
Grundlagen der Elektrotechnik – Basiswissen für Fachfremde
Das Seminar vermittelt praxisrelevante elektrotechnische Grundlagen für Mitarbeiter aus nicht-elektrotechnischen Berufszweigen in Vorträgen und anschaulichen Demonstrationen.
Das Seminar steigt ein mit der Vermittlung elektrotechnischer Grundgrößen. Sie erfahren anschließend die Funktionsweise von Sensoren, erhalten Einblick in die Grundbegriffe der Elektrostatik und des Elektromagnetismus und lernen die Begriffe des Wechselstroms kennen.
In einem weiteren thematischen Schwerpunkt werden Sie in die Gerätetechnik eingeführt. Hier geht es um die Messungen von Strom, Spannung, Widerstand, Leistung, Arbeit, aber auch um Schalt- und Installationsgeräte wie Relais, Schütz, Transformator sowie um Schutzeinrichtungen. Das Basiswissen zum Drehstrom wird vermittelt.
Abschließend runden praktische Vorführungen und Demonstrationen das Seminar praxisgerecht ab.
Zum Thema
Die Elektrotechnik erhält einen immer größer werdenden Stellenwert in angrenzenden, nichtelektrotechnischen Berufszweigen.
Zu nennen sind hier Gewerke wie Rolladen- und Jalousiebau, Torbau, Dachbau, Heizung, Lüftung, Klima, technische Gebäudeausstattung (TGA). Außerdem wird elektrotechnisches Wissen heute auch zunehmend von Einkäufern, Vertriebsmitarbeitern und anderen Funktionsträgern in der Industrie erwartet.
Zielsetzung
Das Seminar vermittelt solide Grundlagen und Komponenten der Elektrotechnik - kompakt und praxisnah.
Teilnehmerkreis
Fachleute nichtelektrotechnischer Berufsgruppen, die grundlegende Kenntnisse auf dem Gebiet der Elektrotechnik erwerben wollen:
- Meister
- Techniker
- Schichtführer
- Schichtpersonal
- Monteure
- Installateure
- Sicherheitsfachkräfte
- Fachverkäufer
- Produktmanager
- Kaufleute
- Juristen
Programm
Elektrotechnische Grundgrößen
- Ladung, Strom, Potenzial, Spannung
- Widerstand, Leitwert, Leiterwiderstand, Stromdichte
- Ohmsches Gesetz, Reihen-, Parallel-, Gruppenschaltung, Spannungs-, Stromteiler
- Leistung, Arbeit, Energie, Wirkungsgrad
Sensoren - Widerstände in Abhängigkeit von
- Temperatur (NTC, PTC)
- Licht (LDR)
- Spannung (VDR)
Elektrostatik, Elektromagnetismus
- elektrisches Feld, Kapazität, Kondensator, Magnetisches Feld, Spule, Induktivität
- Elektrodynamisches Prinzip, Induktion
Wechselstrom
- Erzeugung, Umgang mit trigonometrischen Größen
- Frequenz, Periodendauer, Amplitude, Effektivwert, Phasenverschiebung
Elektrische Messtechnik
- Messgeräte, Multimeter, Dreheiseninstrument
- Messen von Strom, Spannung, Widerstand, Leistung, Arbeit
Schalt- und Installationsgeräte
- Relais, Schütz, Transformator
Schutzeinrichtungen
- FI-Schutzschalter, FU-Schutzschalter, LS-Schalter
Drehstrom
- Stern-, Dreieckschaltung, Netzformen
Praktische Vorführungen
Referenten
GELTEC, Ingenieurbüro für Elektrosicherheit, Hattingen
Hinweise
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Häufige Fragen und Antworten zu Grundlagen der Elektrotechnik – Basiswissen für Fachfremde
1. Für wen eignet sich das Seminar „Grundlagen der Elektrotechnik“?
Das Seminar richtet sich an alle, die im Berufsalltag mit elektrotechnischen Themen in Berührung kommen, aber selbst keine elektrotechnische Ausbildung absolviert haben. Dazu zählen beispielsweise Mitarbeitende aus Einkauf, Vertrieb, Projektmanagement, Konstruktion, Qualitätssicherung, Produktion oder technischem Management. Ziel ist es, elektrotechnische Zusammenhänge verständlich zu vermitteln und eine gemeinsame fachliche Sprache mit Kolleginnen und Kollegen, Kunden oder Lieferanten zu schaffen. Das erworbene Grundlagenwissen verbessert nicht nur die Kommunikation in interdisziplinären Teams, sondern erleichtert Entscheidungen rund um technische Fragen.
