: Einen langfristigen Plan für den Technologie-Einsatz entwickeln.
- Geldzuflüsse richtig steuern: Nur in die Werkzeuge investieren, die wirklich weiterhelfen.
- Gesamtübersicht behalten: Alle Technologien wie ein gut sortiertes Werkzeugset betrachten und im Zusammenspiel begreifen.
3. Was sind die Ziele, die strategisches Technologiemanagement verfolgt?
Kurz gesagt sorgt strategisches Technologiemanagement dafür, dass ein Unternehmen genau die Technologien nutzt, die es für seinen langfristigen Erfolg braucht.
Um es etwas ausführlicher zu sagen: Ziel von strategischem Technologiemanagement ist es, technologische Chancen frühzeitig zu erkennen, Risiken zu bewerten und Technologien erfolgreich in Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle zu überführen. Strategisches Technologiemanagement verbindet daher technologische Entwicklungen mit den langfristigen Zielen eines Unternehmens.
Kluges, systematisch betriebenes Technologiemanagement schützt Unternehmen vor dem Risiko teurer Fehlentscheidungen und sinnloser Projekte. Es verhindert, dass wichtige neue Trends und disruptive Technologien verschlafen werden und stellt zugleich sicher, dass Geld nicht für unnötige Technik-Spielereien verschwendet wird.
3. Was ist eine Technologiestrategie?
Eine Technologiestrategie beschreibt, welche Technologien ein Unternehmen künftig benötigt, entwickeln, einsetzen oder gezielt beobachten sollte. Sie verbindet Unternehmensstrategie, Marktanforderungen und technologische Entwicklungen. Bei der Entwicklung einer Technologiestrategie werden unter anderem Technologietrends, Wettbewerber, technologische Reifegrade, Chancen und Risiken betrachtet. Eine klare Technologiestrategie schafft damit die Grundlage für fundierte Technologieentscheidungen und langfristige Investitionen.
4. Worum handelt es sich bei der Technologiefrüherkennung?
Technologiefrüherkennung bezeichnet die systematische Beobachtung und Analyse technologischer Entwicklungen, um relevante Trends möglichst früh zu erkennen. Dazu können beispielsweise Technologieradare, Trendanalysen, Patentrecherchen, Expertenbefragungen oder Szenarioanalysen eingesetzt werden.
Ziel des Ganzen ist es, neue Technologien, Emerging Technologies und disruptive Technologien rechtzeitig zu identifizieren und ihre mögliche Bedeutung für Produkte, Märkte und die Wettbewerbsposition des Unternehmens realistisch einzuschätzen.
5. Wie lassen sich neue Technologien am besten bewerten?
Bei der Technologiebewertung werden neue Technologien anhand einer Reihe unterschiedlicher Kriterien analysiert. Dazu zählen beispielsweise technologische Reife, Marktpotenzial, Wirtschaftlichkeit, strategische Bedeutung, Risiken, Entwicklungskosten und mögliche Anwendungsfelder.
Methoden der Technologiebewertung unterstützen Unternehmen dabei, Chancen und Risiken vergleichbar zu machen und fundierte Entscheidungen über Technologieentwicklung, Investitionen, Kooperationen oder die Einführung neuer Technologien zu treffen.
6. Was ist Technologie-Roadmapping?
Technologie-Roadmapping lässt sich beschreiben als die Erstellung eines technologischen Fahrplans. Dieser visualisiert auf einer Zeitachse, welche Technologien ein Unternehmen wann entwickeln oder einführen muss, um seine zukünftigen Ziele im Hinblick auf Produkt- und Marktstrategie zu erreichen.
Mindestens zu den folgenden Fragen muss eine Roadmap daher Auskunft geben können:
- Wann wird welche Technologie für uns wichtig?
- Wie weit entwickelt muss die Technologie zu welchem Zeitpunkt sein?
- Wie hängen Technik, Produkte und Marktbedürfnisse konkret zusammen?
Zur besonderen Relevanz ist zu sagen, dass Entwickler ohne Technologie-Roadmapping am Markt vorbei arbeiten könnten, was in der Praxis durchaus häufig vorkommt. Die Roadmap sorgt also dafür, dass die Entwicklungs-Abteilung und die Geschäftsführung dieselbe Sprache sprechen und dieselben Ziele im Blick behalten.
7. Welche Methoden kommen im Technologiemanagement zum Einsatz?
Im Technologiemanagement kommen viele unterschiedliche Methoden und Werkzeuge zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem Technologieradar, Technologie-Roadmapping, Technologieportfolio-Analysen, Szenarioanalysen, Trendanalysen, Reifegradmodelle, Patentanalysen und Expertenbefragungen. Es hängt ganz von der jeweiligen Fragestellung ab, welche Methode geeignet ist. Häufig werden mehrere Methoden kombiniert, um technologische Entwicklungen umfassend zu beobachten, zu bewerten und in die strategische Planung einzusteigen.