2. Welche Themen werden im Seminar „Grundlagen der Elektrotechnik“ behandelt?
Das Seminar vermittelt die wichtigsten Grundlagen der Elektrotechnik – von den elektrotechnischen Grundgrößen wie Ladung, Strom, Spannung, Widerstand über das Ohmsche Gesetz bis hin zu Wechsel- und Drehstrom. Darüber hinaus werden typische elektrische Betriebsmittel, Schaltungen sowie grundlegende Zusammenhänge erläutert. Nach Besuch der Veranstaltung sind Teilnehmende in der Lage, technische Begriffe sicher einzuordnen und einfache elektrotechnische Fragestellungen im beruflichen Alltag zu verstehen.
3. Welche Vorkenntnisse benötige ich für die Teilnahme?
Für die Teilnahme sind elektrotechnische Vorkenntnisse nicht erforderlich. Die Inhalte werden verständlich und praxisnah vermittelt und bauen systematisch aufeinander auf. Grundlegende technische Kenntnisse oder Berufserfahrung in einem industriellen Umfeld können hilfreich sein, sind jedoch keine Voraussetzung. Indem das Seminar systematisch an elektrotechnische Grundgrößen, elektrische Geräte und Einrichtungen heranführt, eignet es sich besonders für Fachfremde, Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sowie für alle, die ihr technisches Verständnis erweitern und elektrotechnische Grundlagen im Beruf sicher anwenden möchten.
4. Warum sollten Fachfremde sich mit elektrotechnischen Fragen beschäftigen?
Ein solides elektrotechnisches Grundverständnis erleichtert in der heutigen komplexen Berufswelt viele Aufgaben. So zum Beispiel bei technischen Gesprächen mit Lieferanten, der Bewertung von Angeboten, der Zusammenarbeit mit Personen aus den Bereichen Entwicklung oder Instandhaltung sowie bei Kundenprojekten. Teilnehmende lernen, grundlegende Zusammenhänge besser zu verstehen, Fachbegriffe korrekt zu verwenden und technische Dokumentationen sicherer einzuordnen. Dadurch lassen sich Missverständnisse vermeiden und Entscheidungen fundierter treffen – auch ohne selbst Elektrofachkraft zu sein.
5. Bietet das Seminar „Grundlagen der Elektrotechnik“ zum besseren Verständnis praktische Beispiele und Vorführungen?
Ja, über die Vermittlung der theoretischen Grundlagen hinaus werden die Inhalte auch mithilfe von praktischen Vorführungen und Demonstrationen veranschaulicht. Das erleichtert das Verständnis wesentlich und dient gleichzeitig der Vertiefung und Festigung. Der für die Weiterbildungen des HDT typische Praxisbezug hilft überdies dabei, das Gelernte unmittelbar auf typische berufliche Fragestellungen zu übertragen.
6. Warum sind elektrotechnische Grundlagen heute in vielen Berufen wichtig oder werden sogar vorausgesetzt?
Elektrische Systeme sind heute in nahezu allen Bereichen der Industrie und Gebäudetechnik zu finden. Selbst Beschäftigte ohne elektrotechnische Ausbildung arbeiten häufig mit Maschinen, Automatisierungstechnik oder elektronischen Komponenten zusammen. Wer die Grundlagen der Elektrotechnik versteht, kann technische Zusammenhänge besser nachvollziehen, Risiken realistischer einschätzen und effizienter mit Fachabteilungen, Kunden oder Lieferanten kommunizieren. Dieses Wissen wird daher in vielen technischen und sogar in kaufmännischen Berufen zunehmend wichtiger – und somit zum klaren Karrierevorteil.
7. Was versteht man unter Elektrotechnik?
Die Elektrotechnik beschäftigt sich mit der Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Nutzung elektrischer Energie. Darüber hinaus umfasst sie die Entwicklung und den Betrieb elektrischer und elektronischer Systeme – von einfachen Stromkreisen bis hin zu hochautomatisierten Produktionsanlagen.
In nahezu jeder Branche spielen elektrotechnische Komponenten heute eine wichtige Rolle. Maschinen, Gebäude, Fahrzeuge und Produktionsanlagen arbeiten mit elektrischen Antrieben, Sensoren, Steuerungen oder Kommunikationssystemen. Darum profitieren auch Fachkräfte aus Einkauf, Vertrieb, Projektmanagement oder Produktion von einem grundlegenden Verständnis elektrotechnischer Zusammenhänge.
8. Welches sind die wichtigsten elektrischen Grundgrößen?
Spannung (U) beschreibt den Potenzialunterschied zwischen zwei Punkten. Sie sorgt dafür, dass elektrische Ladungen überhaupt in Bewegung gesetzt werden können.
Strom (I) bezeichnet den Fluss elektrischer Ladungen durch einen Leiter. Er gibt an, wie viele Ladungsträger innerhalb einer bestimmten Zeit transportiert werden.
Widerstand (R) begrenzt den Stromfluss in einem elektrischen Leiter oder Bauteil. Je größer der Widerstand, desto geringer ist bei gleicher Spannung der fließende Strom.
Wer die Grundlagen der Elektrotechnik verstehen möchte, sollte zunächst diese und weitere elektrische Grundgrößen und Prinzipien kennen.
9. Was ist der Unterschied zwischen Strom und Spannung?
Strom und Spannung gehören zu den wichtigsten elektrischen Grundgrößen. Die elektrische Spannung beschreibt den Unterschied im elektrischen Potenzial zwischen zwei Punkten und liefert quasi die Antriebskraft für den Stromfluss. Der elektrische Strom gibt dagegen an, wie viele elektrische Ladungen tatsächlich durch einen Leiter fließen.
Vereinfacht lässt sich Spannung mit dem Druck in einer Wasserleitung und Strom mit der fließenden Wassermenge vergleichen. Beide Größen stehen in engem Zusammenhang und bilden gemeinsam mit dem elektrischen Widerstand die Grundlage vieler elektrotechnischer Berechnungen.
10. Was besagt das Ohmsche Gesetz?
Das Ohmsche Gesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen Spannung, Strom und elektrischem Widerstand. Es lautet: U = R × I. Konkret bedeutet das: Die elektrische Spannung ergibt sich aus dem Produkt von Stromstärke und Widerstand.
Mit dieser grundlegenden Beziehung lassen sich viele einfache Berechnungen in der Elektrotechnik durchführen, beispielsweise zur Dimensionierung elektrischer Schaltungen oder zur Fehlersuche. Das Ohmsche Gesetz gehört zu den wichtigsten Grundlagen der Elektrotechnik und bildet die Basis für das Verständnis zahlreicher weiterer Zusammenhänge.
11. Was ist der Unterschied zwischen Wechselstrom und Gleichstrom?
Gleichstrom zeichnet sich dadurch aus, dass der elektrische Strom dauerhaft in dieselbe Richtung fließt. Er wird beispielsweise von Batterien oder Akkus bereitgestellt. Wechselstrom ändert demgegenüber seine Richtung in regelmäßigen Zeitabständen. Das öffentliche Stromnetz in Deutschland arbeitet mit Wechselstrom und einer Frequenz von 50 Hertz.
Für viele industrielle Anwendungen kommt zusätzlich Drehstrom (auch Dreiphasenwechselstrom genannt) zum Einsatz, der den Betrieb leistungsstarker Motoren und Maschinen ermöglicht. Das Verständnis dieser Stromarten gehört zu den unverzichtbaren, grundlegenden Kenntnissen der Elektrotechnik.
12. Warum sollten auch Nicht-Elektrofachkräfte die Grundlagen der Elektrotechnik kennen?
Auch wenn viele Tätigkeiten ausschließlich von Elektrofachkräften ausgeführt werden dürfen, profitieren zahlreiche Berufsgruppen von einem grundlegenden Verständnis elektrotechnischer Zusammenhänge. Wer technische Zeichnungen, Schaltpläne oder Spezifikationen besser versteht, kann Projekte effizienter begleiten und die Zusammenarbeit mit Fachabteilungen verbessern. Gleichzeitig hilft solides Basiswissen dabei, technische Risiken realistischer einzuschätzen und Missverständnisse im Arbeitsalltag zu vermeiden. Das Seminar vermittelt hierfür die notwendigen Grundlagen in verständlicher und praxisnaher Form.
13. Welche zusätzlichen Weiterbildungen bietet das HDT im Bereich Elektrotechnik?
Das Angebot des HDT ist nicht nur im Bereich Elektrotechnik beispielhaft breit gefächert und bietet daher unterschiedlichsten Zielgruppen wertvolle Weiterbildungen, Zusatzqualifizierungen und Wissens-Updates. Geschult werden unter anderem der sichere Umgang mit elektrischen Anlagen, Dinge wie die Fehlervermeidung bei Inbetriebnahme oder das Verständnis für effektives Monitoring, um Ausfälle zu verhindern, das Verständnis für regulatorische Anforderungen und neue Effizienzstandards, Messmethoden, Diagnoseverfahren und die Interpretation von Diagnosedaten, die Qualitätssicherung bei Betrieb und Wartung oder auch Retrofit-Strategien.
Im Einzelnen gliedert sich das Elektrotechnik-Portfolio des HDT in die Bereiche
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Mi. 17.03.2027, 17:00 Uhr
Hollestr. 1
45127 Essen
Digitaler Campus
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Katharina Röder
k.roeder@hdt.de
+49 201 1803-234