8. Was ist unter einem Technologieradar zu verstehen?
Ein Technologieradar ist ein Instrument zur systematischen Beobachtung und Bewertung technologischer Entwicklungen. Relevante Technologien, Trends und Innovationen werden dabei beispielsweise nach Reifegrad, strategischer Bedeutung oder zeitlicher Relevanz eingeordnet. Ein Technologieradar schafft Transparenz über das technologische Umfeld und unterstützt Unternehmen dabei, wichtige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und ihre Technologiestrategie entsprechend auszurichten.
9. Was ist ein Technologieportfolio?
Ein Technologieportfolio stellt verschiedene Technologien eines Unternehmens strukturiert gegenüber und ermöglicht deren Bewertung und Priorisierung. Dabei können beispielsweise technologische Reife, Marktpotenzial, strategische Bedeutung, Chancen, Risiken und erforderliche Investitionen berücksichtigt werden. Das Technologieportfolio unterstützt Unternehmen bei der Entscheidung, welche Technologien weiterentwickelt, eingeführt, beobachtet oder gegebenenfalls nicht weiterverfolgt werden sollten.
10. Was ist der Unterschied zwischen Technologiemanagement und Innovationsmanagement?
Technologiemanagement konzentriert sich insbesondere auf die Identifikation, Bewertung, Entwicklung und strategische Nutzung von Technologien. Innovationsmanagement betrachtet darüber hinaus den gesamten Prozess von der Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung einer Innovation am Markt. Beide Bereiche sind eng miteinander verbunden: Technologiemanagement liefert wichtige technologische Grundlagen für Innovationen, während Innovationsmanagement diese in neue Produkte, Prozesse, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle überführt.
11. Was sind Technologietrends und wie lassen sie sich erkennen?
Technologietrends sind Entwicklungen, die auf eine zunehmende Bedeutung bestimmter Technologien oder technologischer Anwendungen hindeuten. Sie lassen sich beispielsweise durch Markt- und Wettbewerbsanalysen, wissenschaftliche Veröffentlichungen, Patente, Expertenwissen, Start-ups und Technologieradare identifizieren. Entscheidend ist nicht nur, einen Technologietrend zu erkennen, sondern auch dessen Relevanz, Reifegrad und potenziellen Einfluss auf das eigene Unternehmen zu bewerten.
12. Was sind disruptive Technologien?
Disruptive Technologien können bestehende Produkte, Prozesse, Geschäftsmodelle oder Märkte grundlegend verändern beziehungsweise ersetzen. Bekannte Beispiele aus den letzten Jahrzehnten sind die Digitalfotografie oder das Smartphone, deren Einführung bisherige Branchengrößen in große Bedrängnis brachten.
Für das Technologiemanagement ist es deshalb wichtig, solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und ihre mögliche Bedeutung für das eigene Unternehmen zu bewerten. Eine systematische Technologiefrüherkennung hilft dabei, Chancen und Risiken disruptiver Technologien einzuschätzen und rechtzeitig geeignete strategische Maßnahmen einzuleiten.
13. Welche Rolle spielen Reifegradmodelle im Technologiemanagement?
Reifegradmodelle helfen dabei, den Entwicklungsstand einer Technologie systematisch einzuschätzen. Sie ermöglichen eine bessere Vergleichbarkeit verschiedener Technologien und unterstützen Entscheidungen über Forschung, Entwicklung, Investitionen und Markteinführung. Ein bekanntes Beispiel sind Technology Readiness Levels (TRL), mit denen der technologische Reifegrad von der Grundlagenentwicklung bis zur praktischen Anwendung beschrieben werden kann.
14. Für wen ist eine Weiterbildung im Technologiemanagement sinnvoll?
Eine Weiterbildung im Technologiemanagement eignet sich insbesondere für Fach- und Führungskräfte aus Forschung und Entwicklung, Innovation, Produktentwicklung, Technik und Technologie- bzw. Unternehmensstrategie. Sie ist auch für Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Verantwortliche interessant, die technologische Entwicklungen systematisch bewerten und strategische Technologieentscheidungen treffen möchten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Verbindung von Technologiemanagement-Methoden, strategischer Planung und praktischer Umsetzung.
15. Was sind die Besonderheiten des HDT-Seminars „Ganzheitliches Technologiemanagement“?
Im Seminar lernen Teilnehmende, technologische Entwicklungen systematisch zu beobachten, zu bewerten und für die Unternehmensstrategie nutzbar zu machen. Themen sind unter anderem Technologietrends, Technologiefrüherkennung, Technologiebewertung, Technologiestrategie, Technologieradar, Technologie-Roadmapping, Technologieportfolios sowie die strategische Nutzung von Wissen und Innovationen. Praxisorientierte Methoden unterstützen dabei, das erworbene Know-how auf konkrete Technologieentscheidungen im eigenen Unternehmen zu übertragen.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
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